Fazit

Syncthing ist in allen Bestandteilen frei, in ständiger Entwicklung und auf einem sehr guten Weg. Noch fehlt der Anwendung jedoch der letzte Schliff. Das soll aber keinesfalls heißen, Syncthing erfülle seinen Zweck nicht zuverlässig. Bei unserer Testreihe funktionierte die Synchronisation zwischen allen Geräten und in angemessener Zeit einwandfrei. Verzögerungen, wie etwa die rund einminütige Denkpause bei einem Neustart des Daemons (den es bei jeder Änderung an den Einstellung braucht), sind dem P2P-Prinzip geschuldet.

Der etwas unfertige Eindruck, der sich bei der vorliegenden Version 0.11.7 durchaus tolerieren lässt, entstand durch relativ häufige Fehlermeldungen, die trotz einwandfreier Synchronisation einen Fehler anzeigten, den es nicht gab. Beim vorherrschenden Entwicklungstempo sollte das Team rund um das Programm solche Kleinigkeiten aber bald ausräumen können.

Die Dokumentation, die derzeit ausschließlich auf Englisch vorliegt, hilft über die ersten Hürden bei der Einrichtung hinweg [12]; ein Youtube-Video erklärt auf Deutsch die Installation auf Debian und dessen Derivaten [13]. Dazu gibt es eine erweiterte Dokumentation [14], eine recht ausführliche FAQ [15] und eine Erklärung, wie man bei Bedarf die Netzwerkeinstellungen in Router und Firewall vornehmen muss [16].

Syncthing unterstützt viele Plattformen und eignet sich sowohl zur heimischen Datensynchronisation als auch zum Datenaustausch in Arbeitsgruppen oder mit Freunden. Die recht einfache Konfiguration und die fehlerfreie Synchronisation über mehrere Geräte lässt über die kleinen Nickeligkeiten hinwegsehen, die derzeit noch bestehen, und machen Syncthing zu einer empfehlenswerten freien Software, auf die vermutlich viele Anwender bereits gewartet haben. 

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