Sicherungskopien

Vor allem bei produktiv genutzten Computersystemen kommt generell der regelmäßigen Datensicherung ein besonderer Stellenwert zu. Faktisch alle Linux-Distributionen halten daher in ihren Softwarearchiven meist mehrere Backup-Anwendungen vor, die Sie als Nutzer allerdings häufig erst einmal manuell installieren müssen. Apricity OS stellt hier eine positive Ausnahme dar: Es enthält von Haus aus ein Sicherungsprogramm, das Sie über die Anwendungsübersicht einfach per Mausklick aufrufen. Auch hier bleiben die Apricity-OS-Entwickler ihrer Linie treu und wählen eine möglichst einfach zu bedienende Software aus.

Die Simple Backup Suite [7] eignet sich bestens als Backup-Programm für den Desktop und verzichtet bewusst auf Funktionen, die üblicherweise nur auf Serversystemen zum Einsatz kommen. Der Anwendungsstarter Simple Backup-Einstellungen in der Programmübersicht verzweigt zunächst in ein Konfigurationsfenster. Hier geben Sie grundlegende Optionen wie Pfade, Intervalle, die zu sichernden Daten und auszuschließende Dateien oder Verzeichnisse vor. Auch eine Berichtsfunktion zählt zum Repertoire, sodass sich der Erfolg eines Backup-Durchlaufs kontrollieren lässt.

Das Programm verwaltet dabei unterschiedliche Sicherungsroutinen in individuellen Profilen. Auf diesem Weg aktivieren Sie häufig genutzte, unterschiedliche Sicherungsszenarien problemlos durch einen Wechsel des Profils, ohne jeweils die Optionen manuell neu eingeben zu müssen. Im zweiten Anwendungsstarter, Simple Backup-Wiederherstellung, verwalten Sie die Datensicherungen und stellen eine oder mehrere der Sicherungskopien bei Bedarf per Mausklick wieder her (Abbildung 8).

Abbildung 8: Mit Simple Backup kommt in Apricity OS ein wirklich simples Backup-Programm zum Einsatz.

Firewall

Wer Dienste wie einen SSH-Server oder Samba auf seinem Rechner betreibt und diesen in fremden Netzen nutzt (etwa im Uni-WLAN oder in Hotelnetzen), sollte diese bei Bedarf mit einer Firewall absichern. Wie nahezu alle größeren Linux-Distributionen packt auch Apricity OS bereits bei der Erstinstallation eine Firewall mit auf den Massenspeicher. Die bereits seit sieben Jahren entwickelte und unter der GPLv3-Lizenz stehende Firewall Ufw mit ihrer grafischen Ergänzung Gufw erreichen Sie wiederum bequem per Mausklick auf das Symbol Firewall-Konfiguration in der Applikationsübersicht.

In wenigen Schritten definieren Sie hier anhand der Profile Büro, Zuhause und Öffentlich ein individuelles Regelwerk. Ufw unterscheidet dabei zwischen ein- und ausgehenden Datenpaketen. Nach dem Speichern des Profils aktivieren Sie die Firewall über den Schiebeschalter unterhalb des Profilnamens (Abbildung 9). Für das Erstellen effizienter Regeln empfiehlt es sich, grundlegende Kenntnisse über den Linux-Standard-Paketfilter Iptables in der Hinterhand zu haben: Das Duo Ufw/Gufw basiert auf ihm.

Abbildung 9: Die Firewall lässt sich ebenfalls bequem grafisch einstellen.

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