Verwaltung

Die Systemverwaltung nehmen Sie in ALT Linux in den meisten Fällen mit lediglich zwei Werkzeugen vor: der Desktop-spezifischen Managementsoftware wie beispielsweise dem KDE-Kontrollzentrum und einem distributionsspezifischen Tool. Dieses System-Management-Center vereinigt die wichtigsten Einstelloptionen für die Nutzerverwaltung und für einige Netzwerkkomponenten. Außerdem stellen Sie hier die deutsche Tastaturbelegung ein. Das schlicht gehaltene Programm finden Sie im Untermenü Settings. Allerdings können Sie in dieser Software keinen Drucker installieren; im selben Untermenü finden Sie aber zusätzlich den Dialog zur Druckerkonfiguration (Abbildung 4).

Abbildung 4: Im Systemmanager nehmen Sie einige Einstellungen zur Systemkonfiguration vor.

Rescue-System

Neben dem Starterkit dürfte auch die als Rettungssystem vorgesehene Variante von ALT Linux auf Interesse stoßen. Die nur rund 300 MByte umfassende Hybrid-Distribution fällt bereits beim Start von CD oder einem USB-Stick aus dem üblichen Rahmen: Neben dem eigentlichen Rettungssystem steht ein forensischer Modus bereit, der im Computer vorhandene Laufwerke unangetastet lässt, und die "Rescue"-Variante bietet zusätzlich Optionen zur Hardware-Inventarisierung sowie für Speichertests an.

Die als Rescue LiveCD bezeichnete Startvariante geleitet Sie zunächst in eine Root-Shell ohne grafische Umgebung. Von hier aus können Sie nun verschiedenste vorinstallierte Werkzeuge auf der Kommandozeile nutzen. Diese ermöglichen es, komplette Massenspeicher im Netz zu sichern, defekte Master-Boot-Sektoren zu reparieren, gelöschte Dateien oder auch ganze Partitionstabellen zu rekonstruieren und Massenspeicher sicher zu löschen. Die 64-Bit-Variante der Rescue-Distribution ist außerdem in der Lage, auch auf Rechnern mit UEFI-Secure-Boot zu starten.

Durch den Zugriff auf das Sisyphus-Repository können Sie zusätzliche Software in das Rettungssystem integrieren. Allerdings existiert für das Rescue-System nur eine sehr rudimentäre englischsprachige Anleitung auf den Seiten von ALT Linux, sodass die Nutzung bereits vorhandene, tiefergehende Kenntnisse über die vorhandenen Werkzeuge und deren Bedienung voraussetzt [5].

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