Vorreiter Opera

Öffnen Sie über das Pluszeichen rechts in der Tab-Leiste oder über das Kürzel Steuerung | T einen neuen Tab, erscheint die Schnellwahl mit neun Fenstern, von denen acht bereits prominente Seiten wie Facebook, Twitter oder die Vivaldi-Homepage belegen (Abbildung 4). Diese löschen Sie aber bei Nichtgefallen.

Abbildung 4: Wie das Vorbild Opera zeigt auch Vivaldi auf der Speed Dial genannten Startseite eine Auswahl vordefinierter Webseiten – die Sie jedoch problemlos an Ihren Geschmack anpassen.

Über das mit einem Pluszeichen vorbelegte Fenster legen Sie neue sogenannte Dials an. Sie wählen darin eine bereits offene Webseite aus oder geben eine neue URL ein. Vivaldi erlaubt es, die Zahl der Dials beliebig zu erhöhen. Zudem können Sie durch Aufeinanderlegen von Dials einen neuen Ordner erzeugen, der bei Bedarf weitere Dials aufnimmt.

Die auch Speed Dial genannte Funktion stammt ursprünglich aus dem Smartphone-Browser Opera Mini und wurde dann in Opera 9.20 übernommen, von wo sie ihren Weg in die Browser von Mozilla und Google fand. Auch das Browsen mit Tabs sowie Mausgesten tauchten zuerst bei Opera auf, bevor sie zu selbstverständlichen Funktionen in allen Browsern wurden.

Panels

Am linken Rand des Browserfensters findet sich ein in dunklem Grau gehaltenes Panel, das Schaltflächen für verschiedene Funktionen enthält, von oben nach unten Lesezeichen, E-Mail, Kontakte, Downloads und Notizen. Ein Klick auf die jeweilige Schaltfläche klappt die zugehörige Funktion aus und wieder ein. Auch dieses Panel lässt sich platzsparend durch ein Icon links unten in der Statusleiste ausblenden.

Bis auf die E-Mail-Funktion arbeiten die Panels bereits korrekt. So erlaubt die Notizfunktion das Anlegen einzelner oder in Ordnern verwalteter Notizen (Abbildung 5). Es speichert dabei auch URLs, Screenshots oder Dateien. Die Notizen legt die Software als Text oder Markdown [6] an. Das Panel lässt sich in den Einstellungen von links an den rechten Rand verschieben.

Abbildung 5: Vivaldis Notizfunktion aus dem Panel erlaubt das Hinterlegen nicht nur getippter Erinnerungen, sondern auch von URLs und Dateien.

Die Statusleiste am unteren Bildschirmrand hält noch einige weitere interessante Funktionen bereit: Sie ermöglicht, das Laden von Bildern entweder völlig zu unterbinden oder nur bereits gespeicherte anzuzeigen. Daneben finden Sie dort den Schalter Webseiten Aktionen. Dahinter verbergen sich einige mehr oder weniger nützliche Aktionen, die Sie auf die gerade angezeigte Webseite anwenden können, wie etwa die Darstellung in Schwarz-Weiß, in Graustufen, Sepia, invertiert oder unscharf. Einige Einträge, wie etwa der 3D-Modus, funktionieren derzeit noch nicht.

Ganz rechts in der Statusleiste erlaubt ein Schieberegler das stufenlose Vergrößern des Seiteninhalts inklusive der dafür geglätteten Bilder auf bis zu 500 Prozent. Als Standardsuchmaschine bietet Vivaldi Google. Diese Einstellung ändern Sie bei Bedarf im Suchmaschinenfeld oben rechts. Neben DuckDuckGo und Startpage finden sich im Angebot auch Wikipedia, die Suchen von Amazon und Ebay sowie die wissenschaftliche Semantik-Suchmaschine Wolfram|Alpha. Allerdings erlaubt es der Browser bisher noch nicht, für einen markierten Text im Kontextmenü über Suche bei jeweils eine Suchmaschine auswählen.

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