Konfiguration

Die ersten Schritte setzen voraus, dass Sie Syncthing auf allen Knoten starten, also allen Rechnern, die dem Verbund angehören sollen. Im ersten Schritt wenden Sie sich den Einstellungen des Web-Interfaces zu, die Sie über das Zahnrad-Symbol oben rechts auf der Webseite erreichen (Abbildung 3). Achten Sie hier besonders auf die Unterpunkte Einstellungen und ID anzeigen.

Abbildung 3: In den Einstellungen beschränken Sie den Zugriff auf die Weboberfläche.

Unter Einstellungen tragen Sie einen eindeutigen Gerätenamen ein, als Standard nutzt Syncthing den Hostnamen des Geräts. Sollten Sie mit der Bandbreite des Internetanschlusses sparsam umgehen müssen, beschränken Sie hier zudem die Datenraten. Der Standard 0 nutzt die komplett verfügbare Bandbreite. Falls vorhanden, aktivieren Sie hier UPNP und definieren, ob Syncthing den Rechner global und lokal bekannt machen soll. Zudem schalten Sie an dieser Stelle HTTPS ein und vergeben einen Nutzernamen mitsamt Passwort für die Weboberfläche.

Der Haken bei Anonymer Nutzungsbericht sendet Informationen an das Projekt, die Aufschluss über das Nutzerverhalten geben, um die Entwicklung dementsprechend anzupassen. Nähere Informationen vermittelt der Link hinter der Option. Die weiteren Optionen müssen Sie vorerst nicht weiter beachten. Alle Einstellungen lassen sich alternativ auch in ~/.config/syncthing/ einsehen und mit einem Texteditor bearbeiten.

Das Node-Netzwerk

Nachdem Sie die Einstellungen auf alle beteiligten Knoten übertragen haben, geht es an das Bekanntmachen der Geräte untereinander. Dazu dient die auf jedem Gerät beim ersten Start aus den Informationen im Zertifikat erzeugte, 46-stellige individuelle Geräte-ID, die Sie über den Unterpunkt ID anzeigen erreichen.

Diese ID übertragen Sie entweder in Form einer Textdatei mithilfe eines USB-Sticks, lesen sie mit einem Smartphone und einem Barcode-Scanner ein (Abbildung 4) oder verteilen sie per E-Mail oder diverse andere Webdienste. Im Syncthing-Frontend übernehmen Sie die ID dann über den Punkt Gerät hinzufügen samt des vorher vergebenen Gerätenamens. Mit der Option Verteilergerät bestimmen Sie, ob alle Knoten, die beim Verteilersystem eingetragen sind, auch auf dem neuen Gerät genutzt werden sollen.

Abbildung 4: Die ID Ihres Rechners lesen Sie am einfachsten über einen Barcode-Scanner ein.

Mittels der ID und des eindeutigen Gerätenamens halten Sie nun nicht nur Daten auf Ihren Geräten synchron, sondern teilen auch Inhalte mit Arbeitskollegen und Freunden. Die grafische Oberfläche von Syncthing-GTK konfigurieren Sie über das Syncthing-Icon oben links im Fenster unter UI-Settings. Dort erfolgt unter anderem das Einbinden des Dienstes in die Dateimanager von Gnome, Cinnamon oder Mate.

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