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© AVM

Den FritzWLAN Repeater DVB-C in Kodi integrieren

Kodi-TV

Der FritzWLAN Repeater DVB-C verstärkt nicht nur ihr WLAN, das Gerät streamt auch das TV-Bild ins Netz. Mit dem Kodi-Mediacenter greifen Sie das Signal auf und bringen es komfortabel auf jeden Monitor. Der Schraubenzieher kann dabei in der Kiste bleiben.

Der FritzWLAN Repeater DVB-C [1] des Berliner Router-Spezialisten AVM ermöglicht das Fernsehen auf Rechnern und mobilen Endgeräten, ohne dass Sie sich mit dem oft sehr aufwendigen Einrichten einer TV-Karte abmühen müssten. Das knapp 100 Euro teure Gerät arbeitet nicht wie eine klassische TV-Karte, sondern integriert sich wie ein WLAN-Verstärker ins Netzwerk. Ans Kabelfernsehen angeschlossen, streamen Sie Fernsehen via WLAN auf Rechner, Smartphones oder Tablets. Dazu brauchen Sie weder spezielle Software noch Treiber, ein Medienplayer wie VLC genügt zum Empfang vollkommen [2].

Der Repeater harmoniert jedoch nicht nur sehr gut mit einfachen Mediaplayern, er lässt sich auch ohne Probleme ins Kodi-Mediacenter integrieren. Somit rüsten Sie einen als Mediacenter eingesetzten Raspberry Pi mit OpenELEC [3] oder XBian [4] oder auch einen konventionellen HTPC sehr einfach mit einer TV-Funktion auf, ohne dass Sie sich mit der Installation von Hardware oder Treibern abmühen müssen.

Im Standardmodus verstärkt der AVM FritzWLAN Repeater DVB-C dabei das bestehende WLAN-Netzwerk. Zudem bringen Sie über die auf der unteren Seite angebrachte Gbit-Ethernet-Buchse Computer oder Peripheriegeräte ins Netz, die über einen Netzwerkanschluss verfügen, aber kein WLAN unterstützen. Auf diese Weise brauchen Sie beispielsweise für Drucker oder Netzwerkspeicher kein Kabel zum Router zu spannen.

DVB-C-Repeater integrieren

Wir gehen davon aus, dass Sie den FritzWLAN Repeater DVB-C bereits eingerichtet haben und Sie das Webfrontend des Geräts unter der URL http://fritz.repeater erreichen. Um dem Kodi-Mediacenter die TV-Sender des AVM FritzWLAN Repeaters DVB-C bekanntzumachen, laden Sie aus der Konfigurationsoberfläche des Repeaters unter DVB-C | Senderliste die entsprechende Playlisten herunter. In den Reitern SD, HD und Radio finden Sie dazu jeweils ganz unten rechts einen Link, der Sie dann zu einer M3U-Datei führt. Speichern Sie die Dateien, üblicherweise tvhd.m3u und tvsd.m3u, vorübergehend auf Ihrer Festplatte ab (Abbildung 1).

Abbildung 1: Aus der Weboberfläche des FritzWLAN Repeater DVB-C laden Sie die Senderliste als M3U-Playlist herunter.

Bei einer lokal genutzten Kodi-Installation müssen Sie nichts weiter tun. Nutzen Sie Kodi hingegen auf einem eigenständigen Mediacenter-PC oder einem Raspberry Pi mit OpenELEC, dann übertragen Sie die Dateien zum Beispiel mittels SSH. Einen OpenELEC-RasPi erreichen Sie bei aktiviertem SSH unter root@openelec, die URL aus einem Linux-Dateimanager wie Nautilus würde dementsprechend ssh://root@openelec mit dem Passwort openelec lauten. Zur Not nehmen Sie die Speicherkarte aus dem RasPi und lesen sie an einem Rechner mit Kartenleser ein. Als Speicherort wählen Sie am besten /storage: Dort lagert OpenELEC sämtliche Einstellungen und benutzerspezifischen Daten (Abbildung 2).

Abbildung 2: Die vom AVM-DVB-C-Repeater heruntergeladenen M3U-Playlisten müssen Sie von Hand auf das Kodi-System übertragen.

