Neue Bekanntschaften

Nachdem Sie diesen Dialog auf allen beteiligten Knoten konfiguriert haben, geht es an das Bekanntmachen der Geräte untereinander. Dazu dient die auf jedem Gerät beim ersten Start aus den Informationen im Zertifikat erzeugte 46-stellige Geräte-ID, die Sie über den Unterpunkt ID anzeigen erreichen (Abbildung 4). Diese ID verteilen Sie entweder per USB-Stick in einem Textfile, per E-Mail oder über einen Webdienst wie Dropbox an die entsprechenden Geräte. Diese IDs müssen Sie nun bei Gerät hinzufügen samt dem vorher vergebenen Gerätenamen eintragen (Abbildung 5).

Abbildung 4: Ein Klick auf ID anzeigen öffnet dieses Fenster, das neben der Identifikationsnummer auch einen QR-Code mit der Nummer enthält.
Abbildung 5: Im Dialog Gerät hinzufügen gestatten Sie anderen Devices den Austausch der Daten. Dabei legen Sie im Detail fest, welche das sind.

Geben Sie zuerst den Gerätenamen ein, dann liest Syncthing die ID automatisch aus und fragt, ob Sie das Gerät akzeptieren. Bei Verteilergerät bestimmen Sie, ob Sie alle beim Verteilersystem eingetragenen Knoten auch auf dem neuen Gerät eingetragen lassen möchten. Die ID und der eindeutige Gerätename erlauben es, nicht nur Daten auf Ihren Geräten synchron zu halten, sondern auch Inhalte mit Arbeitskollegen und Freunden zu teilen.

Verzeichnisse hinzufügen

Beim ersten Start von Syncthing erstellt die Software im Heimverzeichnis des jeweiligen Geräts als Standard den Ordner Sync/ und synchronisiert darin abgelegte Inhalte automatisch. Bei größeren Datenmengen erweist es sich aber als übersichtlicher, weitere Ordner freizugeben (Abbildung 6). Nach einem Klick auf Verzeichnis hinzufügen tragen Sie in die Maske bei Verzeichnis ID eine eindeutige Bezeichnung des Ordners ein und navigieren dann zum Zielverzeichnis. Das Verzeichnis muss auf allen Rechnern eingerichtet und die ID identisch sein; der jeweilige Zielordner darf einen abweichenden Namen tragen.

Abbildung 6: Der Dialog zum Hinzufügen eines neuen Verzeichnisses bietet vielfältige Einstellungsmöglichkeiten.

Bei den weiteren Einstellungen beachten Sie die Option Keine Veränderungen zulassen. Ein gesetzter Haken schützt die Daten in diesem Verzeichnis vor Veränderung durch andere Knoten. Ungeachtet dessen verteilt Syncthing auf diesem Gerät vorgenommene Veränderungen aber auf den Rest des Verbunds. Erst wenn Sie beispielsweise eine Datei in dem geschützten Verzeichnis löschen, verschwindet sie auch auf den anderen Geräten.

Die Option Suchintervall sollten Sie auf dem RasPi sehr konservativ handhaben, um den kleinen Rechner nicht zu überfordern. Für den Fall eines Falls bietet das Interface ersatzweise die Option Alle überprüfen, um jederzeit per Mausklick alle beteiligten Verzeichnisse auf Änderungen zu checken und gegebenenfalls einen automatischen Abgleich zu starten.

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