Inbetriebnahme

Im Vergleich zu herkömmlichen Tintenstrahldruckern müssen Sie bei den EcoTank-Modellen etwas mehr Vorsicht beim Aufstellen an den Tag legen. Nach der Inbetriebnahme sollten Sie den Drucker nicht mehr kippen, da die Tinte aus den Tanks auslaufen könnte. Zum Betanken klappen Sie die Deckel der Tanks auf, öffnen die Tintenflasche und kippen den vollständigen Inhalt in den Behälter. Halten Sie dabei etwas Küchenpapier bereit, da dies nicht ganz ohne Spritzer gelingt. Danach verbinden Sie den Drucker mit dem Netzkabel und warten, bis das Gerät die Tinte ansaugt und Sie durch die Ersteinrichtung führt.

Für die Netzwerkkonfiguration öffnen Sie das Netzwerkmenü des Druckers, lesen die per DHCP zugeteilte IP aus und öffnen diese am PC in einem Browser. Die Weboberfläche des Druckers präsentiert sich schnörkellos und aufgeräumt. Für fast alle Funktionen des Druckers bietet sie die entsprechenden Einstellungen. Ab jetzt empfängt das Gerät seine Anweisungen von Rechnern jeglichen Betriebssystems und – mithilfe der Epson-App – auch von Smartphones und Tablets.

Netzwerk-Spaß

Epson stellt den Treiber, das Drucker-Dienstprogramm (Abbildung 2) sowie das Scanwerkzeug für verschiedene Linux-Distributionen im RPM- und DEB-Format sowie als Quellcode bereit [4]. Unter Ubuntu 15.04 LTS ließ sich das DEB-Paket des Druckertreibers ohne Probleme über die Paketverwaltung installieren. Bei den Paketen für den Scanner gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder Sie installieren die zwei in dem Archiv enthaltenen DEB-Pakete getrennt, oder Sie führen mit sudo ./install.sh das Installationsskript aus dem entsprechenden Verzeichnis heraus aus.

Abbildung 2: Epson liefert Treiber und Dienstprogramme für zahlreiche Linux-Distributionen mit.

Zur Konfiguration wechseln Sie dann in die Systemeinstellungen und fügen per Klick auf das Plus-Symbol einen Drucker hinzu. Im Dialog wählen Sie die Netzwerkdrucker aus – dort sollte der ET-4550 automatisch erscheinen. Klicken Sie ihn an und wählen Sie rechts unter Connections den Punkt IPP network printer via DNS-SD aus. Nach Eingabe eines Namens und einer Beschreibung ist der Drucker unter Linux einsatzfähig.

Für den Scanner müssen Sie nach dem Installieren der Pakete die Datei /etc/imagescan/imgescan.conf mit Root-Rechten bearbeiten. Dort aktivieren Sie die drei Zeilen, die mit myscanner beginnen. Außerdem editieren Sie die erste Zeile, sodass diese auf die aktuelle Netzwerkadresse des Druckers und den Port 1865 zeigt. Mit imagescan rufen Sie danach das Scan-Dienstprogramm von Epson auf. Auf unserem Testsystem traten an dieser Stelle Probleme auf: Die Vorschau lieferte zwar das erwartete Ergebnis, der finale Scan aber scheiterte. Erst mit Xsane als Alternative ließ sich der Epson-Scanner zur Kooperation bewegen (Abbildung 3).

Abbildung 3: Xsane scannt im Gegensatz zur Epson-App anstandslos von der Glasfläche und über den Dokumenteneinzug.

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Kommentare
Leider kein Treiber für die Ecotank-Modelle
Detlef Schneider (unangemeldet), Freitag, 01. September 2017 09:53:56
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Der Artikel hat mich interessiert, da ich schon lange den Kaffee auf habe, was diesen Patronen-Modellen angeht, unter dem Link gibt es lediglich Treiber für die Patronen-Modelle. Mich würde interessieren, ob die Ecotank-Modelle schon im Linux-Kernel integriert sind? Bei meinem Prähistorischem Epson war es kein Problem.

Gruß,

Detlef Schneider


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Re: Leider kein Treiber für die Ecotank-Modelle
Detlef Schneider (unangemeldet), Freitag, 01. September 2017 10:06:30
Ein/Ausklappen

Korrektur: Habe da wohl nicht die korrekte Bezeichnung eingegeben.

Danke für den Bericht!


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