Verspielt

Der Touch Lux 3 bietet über die Funktionalität als E-Book-Reader hinaus noch einige Sonderfunktionen: So finden Sie beispielsweise gleich mehrere Spiele, darunter Klondike, Schach und Scribble. Zusätzlich gibt es einen RSS-Newsreader, eine Taschenrechner-App sowie ein Wörterbuch. Hierbei handelt es sich um ein englisch-deutsches Wörterbuch des russischen Anbieters Abbyy Lingvo. Diese Zusatzprogramme erreichen Sie ebenso wie die Cloud- und Synchronisationsdienste, indem Sie im Hauptfenster des Readers unten mittig auf die zwei kleinen Linien tippen (Abbildung 2).

Abbildung 2: Der PocketBook-Reader bietet erheblich mehr Software als herkömmliche Lesegeräte.

Calibre erkennt den Touch Lux 3 noch nicht nativ. Sie müssen den Reader im Einstellungsdialog als Generic-Reader definieren. Sobald Sie dann den Touch Lux 3 über das mitgelieferte USB-Kabel mit dem Host-Computer verbinden, möchte das Gerät wissen, ob es lediglich den Akku laden oder als Massenspeicher fungieren soll.

Wählen Sie hier die Option PC-Anschluss, blendet die Software einen entsprechenden Hinweis auf dem Display ein, und das Linux-System erkennt den Reader als Wechseldatenträger Pocket626. Während das Gerät am Rechner hängt, lassen sich die vier Tasten des PocketBook-Lesers nicht bedienen. Die Sperre löst sich erst mit dem Abziehen des USB-Kabels vom Computer. Calibre bindet den Reader mit den entsprechenden Einstellungen automatisch ein und ermöglicht eine bequeme Bibliotheksverwaltung. Der Touch Lux 3 reagiert beim Hochladen von Büchern sehr zügig.

TrekStor Pyrus 2

Der bereits seit längerer Zeit für 65 Euro im Handel erhältliche E-Book-Reader Pyrus 2 [5] des deutschen Herstellers TrekStor weist wie der Vorgänger ein 6-Zoll-Display mit einer Auflösung von 600 x 800 Punkten auf. Während das ältere Modell ein Digital-Ink-Display besaß, bietet der Pyrus 2 einen Pearl-Bildschirm des Unternehmens E-Ink [6] samt einer zuschaltbaren LED-Beleuchtung. Damit eignet er sich zum Lesen in dunklen Umgebungen, wobei sich die Helligkeit der Hintergrundbeleuchtung variabel in zehn Stufen einstellen lässt. Zusätzlich bietet das Pearl-Display im direkten Vergleich mit dem Digital-Ink-Bildschirm des Vorgängers einen etwas besseren Kontrast. Der Pyrus 2 besitzt wie die meisten E-Book-Reader der Einstiegsklasse 2 GByte internen Speicherplatz, wobei sich dieser über den MicroSD-Einschub um bis zu 32 GByte aufrüsten lässt.

Die äußeren Abmessungen und das Gewicht des Pyrus 2 unterscheiden sich kaum von jenen des Vorgängers, die Software hat TrekStor jedoch deutlich weiterentwickelt. Der Eingangsbildschirm wirkt dank besserer Strukturierung in zwei Spalten übersichtlicher. Eine Icon-Leiste am unteren Bildschirmrand bietet außerdem schnellen Zugriff auf die wichtigsten Funktionen. Der Pyrus 2 bringt zudem eine eigene Bedienphilosophie mit: Alle Steuertasten befinden sich nun auf der Frontseite unterhalb des Displays, was das bequeme Bedienen ermöglicht. Die beim Vorgänger seitlich angebrachten Drucktasten zum Vor- und Zurückblättern um jeweils eine Seite fielen dem Rotstift zum Opfer. Ins Auge sticht die exzellente Verarbeitung des Geräts, die alle anderen Probanden in den Schatten stellt.

Bei ungünstigen Lichtverhältnissen schalten Sie die LED-Beleuchtung hinzu, indem Sie die mittig im Tastenkreuz angebrachte Taste rund drei Sekunden lang gedrückt halten. In gleicher Weise deaktivieren Sie die Beleuchtung auch wieder. Im Test fiel die LED-Beleuchtung sehr gleichmäßig aus und zeigte lediglich am unteren Rand kaum wahrnehmbare Lichthöfe, sodass keine störenden Helligkeitsunterschiede beim Lesen auftraten. Der Pyrus 2 bietet keine alternativen Schriften zur Darstellung der Inhalte an, in den meisten Formaten lässt sich die Schriftgröße jedoch in sechs Schritten verändern. Dies geschieht im laufenden Betrieb, indem Sie die ganz rechts gelegene Taste etwa drei Sekunden lang drücken. Der Reader blendet daraufhin das Schriftmenü ein, in dem Sie die gewünschte Anpassung vornehmen (Abbildung 3).

Abbildung 3: Der Pyrus 2 (rechts) bietet eine sehr gute Beleuchtung des Displays bei ungünstigen Umgebungsbedingungen.

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