Stolpersteine

Die Endung .tgz steht nicht nur für Slackware-Pakete, sondern meistens für einfache Tarballs mit dem Quellcode eines Programms. Diese Dateien eigenen sich nicht für das Umwandeln mit Alien. Zur Installation müssten Sie so ein Programm in der Regel mit dem Linux-Dreischritt ./configure; make; make install kompilieren – weitere Informationen liefert meist eine README-Datei. Alien würde beim Versuch, so ein Paket im System zu installieren, im schlimmsten Fall den Quellcode-Dateien des Archivs quer über das System verstreuen.

Einen weiteren Stolperstein stellen Pakete dar, die nicht der Hardware-Architektur des Systems entsprechen. Nutzen Sie Alien auf einem 64-Bit-System, sollten Sie ausschließlich Pakete umwandeln, die vom Entwickler für 64-Bit-Architekturen gebaut wurden. Das erspart Probleme bei der Installation und die zeitaufwendige Suche nach der Fehlerquelle – zur Not lässt sich so ein Paket allerdings manuell anpassen.

Zudem sorgen in der Regel Abhängigkeiten für Schwierigkeiten, die für den Einsatz des Programms in einer bestimmten Version vorliegen müssen und die es auf dem Zielsystem in dieser Variante nicht gibt. In diesem Fall empfiehlt es sich, diese Abhängigkeiten vom Quellsystem ebenfalls mit Alien zu konvertieren.

Fazit

Mit Alien installieren Sie Programme auch dann, wenn es die Wunschapplikation nicht in einer zur verwendeten Distribution kompatiblen Version gibt. Alien erweist sich jedoch oft als zweischneidiges Schwert: Auf der einen Seite erleichtert es die Installation nicht in der Paketverwaltung vorhandener Software, auf der anderen Seite kann ein umgewandeltes Paket das Paketmanagement gehörig aus dem Tritt bringen. Sie sollten daher auf Alien nur dann zurückgreifen, wenn es unbedingt sein muss.

Einen klassischen Fall stellt beispielsweise die Installation eines Druckertreibers dar: Manche Hersteller stellen diese nur als RPM-Paket zur Verfügung. Mit Alien bauen Sie daraus schnell ein DEB-Paket. Bei Open-Source-Software sollten Sie hingegen besser die Entwickler des Programms oder die Community der von Ihnen genutzten Distribution anschreiben, ob sie nicht ordentliche Pakete für die gewünschte Software bauen möchten. Oft lässt sich zudem mit ein wenig Recherche eine Paketquelle für das gewünschte Programm auftun. 

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