TV-Playlisten in die Favoriten

Damit befinden sich nun sämtliche benötigten Daten auf dem System. Der einfachste Weg, den DVB-C-Repeater in Kodi zu integrieren, führt nun über das Laden der M3U-Playlisten. Dafür binden Sie den Home-Ordner (oder den von Ihnen genutzten Ordner mit den M3U-Dateien) als Datenquelle für Videos ein – falls das nicht sowieso bereits geschehen ist. Fehlt dieser Schritt noch, dann öffnen Sie das Kodi-Menü Videos | Dateien | Dateien | Videos hinzufügen und dort die Option Durchsuchen. Hier wählen Sie dann den Home-Ordner, über das Root Dateisystem den Pfad /storage oder den von Ihnen genutzten Speicherort aus (Abbildung 3).

Abbildung 3: Binden Sie den Storage-Ordner oder alternativ den Ordner mit den M3U-Dateien als Datenquelle ein.

Beenden Sie den Dialog mit OK, sodass Kodi am Ende fragt, welcher Inhalt in der neuen Datenquelle steckt. Lassen Sie hier alles unverändert auf Keine und beenden Sie auch diese Maske mit OK. Nun befinden Sie sich wieder im Menü Videos, in dem Sie den gerade angelegten Home- oder Storage-Ordner sehen. Öffnen Sie diesen, dann erscheinen die zwei zuvor von auf das Mediacenter kopierten M3U-Dateien. Nun müssen Sie nur noch eine von beiden auswählen, den gewünschten Fernsehsender herauspicken und diesen aufrufen (Abbildung 4). Kodi öffnet dann dementsprechend den Stream des jeweiligen Senders und spielt ihn wie ein herkömmliches Video ab (Abbildung 5). Ein Raspberry Pi mit OpenELEC oder Raspbmc kommt ohne Probleme mit den HD-Streams des FritzWLAN Repeater DVB-C zurecht.

Abbildung 4: Kodi liest aus den Playlisten die zur Verfügung stehenden Sender aus und zeigt diese nach dem Laden an.
Abbildung 5: Das Mediacenter spielt das vom DVB-C-Repeater gestreamte Fernsehbild wie ein lokal gespeichertes Video ab.

Nun ist es nicht immer bequem, sich bis zu den Playlisten durch die Menüs zu hangeln. Um schneller auf die Fernsehstreams des FritzWLAN Repeater DVB-C zuzugreifen, legen Sie diese am besten in den Favoriten ab. Am einfachsten schließen Sie dazu vorübergehend eine Maus oder Tastatur an das Kodi-System an, öffnen mit der rechten Maustaste oder der Taste [C] das Kontextmenü und markieren die M3U-Dateien mit Zu Favoriten hinzufügen (Abbildung 6). Die zuvor markierten Videos, Filme oder Musikstücke – und jetzt auch die TV-Streams – erreichen Sie dann bequem über das Stern-Icon links unten neben dem Knopf zum Herunterfahren des Kodi-Systems (Abbildung 7).

Abbildung 6: Über das Kontextmenü fügen Sie die M3U-Playlisten des FritzWLAN Repeater DVB-C zu den Kodi-Favoriten hinzu.
Abbildung 7: Die Favoriten erreichen Sie vom Homescreen aus über das Stern-Icon links unten in der Ecke des Bildschirms.

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Kommentare
HD, SD und EPG
Lothar M. (unangemeldet), Sonntag, 27. November 2016 09:57:00
Ein/Ausklappen

Man kann die m3u Listen problemlos mit einem Editor selber zusammenführen - copy and paste.
Mit clickfinder kommt dann auch noch das EPG dazu.
Allerdings ist es nötig die Sendernamen anzupassen, da der Clickfinder teilweise andere Namen verwendet.
Man kann die Senderliste samt EPG sogar auf ein NAS packen und mit anderen Geräten darauf zugreifen
Ich weiß aber nicht ob der Clickfinder mit Linux arbeitet, ich aktualisiere immer am Windows PC (alle paar Tage)


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