Steuern per Tastatur

Tastaturbenutzer wissen die vielen vordefinierten Tastaturkürzel zu schätzen, die Sie in den Einstellungen unter Navigation | Maus und Tastatur bei Bedarf nachjustieren. Um die vorhandenen Tastaturkürzel und die Liste geöffneter Tabs einzublenden, drücken Sie [F2] (Abbildung 6). Der aus Google Chrome entliehene eingebaute Taskmanager ([Umschalt]+[Esc]) erweist sich bei vielen offenen Tabs als praktisches Hilfsmittel, um den Speicherhunger von einzelnen Webseiten zu eruieren. Ein Rechtsklick auf die Einträge ermöglicht eine feinkörnige Suche nach möglichen Speicherlecks. Für Webentwickler stehen die gleichen Entwicklerwerkzeuge wie in Chrome zur Verfügung.

Abbildung 6: Mit F2 rufen Sie den Dialog Kurzbefehle filtern auf. Er zeigt nicht nur die Liste der geöffneten Tabs, sondern auch die verfügbaren Tastenkürzel.

Fazit

Das Vivaldi-Projekt trat öffentlichkeitswirksam mit dem Ziel an, das "bessere Opera" zu werden. Zwar warten noch einige Unzulänglichkeiten darauf, dass die Entwickler sie in Angriff nehmen, doch stimmt die Richtung. Am relativ trägen Startverhalten etwa müssen sie noch feilen. Läuft Vivaldi allerdings einmal, so öffnen sich Webseiten wieselflink. Abgesehen von der fehlenden Auswahl an Erweiterungen und der noch nicht optimierten Startgeschwindigkeit steht Vivaldi Chrome in nichts Wesentlichem nach und bietet dem gegenüber sogar einige nützliche Zusatzfunktionen.

Bei den Funktionen schmerzt vor allem das Fehlen des E-Mail-Clients, für den schon ein Verweis im seitlichen Panel existiert. Da Operas Turbo-Modus, der Webseiten komprimiert ausliefert, eine verteilte Server-Infrastruktur voraussetzt, lässt dieses Feature sehr wahrscheinlich noch einige Zeit auf sich warten. Dagegen setzten die Macher den User-Wunsch nach HiDPI-Unterstützung für Retina-Displays und 4k-Monitore bereits um.

Für Vivaldi stehen derzeit Lokalisierungen in 40 Sprachen bereit [7]. Als nicht zu vernachlässigender Vorteil erweist sich die rege Community, die sich im Forum [8] und in IRC-Kanälen austauscht. So waren an der Lokalisierung mehr als 100 Menschen aus über 30 Ländern beteiligt. Das ist bemerkenswert für ein solch junges Projekt und lässt auf einen Browser hoffen, der die Opera-Fangemeinde wie auch neue Anwender zufriedenstellt. 

Diesen Artikel als PDF kaufen

Express-Kauf als PDF

Umfang: 4 Heftseiten

Preis € 0,99
(inkl. 19% MwSt.)

LinuxCommunity kaufen

Einzelne Ausgabe
 
Abonnements
 
TABLET & SMARTPHONE APPS
Bald erhältlich
Get it on Google Play

Deutschland

Ähnliche Artikel

  • Browser Vivaldi 1.0 veröffentlicht
    Das in Oslo beheimatete Unternehmen Vivaldi Technologies hat ihren gleichnamigen Browser in einer ersten stabilen Version veröffentlicht. Mit seinem großen Funktionsumfang soll richtet er sich vor allem an „anspruchsvolle User“.
  • Mehrwert
    Mit Vivaldi stellt der ehemalige Opera-Chefentwickler Jon Stephenson von Tetzchner einen Webbrowser vor, der – dem landläufigen Trend zur Vereinfachung entgegen – dank seines Funktionsreichtums die Herzen aller Power-User höher schlagen lässt.
  • Vorhang auf!
    Eine Truppe Softwareentwickler aus dem hohen Norden ließ einen verloren geglaubten Webbrowser wieder auferstehen. Wer einst Opera liebte, findet jetzt in Vivaldi einen flotten Begleiter fürs Netz. Wir schauen nach, ob der kostenlose Browser schon mit den "Großen" im Orchester mitspielen kann.
  • Vivaldi-Browser verbessert Startseite
    Die Entwickler des Browsers Vivaldi haben eine neue Version freigegeben. In ihr können die Anwender den Inhalt von neu geöffneten Tabs flexibler festlegen. Zudem lassen sich die Entwicklerwerkzeuge jetzt andocken.
  • Vivaldi-Browser vereinfacht das Erstellen von Screenshots
    Die Entwickler des Internet-Browsers Vivaldi haben eine neue Version mit zahlreichen neuen Funktionen freigegeben. Unter anderem erstellen Anwender jetzt komfortabel Screenshots von Webseiten, bändigen lärmende Tabs und können die Suchmaschine StartPage nutzen.
Kommentare

Infos zur Publikation

LU 12/2017: Perfekte Videos

Digitale Ausgabe: Preis € 5,95
(inkl. 19% MwSt.)

LinuxUser erscheint monatlich und kostet 5,95 Euro (mit DVD 8,50 Euro). Weitere Infos zum Heft finden Sie auf der Homepage.

Das Jahresabo kostet ab 86,70 Euro. Details dazu finden Sie im Computec-Shop. Im Probeabo erhalten Sie zudem drei Ausgaben zum reduzierten Preis.

Bei Google Play finden Sie digitale Ausgaben für Tablet & Smartphone.

HINWEIS ZU PAYPAL: Die Zahlung ist ohne eigenes Paypal-Konto ganz einfach per Kreditkarte oder Lastschrift möglich!

Stellenmarkt

Aktuelle Fragen

Broadcom Adapter 802.11n nachinstallieren
Thomas Mengel, 31.10.2017 20:06, 2 Antworten
Hallo, kann man nachträglich auf einer Liveversion, MX Linux auf einem USB-Stick, nachträglich...
RUN fsck Manually / Stromausfall
Arno Krug, 29.10.2017 12:51, 1 Antworten
Hallo, nach Absturz des Rechners aufgrund fehlendem Stroms startet Linux nicht mehr wie gewohn...
source.list öffnet sich nicht
sebastian reimann, 27.10.2017 09:32, 2 Antworten
hallo Zusammen Ich habe das problem Das ich meine source.list nicht öffnen kann weiß vlt jemman...
Lieber Linux oder Windows- Betriebssystem?
Sina Kaul, 13.10.2017 16:17, 6 Antworten
Hallo, bis jetzt hatte ich immer nur mit
IT-Kurse
Alice Trader, 26.09.2017 11:35, 2 Antworten
Hallo liebe Community, ich brauche Hilfe und bin sehr verzweifelt. Ih bin noch sehr neu in eure...