Erster Start

Nach erfolgreicher Installation des Pakets gnome-disk-utility, das Sie in den Repositories aller gängigen Linux-Distributionen sowohl in einer 32- als auch in einer 64-Bit-Variante vorfinden, taucht im Menü Werkzeuge | Systemwerkzeuge des Desktops ein neuer Eintrag Laufwerke auf. Ein Klick darauf öffnet das Programm, ohne dass Sie dazu Root-Rechte benötigen (Abbildung 1).

Abbildung 1: Die Oberfläche von Gnome-Disks wirkt übersichtlich.

Das Programmfenster wirkt sehr übersichtlich und fällt größtenteils selbsterklärend aus: Links erscheinen in einem vertikal das gesamte Fenster beanspruchenden Bereich die gefundenen Laufwerke, rechts finden Sie im größten Teil des Fensters detailliertere Funktionsdaten zum aktuellen Laufwerk.

Dabei stellt Gnome-Disks die Partitionstabelle als horizontalen Balken dar, während es ausgehend von den SMART-Werten lediglich in der Zeile Einschätzung den allgemeinen "Gesundheitszustand" des Massenspeichers sowie dessen aktuelle Temperatur vermerkt. Bei optischen Laufwerken tauchen nur Daten zum aktuell eingelegten Medium auf. Eine herkömmliche Menüzeile fehlt, lediglich ein einzelner Menüpunkt Laufwerke oben links im Programmfenster verzweigt zu drei Einträgen.

Werthaltig

Um die detaillierten SMART-Werte eines Massenspeichers einzusehen, klicken Sie rechts oben im Programmfenster auf die kleine Schaltfläche mit dem Zahnrad-Symbol. Es öffnet sich ein Auswahlmenü, in dem Sie unten die Option SMART-Werte und Tests... auswählen. Sie erhalten nun in einem neuen Fenster detaillierte Angaben zum Zustand des aktuellen Laufwerks. Dabei listet die Software jedoch nicht, wie es beispielsweise andere Tools wie Gsmartcontrol tun, alle verfügbaren Attribute und Werte auf, sondern zeigt lediglich die jeweils aktuellen, vom Laufwerk selbst gemeldeten Zustände. Die Spalte Einschätzung liefert eine Bewertung des jeweiligen Zustands (Abbildung 2).

Abbildung 2: Das Einschätzungsfenster von Gnome-Disks gibt weitere Details preis.

Haben sich unklare Werte ergeben, starten Sie durch einen Klick auf die Schaltfläche Selbsttest starten... unten links im Programmfenster eine von drei Testroutinen. Dabei kann der erweiterte Test je nach Laufwerksgröße mehrere Stunden in Anspruch nehmen. Um den gewünschten Test anzustoßen, wählen Sie ihn im Auswahlmenü aus und geben anschließend das Root-Passwort ein. Im Hauptfenster zeigt Ihnen Gnome-Disks nun den Fortgang der Tests an und präsentiert schließlich das Ergebnis (Abbildung 3).

Abbildung 3: Die Testroutine zeigt unter anderem den Fortschritt der Tests an.

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