TeamDrive

Der in Deutschland beheimatete Cloud-Dienst TeamDrive unterliegt den scharfen deutschen Datenschutzrichtlinien. Das Hamburger Unternehmen TeamDrive Systems GmbH schaltet für Privatkunden 2 GByte kostenlosen Speicher in der Cloud frei, der sich über Freundschaftswerbungen auf maximal 10 GByte erweitern lässt. Benötigen Sie eine höhere Speicherkapazität, können Sie zwischen unterschiedlichen kostenpflichtigen Angeboten wählen.

TeamDrive stellt einen Linux-Client für verschiedene Paketverwaltungen und Hardware-Architekturen zum kostenlosen Download bereit [7]. Sie benötigen die Software zwingend für das Nutzen des Diensts. Darüber hinaus offeriert das Unternehmen auch Serverlösungen, die teilweise (je nach Nutzungsumfang) kostenfrei ausfallen und Daten lokal wie auch in der Cloud speichern. Nach dem Herunterladen installieren Sie den Client im Terminal. Während des Einrichtens erledigen Sie auch die Registrierung, wobei TeamDrive lediglich Benutzernamen, Passwort und E-Mail-Adresse abfragt. Nach Versand einer E-Mail an die angegebene Adresse und deren Bestätigung steht der Service zur Nutzung bereit (Abbildung 9).

Abbildung 9: Der Client von TeamDrive vereint alle wichtigen Angaben in einer Ansicht.

TeamDrive verwaltet die Daten in der Cloud in sogenannten Spaces. Lokal handelt es sich dabei um nichts anderes als Verzeichnisse, die es zu erstellen gilt. Über den Client nehmen Sie auch die komplette Verwaltung des Systems vor: So teilen Sie damit nicht nur Dateien mit anderen Mitgliedern, sondern definieren auch Backup-Läufe und konfigurieren die Synchronisation. Die im Service integrierte Verlaufsverwaltung erlaubt es, beim kollaborativen Arbeiten frühere Varianten einer Datei zu rekonstruieren. Sicherheitsaspekten trägt der Hamburger Anbieter in vorbildlicher Weise Rechnung: So überträgt er alle Daten SSL-verschlüsselt und chiffriert sie zuvor nach dem AES-256-Standard, wobei der Schlüssel auf dem Client-Rechner bleibt.

Über den Dialog Mitglieder einladen teilen Sie Ihre Daten mit anderen Nutzern. Dazu geben Sie lediglich die entsprechende E-Mail-Adresse ein und bestätigen diese mit einem anschließenden Klick auf Mitglieder einladen. Der Empfänger der Einladung erhält anschließend in seinem TeamDrive-Client die Einladungs-Mail mit Angabe der eingeräumten Rechte. Erst das Anklicken von Annehmen übernimmt die Freigabe und zeigt sie in der Spaces-Ansicht an (Abbildung 10).

Abbildung 10: Per E-Mail-Eingabe teilen Sie Daten in TeamDrive.

Yandex Disk

Yandex ist im Suchmaschinenmarkt kein Unbekannter: Im seiner Heimat Russland liegt das Unternehmen mit Sitz in Moskau bei einem Anteil von knapp 60 Prozent deutlich vor Google. In weiteren GUS-Staaten sowie der Ukraine und der Türkei expandiert Yandex mit unterschiedlichen Diensten ebenfalls zügig, wobei das Portfolio, ähnlich wie bei Google oder Yahoo, ein weites Spektrum abdeckt.

Der Cloud-Dienst Yandex Disk bietet seinen Kunden 10 GByte freien Speicherplatz, der sich durch das Anwerben von Neumitgliedern um weitere 10 GByte erweitern lässt. Für den darüber hinausgehenden Bedarf gibt es drei zusätzliche kostenpflichtige Angebote. Sofern Sie eine kostenfreie E-Mail-Adresse bei Yandex registrieren, erhalten Sie automatisch den entsprechenden Cloud-Speicher dazu. Sie können sich auch ohne E-Mail-Adresse bei Yandex für den Cloud-Dienst registrieren [8]. Anders als bei den bisher vorgestellten Diensten verschickt der Dienst nach dem Anmelden keine Bestätigungs-Mail, sondern eine SMS. Daher müssen Sie bei der Registrierung für den Cloud-Dienst anstelle einer E-Mail-Adresse zwingend Ihre Mobilfunknummer angeben. Nach erfolgreicher Anmeldung nutzen Sie Yandex Disk über eine eingängig zu bedienende Weboberfläche (Abbildung 11).

Abbildung 11: Yandex Disk kann ebenfalls Daten über das Web-Interface teilen.

Wie MyDrive überträgt Yandex die Daten SSL-verschlüsselt, legt sie jedoch unverschlüsselt in der Cloud ab. Yandex Disk unterstützt auch das WebDAV-Protokoll, mit dem Sie den Speicher nach Belieben ins lokale Dateisystem einhängen. Für Linux-Systeme bietet das Unternehmen Kommandozeilen-Clients an, welche die Datensynchronisation automatisch vornehmen [9]. Für KDE steht zusätzlich ein grafisches Tool zur Integration in den Dateimanager bereit [10].

