Ice-Webstarter

Der von Peppermint OS übernommene Ice-Webstarter fungiert als eines der zentralen Elemente in der Philosophie der Apricity-OS-Entwickler, die sich mit ihrem Arch-Derivat explizit auch an Einsteiger wenden. Der Webstarter gestattet es, eine häufig besuchte Webseite als eigene Browser-Instanz auf der Gnome-Arbeitsoberfläche mit einem dedizierten Icon abzulegen. Somit lassen sich solche Seiten zukünftig mit nur einem einzigen Mausklick öffnen, ohne zunächst Chrome und Co. starten und die Webadresse manuell eingeben zu müssen.

Den Ice-Starter erreichen Sie über die Schalterleiste am unteren Bildschirmrand. Hier klicken Sie auf die zweite Schaltfläche von links und geben im sich öffnenden Fenster die Bezeichnung der Webseite und deren URL ein. Anschließend ordnen Sie dem neuen Starter noch ein Icon zu (oder übernehmen das Favicon der Webseite) und bestimmen, in welchem Gnome-Untermenü der Eintrag erscheint. Nicht mehr benötigte Starter löschen Sie in derselben Maske im Reiter Remove (Abbildung 3).

Abbildung 3: Mit dem Ice-Webstarter rufen Sie oft frequentierte Webseiten mit nur einem Mausklick auf.

Die Einstellungsmöglichkeiten beschränken sich auf die im Gnome-Fundus enthaltenen Programme. Die wichtigsten Systemeinstellungen erreichen Sie über Einstellungen aus der Anwendungsübersicht oder den dritten Starter von rechts in der Toolbar (Abbildung 4). Zusätzlich bringt das System mit Gnome Tweak ein weiteres grafisches Optimierungswerkzeug mit, das sich primär mit dem optischen Erscheinungsbild der Arbeitsoberfläche beschäftigt. Sie starten es aus der Werkzeugleiste am unteren Bildschirmrand heraus über einen Klick auf den vierten Starter von rechts.

Abbildung 4: Das Einstellungsfenster fasst Konfigurationsoptionen für das System zusammen.

Integrationswillig

Gelegentlich kommt es vor, dass wichtige Anwendungen nur für andere Betriebssysteme verfügbar sind und sich normalerweise unter Linux nicht nutzen lassen. Das Wine-Projekt stellt zwar durch Nachbildung der Windows-API einen recht leistungsfähigen Emulator zur Verfügung, doch der erfordert einigen Installationsaufwand und bei zahlreichen Programmen besondere Einstellungen. Aus diesem Grund beinhaltet Apricity OS von Haus aus zusammen mit Wine die für Um- und Einsteiger bestens geeignete Lösung PlayOnLinux [5].

PlayOnLinux beinhaltet eine Datenbank mit den optimalen Wine-Einstellungen für den Start von zahlreichen Windows-Anwendungen unter Linux. Beim Aufruf öffnet PlayOnLinux ein kleines Einstellungsfenster, das zudem dem Steuern der Fremdanwendungen dient. Dort bietet das Programm anschließend die Option, aus bereits getesteten, nach Gruppen sortierten Anwendungen das Gewünschte auszuwählen oder aber eine neue Applikation zu installieren (Abbildung 5).

Abbildung 5: Windows-Programme einfacher als unter Windows selbst – dank PlayOnLinux.

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