Frische Programme

Die Tabelle "Neue Software" zeigt, was sich bei den Versionen der Anwendungsprogramme und des Kernels im Vergleich zu Ubuntu 14.10 getan hat. Große Versionssprünge bleiben die Ausnahme, es dominieren Bugfix-Releases. Erwähnenswert ist der Sprung von Inkscape 0.48.5 auf Version 0.9.1 (Abbildung 13). Zwar folgt die 0.9er-Reihe direkt auf die 0.48er-Serie, dennoch lohnt sich ein Update wegen der viel zügigeren Anzeige von Grafiken mit Effekten.

Abbildung 13: Schnellere Anzeige, leistungsfähigere Docks: Die Arbeit mit Inkscape 0.9.1 geht deutlich zügiger von der Hand als mit der Vorgängerversion.

Neue Software

Programm Ubuntu 14.10 Ubuntu 15.04
Kernel 3.16 3.19
LibreOffice: 4.3.3 4.4.2
Calligra 2.8.6 2.9.2
Thunderbird 31.2 31.6
Evolution 3.12.10 3.12.11
Amarok 2:2.8.0 2:2.8.0
Gimp 2.8.10 2.8.14
Inkscape 0.48.5 0.91
VirtualBox 4.3.18 4.3.26
Audacity 2.0.5 2.0.6-2
Darktable 1.4.2 1.4.2 (aktuell: 1.6.3)
F-Spot 0.8.2 fehlt
Owncloud-Client 1.6.3 1.7.0
Avidemux 2.5.4 2.5.4 (aktuell: 2.6.8)
VLC 2.2.0~pre2 2.2.0~1
Wine 1.6.2 1.6.2
K3b 2.0.2 2.0.3
Brasero 3.10.0 3.12.0
Firefox laufende Versionsupgrades laufende Versionsupgrades
Chromium laufende Versionsupgrades laufende Versionsupgrades

In LibreOffice 4.4 aus Ubuntu 15.04 gibt es erstmals Vorlagen für Masterdokumente, also für aus Unterdokumenten zusammengesetzte Dateien in Buchlänge. Die Entwickler feilten an den Toolbars und der Statusleiste; außerdem gelingt es nun leichter, Textformatierungen in einen Stil zu übernehmen (Abbildung 14).

Abbildung 14: Das frische LibreOffice 4.4 punktet mit einer verbesserten Stilverwaltung sowie überarbeiteten Button- und Seitenleisten.

Zu guter Letzt verwendet Ubuntu 15.04 einen um drei Versionen neueren Kernel als der Vorgänger (3.19 statt 3.16), was unter anderem für eine bessere Unterstützung aktueller Hardware bürgt. In einigen Bereichen ist die Kernel-Entwicklung besonders im Fluss – dazu zählen insbesondere die Grafik-Treiber, das noch relativ junge Dateisystem Btrfs sowie die Treiber für TV-Karten.

Fazit: Behutsam modernisiert

Bewegung gibt es bei Ubuntu 15.04 im Wesentlichen nur in zwei Bereichen: Kubuntu kommt mit KDE Plasma 5.2, und das Starten der Systemdienste übernimmt jetzt Systemd statt des Canonical-Eigengewächses Upstart. Letzteres stellt einen Eingriff ins System an einer kritischen Stelle dar. Im Test, der allerdings längst nicht alle Einsatzszenarien erfasste, traten hier jedoch keine Probleme zutage. Alles wirkt leidlich stabil und ausgegoren. So dürften die meisten Anwender das Upgrade auf "Vivid Vervet" überwiegend als Routine empfinden, was kein Nachteil sein muss. Als von allzu gewagten Neuerungen freier Kandidat eignet sich Ubuntu 15.04 zudem auch für den Neueinstieg. 

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