Paketverwaltung

Eine in den Dateimanager integrierte Paketverwaltung wäre eine feine Sache, könnte sie doch den Umgang mit spezialisierten Programmen ersparen. Über Gehe | Paketverwaltung zeigt Rodent auf einem Testsystem mit Fedora 21 nach kurzem Suchen tatsächlich die installierten Pakete an (Abbildung 6).

Abbildung 6: Der Browser für die Pakete braucht für die eigentlichen Aktionen allerdings die Befehlszeile.

Geht es aber um das Verwalten im eigentlichen Wortsinn, greift Rodent zu kurz: Im Prinzip sammelt es diverse von Ihnen eingegebene Optionen für das Terminalprogramm Yum zusammen und setzt dann den entsprechenden Befehl ab. Als hinreichend komfortabler Ersatz der direkten Eingabe taugt das zwar, aber jedweden Komfort anderer Art, den waschechte Programme wie Synaptic oder Apper bieten, finden Sie hier nicht.

Im gegenwärtigen Zustand besteht noch nicht einmal die Möglichkeit, Infos zu lokal installierten Paketen über deren Kontextmenü abzufragen. Um ein neues Paket auf dem System zu installieren, müssen Sie dessen Namen kennen. Selbst die Einträge Deinstallieren und Aktualisieren im Kontextmenü führen zur Maske, in der Sie die Optionen für Yum sammeln. Hier empfiehlt es sich, gleich ein Terminal zu öffnen und die Befehle direkt einzugeben.

Unverträglich

Daneben fällt eine gewisse Unverträglichkeit gegenüber integrierten Arbeitsumgebungen auf. Rodent fühlt sich in Kombination mit einem einfachen Window-Manager sehr viel wohler, zumal das Konzept sowieso über die Funktion eines Dateimanagers hinausgeht und Teilaufgaben eines kompletten Desktops mit übernimmt. Gerade unter KDE traten im Test massive Fehler bei der Darstellung in Kombination mit dem Standardthema Oxygen auf. Mit dem simpel gestrickten LXQt hingegen kam Rodent problemlos zurecht.

Unangenehm fiel außerdem die unvollständige und obendrein an vielen Stellen wenig schlüssige deutsche Übersetzung auf: Um über das Kontextmenü zum persönlichen Ordner zu gelangen, klicken Sie Wohnung an. Diese eigenwillige Lokalisierung stellt beileibe keinen Einzelfall dar, des Öfteren gilt: Mehrmals hinschauen, um zu entschlüsseln, was dieses oder jenes wohl bedeutet.

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