Aktuelle Software im Kurztest

Angetestet

Download-Manager Aria2c 1.19.2, Clipboard-Verwalter CopyQ 2.5.0, Terminkalender Linux Reminders 1.1.0, Mediaplayer-Frontend Smplayer 15.9.0

Datensauger

Der effiziente Download-Manager Aria2c 1.19.2 bietet zahlreiche Optionen zum Steuern der Übertragung und nutzt die vorhandene Bandbreite optimal aus.

Der leistungsfähige Download-Manager Aria2c bietet eine große Funktionsvielfalt und unterstützt eine ganze Reihe von Übertragungsprotokollen. Dazu zählen neben den Klassikern wie Bittorrent, FTP und HTTP auch deren verschlüsselte Derivate. Zum Herunterladen müssen Sie sich nur noch die Parameter eines Clients für alle Protokolle merken. Bei der Datenübertragung setzt Aria2c auf das optimale Ausnutzen der verfügbaren Bandbreite. So unterstützt es beispielsweise den Download einer Datei aus mehreren Quellen, wozu sich laut den Entwicklern auch unterschiedliche Übertragungsprotokolle verwenden lassen. Über Kommandozeilenparameter legen Sie fest, in wieviele Einzelpakete Aria2c den Download unterteilt und welche Quellen es nutzt. Standardmäßig startet Aria2c maximal fünf Übertragungen parallel. Mit dem Parameter -j passen Sie diesen Wert an ihre Bedürfnisse an. Ähnlich wie Wget können Sie auch Aria2c eine Datei mit Links zum Download übergeben. Der Dateiaufbau entspricht dem von Wget, je ein Link pro Zeile. Für Downloads aus verschiedenen Quellen geben Sie die Quell-Links in einer Zeile durch Tabulatoren getrennt an. Bricht die Übertragung ab, weisen Sie mit dem Parameter -c das Tool an, an der Abbruchstelle erneut anzusetzen. Das spart Zeit, klappt jedoch nur bei HTTP respektive FTP und setzt voraus, dass der Server die Funktion ebenfalls unterstützt. In wieviele Teile Aria2c einen Download aufspaltet, legen Sie über den Parameter -s fest. Um die Konfiguration vor dem Einsatz zu prüfen, starten Sie mit --dry-run einen Probelauf. Aria2c prüft dann lediglich die Parameter und die Verfügbarkeit der Datei auf Quellseite, überträgt sie jedoch nicht. Daneben bietet Aria2c eine Vielzahl von Einstellungsoptionen für die diversen Übertragungsprotokolle – hier lohnt ein Blick in die ausführliche Manpage.

Aria2c 1.19.2

Lizenz: GPLv2

Quelle: https://github.com/tatsuhiro-t/aria2

Schnipseljongleur

CopyQ 2.5.0 erweitert den Funktionsumfang der Zwischenablage um Möglichkeiten zum Verwalten, Nachbearbeiten und Exportieren von Inhalten.

Links oder Textzeilen via Zwischenablage zwischen einzelnen Anwendungen auszutauschen, das zählt für viele Anwender zum Tagesgeschäft. Das Tool CopyQ erweitert den Funktionsumfang der Zwischenablage und liefert damit noch mehr Möglichkeiten, den Inhalt der Zwischenablage zu verarbeiten. Nach dem Start integriert sich das Tool mit einem Scheren-Symbol in den System-Tray der jeweiligen Arbeitsoberfläche. Klicken Sie mit der rechten Maustaste an, gelangen Sie zu den wichtigsten Grundfunktionen, wie der Konfiguration und dem eigentlichen Programmfenster. Letzteres öffnet sich auch, wenn Sie einfach auf das Symbol klicken. Nach dem Start überwacht CopyQ die Zwischenablage des X-Servers und fügt alle Einträge in seine Liste ein, die Sie durch Kopieren oder Ausschneiden in die Zwischenablage befördern. Die Liste lässt sich nach Wunsch bearbeiten und das Tool sichert sie beim Programmende. Dabei beschränkt sich CopyQ keineswegs auf reinen Text: Auch HTML-Dokumente oder Bilder finden in der Liste Platz. Zur intensiven Nutzung können Sie auch mehrere Listen als Reiter öffnen. Dazu legen Sie in der Konfiguration fest, welcher Reiter die Zwischenablage auf Neuzugänge überwacht. Via Drag & Drop verschieben Sie Einträge zwischen den Reitern und sortieren so beispielsweise per Copy & Paste erfasste Informationen nach ihrem Ursprung. Darüber hinaus bietet CopyQ die Möglichkeit, jeden Eintrag mit einer Notiz und Kommentaren zu versehen. Eine Import/Export-Funktion erlaubt das Speichern der Inhalte aus einer Reiterliste als separate Datei, die sich auf einem anderen System wieder einlesen lässt. CopyQ gibt es nicht nur für Linux, sondern auch für Mac OS X und Windows, sodass sich hier zahlreiche Möglichkeiten ergeben.

