Darum prüfe…

Um die Integrität der Sicherung zu gewährleisten, bietet die Software in der nachfolgenden Abfrage an, das Backup auf seine Vollständigkeit zu prüfen. Dieser Vorgang nimmt zwar Zeit in Anspruch, Sie sollten ihn jedoch im Sinne einer konsistenten Sicherung einbeziehen.

Nach der anschließenden Kernel-Abfrage, die Sie beim Verwenden einer aktuellen Linux-Distribution positiv beantworten, erscheint nochmals eine Sicherheitsabfrage. Die Software erlaubt keine nachträglichen Modifikationen an der Konfiguration. Sollten Sie vor dem Backup noch Einstellungen ändern wollen, so müssen Sie den Dialog abbrechen und ihn nochmals komplett neu durchlaufen. Mit dem Start des Backups generiert das Programm zunächst einen Dateikatalog und aktiviert anschließend das in Mondo Rescue integrierte Programm Mindi, welches ein bootfähiges ISO-Image erstellt.

Danach sichert Mondo Rescue die vorhandenen Datenbestände des Quellmediums in zwei Durchläufen, wobei die Software zunächst kleinere Dateien überträgt und im zweiten Durchlauf große. Das Programm bietet je nach Zielmedium während des Backups zwei Fortschrittsanzeigen an: Neben der herkömmlichen prozentualen Balkenanzeige weist ein zweiter horizontal angeordneter Balken bei der Sicherung auf optische Medien darauf hin, wie das Medium in Abhängigkeit von seiner Größe belegt ist. Bei sehr starker Kompression füllt sich die CD oder DVD im Verhältnis zum originalen Datenbestand relativ langsam (Abbildung 3).

Abbildung 3: Während des Backups hält Sie die Software über den Fortschritt auf dem Laufenden.

Sofern Sie als Zielmedium optische Datenträger für das Backup verwenden, startet Mondo Rescue nach der Anlage der ISO-Images das Programm mkisofs und brennt die Abbilder auf den Datenträger. Verwenden Sie die Festplatte als Sicherungsziel, startet unmittelbar nach Abschluss des Backups der Verifikationslauf. Treten dabei Fehler auf, zeigt die Software diese an, und Sie müssen das Backup wiederholen. Beim Speichern der Datenbestände auf optische Medien prüft das Tool diese nach dem Beenden des Brennvorgangs. Danach kehrt Mondo Rescue zum Shell-Prompt zurück (Abbildung 4).

Abbildung 4: Durch einen Verifikationslauf stellt das Programm die Datenintegrität sicher.

Kommandozeile

Für Freunde der Kommandozeile, aber auch für eine automatische Snapshot-Sicherung mithilfe eines Cronjobs, nimmt Mondo Rescue auch ohne Start der grafischen Oberfläche direkt Befehlsparameter entgegen. Achten Sie darauf, dass bei automatisierten Cronjobs keine Interaktion mit dem Programm während dessen Ablauf vorgesehen ist. Daher sollten Sie vor dem Anlegen eines Cronjobs die Größen von Quellmedium und Zieldatenträger prüfen und beim Verwenden optischer Speichermedien darauf achten, dass die Sicherung auf nur eine CD oder DVD passt.

Gerade bei größeren Linux-Installationen mit viel installierter Software spart das Einschalten der maximalen Datenkompression hier zuweilen einige Hundert MByte. Zusätzlich empfiehlt es sich, bestimmte individuelle Verzeichnishierarchien bei Platznot auszulagern, also vom Snapshot auszuschließen und auf einem gesonderten Medium zu speichern. Ein typischer Kandidat dafür wäre beispielsweise der /home-Baum. Die Dokumentation von Mondo Rescue [4] listet alle Befehlsparameter auf der Kommandozeile ebenso detailliert auf wie Beispiele für den automatisierten Einsatz der Software.

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