AA-123RF-28954643-Sergey_Novikov-123RF.jpg

© Sergey Novikov, 123RF

Vier E-Book-Reader mit Linux im Test

Leseratten

E-Book-Reader erfreuen sich nach wie vor großer Beliebtheit. Damit Sie im unüberschaubaren Angebot das richtige Gerät finden, stellen wir vier aktuelle Linux-Modelle vor.

Nicht nur vor dem Weihnachtsfest denkt so mancher Anwender daran, sich einen E-Book-Reader zu kaufen. Doch die Übersicht auf dem Markt fällt zunehmend schwerer: Neben einfachen Geräten gibt es Reader mit WLAN oder mit beleuchtbarem Display, die Auflösungen ebenso wie die Display-Größen variieren und auch unter der Haube gibt es immer mehr Alternativen. Neben Linux, das man bei Geräten aller Leistungsklassen findet, buhlen vermehrt Reader mit Android oder proprietären Betriebssystemen um die Gunst der Käufer. Doch damit nicht genug: Auch die Vielfalt an unterschiedlichen Formaten erschwert die Auswahl. Daher empfiehlt es sich, vor dem Kauf eines Lesegeräts genau zu prüfen, ob es die gestellten Anforderungen auch erfüllt.

Dreistigkeiten

Nirgendwo versuchen Hersteller und Anbieter derart dreist, Käufer in ihren Freiheiten einzuschränken und an sich zu binden, wie im Markt der E-Book-Reader. Die Palette an Gängelungen erstreckt sich von Zwangsregistrierungen, ohne die sich ein neues Gerät nicht in Betrieb nehmen lässt, über fest vorinstallierte Buchshops, die den Kunden auf ein Angebot festlegen sollen, bis hin zu Readern, die nur ganz bestimmte Formate unterstützen. Die proprietären Formate schränken die Freiheit des Käufers oft derart ein, dass er beispielsweise keine E-Books aus öffentlichen Bibliotheken ausleihen und auf den betroffenen Lesegeräten nutzen kann.

Auch wenn es darum geht, Leser auf einen bestimmten Buchshop festzulegen, agieren manche Hersteller ohne Skrupel. Kaufen Nutzer ihre E-Books beim "falschen" Anbieter, funktionieren oft Komfortfunktionen wie Textmarkierungen und Lesezeichen nicht mehr. Obendrein setzen viele große Verlage und Buchhandelsketten auf sogenanntes hartes DRM: Das verhindert mithilfe der Software Adobe Digital Editions das Erstellen von Kopien, setzt unter Linux jedoch den Windows-Emulator Wine voraus. Zudem wurde im Jahr 2014 publik, dass der US-Hersteller Adobe mithilfe seiner Software zeitweilig die arglosen Käufer von E-Books ausspionierte [1].

Es empfiehlt sich daher, möglichst nach Angeboten mit "weichem" DRM Ausschau zu halten, das E-Books durch integrierte digitale Wasserzeichen gegen missbräuchliche Nutzung zulasten der Urheber schützt. Obendrein finden sich auch viele Werke der klassischen Weltliteratur, die inzwischen frei von Urheberrechten vorliegen, im Internet. Sie lassen sich in aller Regel kostenfrei aus dem Netz laden [2].

Testkriterien

Für unseren Test suchten wir nach aktuellen E-Book-Readern, die mit Linux arbeiten und obendrein mehrere gängige Dateiformate unterstützen. Als KO-Kriterium betrachteten wir eine feste Verdrahtung des herstellereigenen Buchshops und den Ausschluss alternativer E-Book-Quellen. Entsprechende Geräte fielen ebenso als Testkandidat durch wie solche, die eine Zwangsregistrierung vor Inbetriebnahme voraussetzen.

Im Praxistest mussten sich die verbliebenen Kandidaten dann in den Punkten Display-Auflösung, Darstellungsqualität, ergonomische Bedienerführung, Kompatibilität zur freien Standardsoftware Calibre sowie Verarbeitungsqualität und allgemeiner Handhabung im Zusammenspiel mit dem Computer beweisen.

Diesen Artikel als PDF kaufen

Express-Kauf als PDF

Umfang: 8 Heftseiten

Preis € 0,99
(inkl. 19% MwSt.)

LinuxCommunity kaufen

Einzelne Ausgabe
 
Abonnements
 
TABLET & SMARTPHONE APPS
Bald erhältlich
Get it on Google Play

Deutschland

Ähnliche Artikel

Kommentare

Infos zur Publikation

LU 11/2017: Server für Daheim

Digitale Ausgabe: Preis € 8,50
(inkl. 19% MwSt.)

LinuxUser erscheint monatlich und kostet 5,95 Euro (mit DVD 8,50 Euro). Weitere Infos zum Heft finden Sie auf der Homepage.

Das Jahresabo kostet ab 86,70 Euro. Details dazu finden Sie im Computec-Shop. Im Probeabo erhalten Sie zudem drei Ausgaben zum reduzierten Preis.

Bei Google Play finden Sie digitale Ausgaben für Tablet & Smartphone.

HINWEIS ZU PAYPAL: Die Zahlung ist ohne eigenes Paypal-Konto ganz einfach per Kreditkarte oder Lastschrift möglich!

Stellenmarkt

Aktuelle Fragen

Lieber Linux oder Windows- Betriebssystem?
Sina Kaul, 13.10.2017 16:17, 3 Antworten
Hallo, bis jetzt hatte ich immer nur mit
IT-Kurse
Alice Trader, 26.09.2017 11:35, 2 Antworten
Hallo liebe Community, ich brauche Hilfe und bin sehr verzweifelt. Ih bin noch sehr neu in eure...
Backup mit KUP unter Suse 42.3
Horst Schwarz, 24.09.2017 13:16, 3 Antworten
Ich möchte auch wieder unter Suse 42.3 mit Kup meine Backup durchführen. Eine Installationsmöglic...
kein foto, etc. upload möglich, wo liegt mein fehler?
kerstin brums, 17.09.2017 22:08, 5 Antworten
moin, zum erstellen einer einfachen wordpress website kann ich keine fotos uploaden. vom rechne...
Arch Linux Netzwerkkonfigurationen
Franziska Schley, 15.09.2017 18:04, 0 Antworten
Moin liebe Linux community, ich habe momentan Probleme mit der Einstellung des Lan/Wlan in Arc...