Im Vergleich

In unserem Praxistest musste sich der Sundtek-Stick mit Geräten der Mitbewerber Elgato und Avermedia messen. Im Vergleich zur Konkurrenz ist der Sundtek zwar ein wenig größer, dafür deckt er jedoch mit DVB-T/T2, DVB-C und Analog-TV über Kabel die größte Bandbreite an Fernsehnormen ab. Auch bei der Treiberunterstützung leistet sich der Sundtek-Stick keine Schwächen: Während unserer Tests traten unter verschiedenen Distributionen mit unterschiedlichen Kernel-Versionen weder bei der Installation noch im laufenden Betrieb Probleme auf.

Beim terrestrischen Empfang mit der jeweils mitgelieferten Antenne hatten die beiden Mitbewerber ebenfalls das Nachsehen: Der MediaTV Pro III punktete hier mit seinen guten Empfangseigenschaften besonders gegenüber dem Elgato-Gerät deutlich. Durchweg zeigten die Sendersuchläufe beim Sundtek-Gerät die beste Empfangsstärke, woraus später saubere Empfangseigenschaften resultierten. Die Mitbewerber missfielen bei schwächer einfallenden Sendern mit Klötzchen-Artefakten im Bild und teils stotternder Audio-Übertragung.

In jedem Fall bietet der Sundtek-Stick mehr Zukunftssicherheit als die beiden Konkurrenten: Der MediaTV Pro III verfügt als einziger der drei Kandidaten über einen DVB-T2-Tuner, sodass er sich auch nach 2016 für den Empfang terrestrisch ausgestrahlter Sendungen eignet.

Fazit

Im Test überzeugt der Sundtek MediaTV-Pro-III-Stick auf voller Linie. Die zahlreichen unterstützten TV-Standards sowie die integrierte Video-Grabber-Funktion machen das Gerät zu einem universell einsetzbaren Empfänger. Nicht zuletzt aufgrund der exzellenten Treiberunterstützung, die die bekannten Stolpersteine unter Linux elegant umgeht, steht der Sundtek-Stick den Platzhirschen unter den mobilen TV-Empfängern in nichts nach. Hinzu kommt, dass der Hersteller Treiber für andere freie Betriebssysteme wie FreeBSD entwickelt und auch Treiber für diverse NAS-Systeme anbietet.

Durch die Unterstützung von Googles Betriebssystem Android lässt sich der Stick zudem mit Android-Tablets nutzen, sodass die bei anderen Modellen mangels Betriebssystemunterstützung nötige Anschaffung eines speziellen Empfängers entfällt. Der Sundtek MediaTV Pro III empfiehlt sich daher uneingeschränkt für Linux-Anwender ebenso wie für den Einsatz in heterogenen Umgebungen. Als einziges Manko mag das Fehlen eines CI+-Kartenslots gelten. So bleibt HDTV-Genuss auf die öffentlich-rechtlichen Fernsehstationen beschränkt. Die grundverschlüsselten Privatsender bekommen Sie trotz Digital-TV nur in SD-Qualität auf den Schirm. 

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