Aufwendig

Beim Vorbereiten der Darstellung muss die Rendering-Engine des Webbrowsers eine ganze Reihe von Klippen umschiffen. Dazu zählt unter anderem, dass das tatsächliche Encoding der HTML-Datei oft nicht mit der Deklaration im Dokumentenkopf übereinstimmt: Das führt zu Fehlern bei der Interpretation von Zeichen.

Auch eine fehlerhafte Reihenfolge der Tags (Hierarchie), nicht zusammenpassende Bezeichner, eine inkonsequente Schreibweise der Tags (alles klein beziehungsweise groß oder bunt gemischt), Schreibfehler bei den Bezeichnern oder zulässigen Attributen für die vorher angegebene HTML-Variante sowie eine Mehrfachdeklaration von Tags und Schlüsselworten beeinträchtigen den Seitenaufbau.

Bei komplexen Seiten verwirren fehlende schließende Tags und vergessene Anführungszeichen bei Attributwerten die Engine. Gleiches gilt für eine Vermischung interner und externer Elemente sowie weiterer Inhalte, beispielsweise durch das Einbinden in einen Frame, iFrame [8] oder über ein Plugin. Fehler in den Modulen, insbesondere bei Flash, sorgen dabei stets für "Freude".

Viele dieser Probleme besitzen einen historischen Bezug: Sie beruhen auf älteren Funktionen, die einmal eine bestimmte Funktion ermöglichen sollten, sich jedoch nicht durchsetzen konnten und jetzt nur noch als Überbleibsel existieren. Dazu gehören neben hochkomplexen Browserweichen für die Unterstützung prähistorischer Webbrowser auch die Ablösung von Flash durch HTML5.

Effekte

Wie bereits eingangs genannt, entspricht die Darstellung nicht immer den Erwartungen des Benutzers: Beim Seitenaufbau gehen Inhalte verloren, da der Webbrowser diese nicht darstellen kann, oder es ändert sich die Anordnung: Die Webseite sieht dann einfach anders aus als erwartet. Zudem bekommt die Rendering-Engine des Webbrowsers bei Fehlern deutlich mehr zu tun.

Das Parsen und Verarbeiten des HTML-Codes ist aufwendiger und dauert somit einfach länger. Die Analysefunktionen versuchen zudem, fehlerhaften Code automatisch zu reparieren. Das passiert meist im Hintergrund, ohne dass der Benutzer davon etwas mitbekommt, und es gelingt nicht immer vollständig. Verzögerungen fallen nicht in jedem Fall sofort auf, weil aktuelle Hardware meist ausreichende Leistungsreserven bietet.

Neben der Reparatur sorgen vielerorts individuell auf den Nutzer abgestimmte Inhalte aus externen Quellen wie Twitter, Facebook oder Google für Verzögerungen beim Seitenaufbau. Diese "zielgruppen- und nutzerbezogene Auswahl und Anpassung der Daten" oder schlicht "Personalisierung der Webseite" betitelte Vorgehensweise dient ausschließlich dazu, die Aufmerksamkeit auf bestimmte Inhalte zu lenken, und sorgt häufig für mehr als 70 Prozent der übertragenen Daten.

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