Versionierung

Der Punkt Dateiversionierung (Abbildung 7) bietet verschiedene Modi an, um Sicherungskopien geänderter Daten aufzubewahren. Im einfachsten Fall schalten Sie die Funktion ab oder nutzen eine einfache Versionierung, bei der die Software eine festgelegte Anzahl von Kopien der gelöschten oder geänderten Dateien im versteckten Verzeichnis .stversions/ ablegt. Die stufenweise Versionierung dagegen orientiert sich an einem vorgegebenen Verfallsdatum für die Kopien. Bei der externen Versionierung schiebt ein externer Befehl die Versionierung an.

Abbildung 7: Die integrierte Versionierungsroutine erlaubt das genaue Festlegen, wie oft oder wie lange sie Änderungen an Dateien vorhält.

Die Option Berechtigungen ignorieren benötigen Sie lediglich, wenn das hinzugefügte Verzeichnis auf einer FAT-Partition liegt. Unter Teilen mit diesen Geräten wählen Sie diejenigen Geräte aus, mit denen Sie das Verzeichnis abgleichen möchten. Unter Ignoriermuster nehmen Sie komplette Unterverzeichnisse von der Synchronisierung aus.

Systemeinbindung

Um Syncthing beim Start des jeweiligen Geräts automatisch mitzuladen, müssen Sie derzeit noch selbst Hand anlegen. Das gilt für alle Distributionen, die Systemd nutzen, also auch für Raspbian und Arch Linux. Legen Sie dazu eine Servicedatei mit dem Inhalt aus Listing 3 an und nennen Sie sie syncthing.service.

Listing 3

[Unit]
Description=Syncthing - Open Source Continuous File Synchronization
Documentation=http://docs.syncthing.net/
After=network.target
[Service]
Environment=STNORESTART=yes
ExecStart=/usr/bin/syncthing -no-browser -logflags=0
Restart=on-failure
SuccessExitStatus=2 3 4
RestartForceExitStatus=3 4
[Install]
WantedBy=default.target

Danach erstellen Sie das Verzeichnis ~/.config/systemd/user und verschieben die Datei dorthin. Danach geben Sie als normaler Benutzer die ersten beiden Zeilen aus Listing 4 ein. Nach einem Neustart des Rechners sollte Syncthing nun automatisch starten. Klappt das nicht, hilft das Kommando aus Zeile 3 von Listing 4 bei der Fehlersuche.

Listing 4

$ systemctl --user enable syncthing.service
$ systemctl --user start syncthing.service
$ systemctl -l status syncthing.service

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