Nummer sicher

Der Treiber, denn darum handelt es sich bei Mhddfs im Endeffekt, konzentriert sich in klassischer Unix-Manier auf eine Sache und macht diese gut. Er bietet jedoch keinerlei Sicherheit bei Ausfällen. Der Defekt einer Festplatte im Verbund führt also zum Datenverlust. Als Nachteil erweist sich in der Praxis, dass Sie nicht wissen, wo die Software eine neue Datei speichert, und somit keine Kenntnis haben, welche Daten verloren gehen, wenn eine der Festplatten das Leben aushaucht.

Dagegen hilft nur ein Backup der beteiligten Daten. Mhddfs kommt häufig im Duo mit SnapRAID [6] zum Einsatz, um ein wenig mehr Sicherheit zu gewährleisten. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, den Verbund so zu spiegeln, wie er ist. Dazu legen Sie auf der Backup-Platte eine zweite Instanz von Mhddfs an und synchronisieren beide Instanzen mittels Rsync oder einem ähnlichen Werkzeug [7].

Fazit

Der einzige Nachteil beim Einsatz von Mhddfs liegt in einer um rund fünf Prozent verminderten Leistung beim Übertragen von Daten. Das ist FUSE geschuldet und sollte sich verschmerzen lassen. Davon abgesehen spricht alles für den Einsatz von Mhddfs, vor allem, da die Möglichkeit besteht, den Verbund über Samba und NFS einzuhängen – das eröffnet vielfältige Möglichkeiten. Auf diese Weise ließen sich etwa ein NAS, die TV-Software VDR oder ein Mediacenter der Wahl weiter automatisieren. Mhddfs eignet sich zwar nicht nur für Multimediadaten, macht jedoch insbesondere dort aufgrund der Größe, die solche Sammlungen mitunter annehmen, eine besonders gute Figur. 

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