Bilder bearbeiten

Sobald Sie ein Bild zum Bearbeiten auswählen, schaltet das Programm in den entsprechenden Modus. Je nachdem, ob das Bild bereits über ein Rezept verfügt – also Sie es zuvor schon bearbeitet haben – unterscheidet sich die hier präsentierte Ansicht stark. Abbildung 5 zeigt den einfachsten Fall mit einem bisher unbearbeiteten Bild.

Abbildung 5: Im Editor wandelt sich das Aussehen der Applikation weitgehend.

Links finden Sie die Aktionen (Styles), in der Mitte das Ergebnis, rechts die einzelnen Werkzeuge. Die Vorschau links oben zeigt die Ergebnisse von Aktionen, die sich aus dem Style ergeben, über dem Sie den Mauszeiger platzieren. Die rechte Vorschau gehört zu dem im rechten Panel aktiven Werkzeug. Eine dritte Vorschau erscheint rechts unten, sobald die Ansicht des Bilds nicht mehr vollständig in das mittlere Fenster passt. Hier bestimmen und verschieben Sie den dargestellten Ausschnitt.

Über die Schaltfläche Browser gelangen Sie zurück in den Verwaltungsmodus. Die Software speichert das aktuell geladene Bild dabei zusammen mit den ausgeführten Aktionen, sofern Sie Veränderungen vorgenommen haben. Schaltflächen wie Undo und Redo arbeiten wie erwartet. Mit Revert verwerfen Sie alle Änderungen am Bild. Fertig speichert es, Lightzone wechselt dann in den Browser-Modus. Mit Orig. vergleichen Sie zwischen dem aktuellen Zustand und dem Original. Proof zeigt Ihnen, wie das Bild im Druck voraussichtlich aussieht. Rotate erlaubt das Drehen in Vielfachen von 90 Grad.

Hinter Modes verstecken sich Funktionen zum Aktivieren des Standard-Modus, zum Zuschneiden des Bilds und zum Rotieren in feinen Abstufungen. Es folgen die Buttons für die Regionen. Als solche bezeichnet Lightzone Bildbereiche, die Sie separat bearbeiten, was für feine Modifikationen unerlässlich ist (Abbildung 6). Es gibt drei Arten von Regionen: solche mit geraden Kanten, solche mit durch Splines begrenzte Kanten und durch Bézier-Kurven begrenzte. Letztere erlauben besonders weiche, runde Kanten.

Abbildung 6: Regionen erlauben es, einen Bildbereich sehr präzise zu editieren.

Eine Region besteht aus den Kontrollpunkten, die den Verlauf festlegen, sowie einer inneren und einer äußeren Kante. Über die Punkte passen Sie den Bereich an, zusätzliche Punkte fügen Sie durch Mausklicks hinzu. Der innere Rand markiert den Bereich, in dem die Software ein Werkzeug in vollem Umfang anwendet. Im Bereich zwischen beiden Rändern verringert sich die Wirkung stufenlos. Den Abstand der Ränder legen Sie mit der Maus fest, indem Sie den inneren Rand entsprechend verschieben.

Bei Bedarf invertieren Sie eine Region über den Button Invert Masks oder kombinieren sie unterschiedlich, etwa durch Verschmelzen. Sie dürfen auch mehrere Regionen nacheinander auswählen, die dann – anders als beim Verschmelzen – noch unabhängig voneinander weiterbestehen und sich auch weiter getrennt verändern lassen. Im Kontextmenü finden Sie mit Hide Region eine Funktion, die die begrenzenden Linien versteckt, ohne die Region zu deaktivieren.

TIPP

Achten Sie beim Setzen von Kontrollpunkten für Regionen insbesondere bei kontrastreichen Umgebungen auf die exakte Lage, da Sie sonst "Halos" an den Grenzen der Regionen erzeugen. Um Regionen an den Rändern eines Bilds zu platzieren, verkleinern Sie die Ansicht und setzen die Kontrollpunkte außerhalb des Bilds.

Wichtige Werkzeuge

Beim Wechsel in den Editor zeigt Lightzone zunächst nur zwei Werkzeuge an: RAW Adjustment und den ZoneMapper. Während Sie alle anderen Werkzeuge sowohl in der Reihenfolge als auch hinsichtlich der Aktivität verändern dürfen, ist das bei RAW Adjustment nicht erlaubt. Es bleibt immer vorhanden, steht stets an erster Stelle und wirkt direkt auf das gesamte Bild – Regionen sind nicht möglich. Das Werkzeug fasst fünf Einstellungen zusammen.

Über Exposure steuern Sie die grundlegende Belichtung; Stellen Sie diesen Regler so ein, dass es keine ausgebrannten Lichter gibt. Mit Color Noise reduzieren Sie das Rauschen der Farben. Beobachten Sie dabei das Bild in der Ansicht 1:1, insbesondere besonders dunkle und einfarbige helle Flächen.

Mit Grain_Noise beeinflussen Sie das Rauschen in den Helligkeiten; höhere Werte zeichnen das Bild weich. Über Temperature und Tint steuern Sie die Farbtemperatur und damit den Weißabgleich. Sie dürfen die beiden Schieberegler verwenden oder zunächst mit der Pipette einen grauen Punkt im Bild als Referenz für den Weißabgleich wählen. Über As Shot setzen Sie die Einstellungen zurück.

Im Werkzeug-Tray rechts unten sehen Sie unterhalb der Vorschau zwölf Standardwerkzeuge. Alle aufgerufenen Tools verfügen über ein eigenes Fenster im Tray, in dem Sie die Einstellungen für das Werkzeug vornehmen. Die Titelzeile gibt einige Informationen über den Zustand des Werkzeugs: Ein nach unten zeigendes Dreieck zeigt an, dass der Dialog für die Einstellungen geöffnet ist. Folgt diesem das Regionen-Symbol, wirkt das Werkzeug nicht auf das gesamte Bild, sondern nur auf die dort aktivierten Regionen.

Das Fragezeichen führt zu einer kleinen Online-Hilfe für das aktuelle Werkzeug. Durch Entfernen des Häkchens deaktivieren Sie das Werkzeug temporär, ohne die momentanen Einstellungen zu verlieren. Über das Symbol mit dem X löschen Sie das Werkzeug samt aller Einstellungen aus der Kette der Bearbeitung. Die Reihenfolge der Schritte verändern Sie im Tray, indem Sie sie an der Titelleiste anfassen und verschieben.

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