Um Daten für andere Nutzer freizugeben, klicken Sie im Web-Interface von Yandex Disk oben mittig auf den Link Shared folders. Im folgenden Dialog geben Sie nach einem Klick auf die Schaltfläche Create shared folder die Ordner frei, deren Inhalte Sie teilen möchten. Anschließend legen Sie in einem übersichtlichen Dialog fest, wer welche Rechte auf den freizugebenden Ordner erhält, indem Sie dessen E-Mail-Adresse eingeben und die Freigabe entsprechend bearbeiten. Zuletzt klicken Sie auf den gelben Schaler Invite, um die Einladung an den Empfänger zu senden. Der erhält durch das Anklicken des entsprechenden Links darin Zugriff auf den freigegebenen Ordner.

Diesen Artikel als PDF kaufen

Express-Kauf als PDF

Umfang: 9 Heftseiten

Preis € 0,99
(inkl. 19% MwSt.)

LinuxCommunity kaufen

Einzelne Ausgabe
 
Abonnements
 
TABLET & SMARTPHONE APPS
Bald erhältlich
Get it on Google Play

Deutschland

Ähnliche Artikel

  • Sechs Cloud-Storage-Anbieter im Vergleich
    Gratis-Filehoster gibt es inzwischen wie Sand am Meer, doch bei der nativen Unterstützung für Linux wird die Auswahl schnell übersichtlich. Zwar kann der Marktführer Dropbox hier mithalten, doch die Konkurrenz klebt ihm bereits an den Fersen.
  • Dateien gemeinsam nutzen
    Mit TeamDrive bearbeiten mehrere Personen gemeinsam Dokumente – dabei kümmert sich die Software um Versionsverwaltung, Datensicherheit und hohe Verfügbarkeit. Der Hersteller erlaubt auch in der kostenlosen Version die gewerbliche Nutzung.
  • Die Cloud-Alternative Copy unter Linux
    Ähnlich wie Dropbox erlaubt es der kommerzielle Cloud-Speicher Copy, Daten sehr einfach zwischen dem Desktop-PC, dem Notebook und dem Smartphone zu synchronisieren oder mit Freunden zu teilen. Aber kann Copy den etablierten Anbietern dabei das Wasser reichen?
  • Amazon spendiert 5 GByte Online-Speicher

    Amazon verspricht Nutzern seines Dienstes Cloud Drive 5 GByte kostenlosen Datenspeicher.
  • Immer auf Stand
    Der neue Dienst MyTuxedo hält Daten synchron und integriert sich gut in das Linux-Ökosystem.
Kommentare
Noch ein Gratis Linux in der Cloud: IBM LinuxOne
Norbert Ziegeler (unangemeldet), Dienstag, 08. Dezember 2015 08:28:27
Ein/Ausklappen

Ist wohl für Entwickler und Studenten gedacht
https://developer.ibm.com/linuxone/


Bewertung: 224 Punkte bei 68 Stimmen.
Den Beitrag bewerten: Gut / Schlecht

Infos zur Publikation

LU 12/2017: Perfekte Videos

Digitale Ausgabe: Preis € 5,95
(inkl. 19% MwSt.)

LinuxUser erscheint monatlich und kostet 5,95 Euro (mit DVD 8,50 Euro). Weitere Infos zum Heft finden Sie auf der Homepage.

Das Jahresabo kostet ab 86,70 Euro. Details dazu finden Sie im Computec-Shop. Im Probeabo erhalten Sie zudem drei Ausgaben zum reduzierten Preis.

Bei Google Play finden Sie digitale Ausgaben für Tablet & Smartphone.

HINWEIS ZU PAYPAL: Die Zahlung ist ohne eigenes Paypal-Konto ganz einfach per Kreditkarte oder Lastschrift möglich!

Stellenmarkt

Aktuelle Fragen

Broadcom Adapter 802.11n nachinstallieren
Thomas Mengel, 31.10.2017 20:06, 2 Antworten
Hallo, kann man nachträglich auf einer Liveversion, MX Linux auf einem USB-Stick, nachträglich...
RUN fsck Manually / Stromausfall
Arno Krug, 29.10.2017 12:51, 1 Antworten
Hallo, nach Absturz des Rechners aufgrund fehlendem Stroms startet Linux nicht mehr wie gewohn...
source.list öffnet sich nicht
sebastian reimann, 27.10.2017 09:32, 2 Antworten
hallo Zusammen Ich habe das problem Das ich meine source.list nicht öffnen kann weiß vlt jemman...
Lieber Linux oder Windows- Betriebssystem?
Sina Kaul, 13.10.2017 16:17, 6 Antworten
Hallo, bis jetzt hatte ich immer nur mit
IT-Kurse
Alice Trader, 26.09.2017 11:35, 2 Antworten
Hallo liebe Community, ich brauche Hilfe und bin sehr verzweifelt. Ih bin noch sehr neu in eure...