CopyQ 2.5.0

Lizenz: GPLv3

Quelle: https://github.com/hluk/CopyQ

Terminwächter

Die schlichte und schlanke Terminverwaltung Linux Reminders 1.1.0 glänzt mit einem minimalen Ressourcenbedarf.

Bei Linux Reminders oder kurz Reminders ist der Name Programm. Das Tool merkt alle eingegebenen Termine und erinnert Sie, wenn ein Termin ansteht. Dabei beschränkt es sich rein auf die Termine und lässt Kalender- oder Adressfunktionen außen vor, frei nach der Unix-Prämisse "ein Tool für eine Aufgabe". Nach dem Start platziert sich Reminders in Form eines Uhr-Icons in der Symbolleiste der Arbeitsoberfläche. Per Klick mit der rechten Maustaste rufen Sie das Kontextmenü auf, um neue Termine anzulegen, die Dokumentation zu wälzen oder das Programm zu beenden. In der übersichtlichen Oberfläche zur Termineingabe wählen Sie in einem Kalender das fragliche Datum aus und geben darunter den Alarmierungszeitpunkt an. Über ein Auswahlmenü neben der Zeitangabe legen Sie gegebenenfalls Wiederholungszeiträume fest, von von Minutenintervallen über stündliche und monatliche bis hin zu jährlichen Erinnerungen. Geben Sie einen Wochentag als Parameter an, fragt Reminders nach, am wievielten Wochentag des Monats die Erinnerung erfolgen soll. Standardmäßig alarmiert es Sie zwei Minuten vor dem Termin, das lässt sich auch nicht ändern. Zur Alarmierung öffnet Reminders ein kleines Fenster mit der Zeitangabe und dem zum Termin eingegebenen Text. Über ein Snooze-Intervall verschieben Sie die Alarmierung um einige Minuten, einen Tag oder eine Woche.

Linux Reminders 1.1.0

Lizenz: GPLv2

Quelle: http://sourceforge.net/projects/linux-reminders/

Zwergkino

Mit Smplayer 15.9.0 steht Ihnen eine komfortable grafische Benutzeroberfläche für den leistungsfähigen Mediaplayer Mplayer zur Verfügung.

Wie der Name bereits erkennen lässt, handelt es sich bei Smplayer um ein grafisches Frontend für Mplayer und Mplayer2. Das Tool bildet in seiner Oberfläche alle wichtigen Funktionen der beiden Mediaplayer ab, sodass Sie ohne weitere Parametereingabe Videos betrachten können. Die Oberfläche von Smplayer präsentiert sich im klassischen Player-Design: Unten im Fenster finden sich die Bedienelemente zum Abspielen, Anhalten sowie für Vor- und Rücklauf. Über Ausklappmenüs legen Sie dabei die Geschwindigkeit des Spulens fest. Bedienelemente am oberen Fensterrand ermöglichen den Wechsel ins nächste Kapitel sowie die Wahl von Tonspur und Untertiteln, falls vorhanden. Auch Bildschirmfotos des laufenden Videos erstellt Smplayer bei Bedarf. Installieren Sie das Zusatzwerkzeug Smtube, kommt Smplayer auch mit Youtube-Inhalten zurecht. Neben Video- und Audio-Dateien aller Art spielt es auch Datenträger wie VCDs, CDs oder DVDs ab. Verschiedene Filterfunktionen erlauben es dabei, die Wiedergabe individuell zu gestalten, indem Sie etwa den Ton normalisieren, das Bild entrauschen oder rotieren, schwarze Bildränder einfügen und die Seitenverhältnisse anpassen. Neben den interaktiven Einstellungen zur Wiedergabe bietet das Konfigurationsmenü noch weitere Optimierungsparameter. Hier passen Sie das Buffering an, legen Caching-Einstellungen für die jeweiligen Medien fest und treffen Gerätetreibereinstellungen für die Audio- und Video-Wiedergabe. Meist erkennt Smplayer hier aber die richtigen Einstellungen automatisch. Finden Sie eine Mplayer-Konfigurationsoption nicht im Smplayer-Menü wieder, geben Sie sie einfach in den erweiterten Optionen von Smplayer als Aufrufparameter für Mplayer an.

Smplayer 15.9.0

Lizenz: GPLv2

Quelle: http://smplayer.sourceforge.net/

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  • Kanalbündelung
    Selbst in Zeiten von DSL tröpfeln die Daten manchmal nur langsam durch das Kabel. Aria2 sorgt durch kombinierte Verbindungen in vielen Fällen für mehr Geschwindigkeit.
  • Effiziente Zwischenablage mit CopyQ
    Wer produktiv arbeitet, nutzt die Copy-Paste-Funktion ausgiebig. Mit CopyQ erweitern Sie das Kurzzeitgedächtnis des Desktops und greifen so schnell auf kopierte Inhalte zurück.
  • Angetestet
    Clipboard-Verwalter CopyQ 2.4.5, Datenbank-Manager LazSQLX 4.0.1.1232, schlanker Bildbetrachter Lumee 0.3, Konsolen-Mailclient Mpop 1.2.2
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