Qualitätsmanagement

Obwohl ROSAlab die Fresh-Variante seines Betriebssystems eher als experimentell kategorisiert, läuft das System selbst bei widerspenstiger Hardware einwandfrei. Insbesondere auf Notebooks mit schwierigen Komponenten hängt es in Sachen Hardware-Erkennung und Stabilität selbst Boliden wie Debian ab.

Um diese ausgezeichnete Qualität des Betriebssystems zu erreichen, nutzt ROSAlab einen besonderen Prozess zur Qualitätskontrolle: Ein Tool namens Hw-probe bietet Anwendern die Möglichkeit, alle wichtigen Daten eines Systems auszulesen und die Ergebnisse in einer beim Unternehmen geführten Datenbank zu speichern.

Das kleine Kommandozeilenprogramm hw-probe kommt bereits bei der Installation mit auf die Festplatte und sammelt durch Eingabe der folgenden Befehlszeile alle relevanten Daten und Protokolldateien:

$ hw-probe -all -upload -id Computertyp

Diese lädt es in die Datenbank. Sie erhalten anschließend eine eindeutige Nummer mitgeteilt, unter der Sie die Daten des Gerätes in der Datenbank finden. Treten Probleme mit einer spezifischen Konfiguration auf, so bieten diese Daten den Entwicklern die Chance, zu ermitteln, ob es sich hier um eine Hardware-Inkompatibilität oder um einen Software-Fehler handelt.

Aber auch für Endanwender ist die öffentlich einsehbare Datenbank interessant: Beabsichtigen Sie den Neukauf einzelner Hardware-Komponenten oder wollen neue Komplettsysteme anschaffen, so bietet es sich an, vorab in der Datenbank zu recherchieren [3], ob die zum Kauf vorgesehenen Komponenten und Geräte unter ROSA Linux einwandfrei funktionieren (Abbildung 4).

Abbildung 4: Die Hardware-Datenbank gibt Auskunft über unterstützte Geräte und Systeme.

Praxistest

Im mehrere Wochen andauernden Praxistest konnte ROSA Desktop Fresh auf der ganzen Linie überzeugen. Auf allen Systemen fiel eine deutlich verbesserte Stabilität im Vergleich zu den beiden großen Mitbewerbern aus dem Mandriva-Lager, Mageia und PCLinuxOS, auf.

Der gemeinsam mit OpenMandriva entwickelte Kernel, in den verschiedenste Optimierungen für den Einsatz als Desktop-System eingeflossen sind, macht rundum eine gute Figur: Auf Notebooks von Hewlett-Packard und Lenovo fiel zudem neben einer deutlich besseren Unterstützung von ACPI eine längere Akku-Laufzeit auf. Die Kontrolle mithilfe von Powertop [4] förderte weitgehend optimale Systemeinstellungen zutage.

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Kommentare
Tolles Review
Shalok Shalom (unangemeldet), Montag, 06. April 2015 18:08:42
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Ich verwende die Distro seit einiger Zeit und kann das Fazit dieses Artikels nur unterstreichen.

Bezüglich hw-probe: Der erwähnte Terminus Computertyp ist variabel, hier kann eingetragen werden, was will.
Auch wird nicht, wie beschrieben, eine Nummer mitgeteilt, sondern eine URL, die den Entwicklern mitgeteilt werden kann, um eben beim Bug Tracking zu helfen. :)

Noch ein paar andere nette Tools:

http://wiki.rosalab.com/en/...anet/Basic_GUI_for_ROSA_Freeze


http://abf-blog.rosalinux.ru/






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RLES > RHEL
Matthias Schuster (unangemeldet), Mittwoch, 15. April 2015 14:07:58
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RLES Helium basiert auf Red Hat 6


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