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© Galina Peshkova, 123RF

Mit yEd Daten in Diagramme umwandeln

Klar und deutlich

Diagramme verdeutlichen auf einfache Weise komplexe Datenstrukturen. Fallen sie selbst zu komplex aus, hilft der Editor yEd beim Entwirren und Aufbereiten.

Diagramme und bildliche Darstellungen lockern trockene Referate und Vorträge nicht nur auf, sie machen sie oft verständlicher. Mancher Anwender plagt sich jedoch beim Entwurf von Zeichnungen und Graphen mit den gängigen Office-Suiten, ohne dabei ein wirklich ansprechendes Ergebnis zu erzielen. Viel einfacher und schneller geht es dagegen mit dem Diagrammeditor yEd.

Erste Schritte

Das knapp 65 MByte große Java-Programm liegt sowohl für 32- als auch 64-Bit-Systeme vor und bringt jeweils zusätzlich ein Shell-Skript mit [1]. Da das Skript selbst für die benötigte Laufzeitumgebung sorgt, benötigt das System keinerlei weitere Voraussetzungen. Um das Programm zu installieren, wechseln Sie in einem Terminal ins Verzeichnis mit dem Skript und tippen darin folgenden Befehl:

$ bash yEd-3.14.1_64-bit_setup.sh

Daraufhin startet die grafische Installation (Abbildung 1). Nach dem Akzeptieren der proprietären Freeware-Lizenz fragt die Routine den Pfad für die Installation ab, wobei sie das Verzeichnis /home/Benutzer/yEd/ vorgibt. Zwar platziert die Software keinen Starter in den Startmenüs der Desktop-Umgebung, bietet aber an, einen solchen auf dem Desktop abzulegen. Erfolgt das nicht automatisch, kopieren Sie die Datei yEd Graph Editor.desktop aus dem Programmverzeichnis dorthin.

Abbildung 1: Eine grafische Routine erleichtert die Installation des Diagrammeditors.

Erster Start

Ein kleiner Dialog überlagert beim Start das eigentliche Hauptfenster. Aus ihm wählen Sie aus, ob Sie ein neues Dokument anlegen oder ein vorhandenes (beziehungsweise eines der Beispiele) öffnen möchten. Wollen Sie diesen Dialog bei künftigen Starts nicht mehr sehen, deaktivieren Sie die Checkbox neben Beim Start anzeigen.

Nach der Auswahl einer Funktion zum Editieren finden Sie im Hauptfenster mittig einen großen Bereich, in dem Sie ein Diagramm anlegen oder bearbeiten. Rechts gruppiert der Bereich Palette unterschiedliche Symbole, während darunter das Eigenschaften-Fenster quantitativ Auskunft über das in Bearbeitung befindliche Diagramm erteilt.

Links finden Sie nach dem Anlegen einer Grafik unter Übersicht und Nachbarschaft statistische Angaben. Das Programmfenster beinhaltet zusätzlich eine horizontale Leiste mit Schaltflächen am oberen Rand, die Sie einen schnellen Zugriff auf wichtige Funktionen bieten. Darüber residiert eine herkömmliche Menüleiste.

Um ein erstes Diagramm anzulegen, wählen Sie aus einer großen Palette von nach Themen geordneten Symbolen. Die Anwendung bietet hier nicht nur geometrische Figuren an, sondern auch IT-Symbole oder Tabellen. Um ein Diagramm zu entwerfen, ziehen Sie einfach das gewünschte Symbol mit der linken Maustaste in den Bereich in der Mitte und legen es dort ab. Möchten Sie ein Symbol aus dem Diagramm entfernen, so klicken Sie mit der rechten Maustaste darauf und wählen im Kontextmenü den Eintrag Entfernen.

Jedes Symbol können Sie in der Größe und den Proportionen verändern. Dazu klicken Sie mit der linken Maustaste auf das betreffende Element. Die Software zeigt nun mehrere Begrenzungspunkte rund um das Symbol und in den Ecken an. Mit dem Mauszeiger verschieben Sie diesen bei Bedarf, wobei dies das Element in seiner Größe ebenfalls entsprechend modifiziert.

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Kommentare
Schade eigentlich
Th. Velten (unangemeldet), Freitag, 17. April 2015 07:34:26
Ein/Ausklappen

Schade das die Links die in den Artikeln angegeben sind nicht funktionieren oder auf Linux-User.de nicht existieren.
Für eine Computer oder Softwarezeitschrift finde ich das peinlich.
Und zum Tenor der Editorials passt die große Windows Werbung auch irgendwie nicht.



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Re: Schade eigentlich
Tim Schürmann, Sonntag, 19. April 2015 13:27:47
Ein/Ausklappen

Bei mir funktionieren die Links. Können Sie ein Beispiel für einen Link geben, der bei Ihnen nicht funktioniert?

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