Konfiguration

Window Maker ist bekannt für seine umfangreichen Optionen zur Konfiguration. Um den Desktop anzupassen, bearbeiten Sie entweder die entsprechenden Dateien von Hand oder modifizieren die gewünschten Optionen per grafischer Oberfläche. Über das oberste Symbol im Dock oder Preferences | WPrefs.app erreichen Sie die passende Oberfläche. Sie bietet einen ähnlichen Umfang wie KDE, um das Verhalten der Software anzupassen.

Window Maker fasst die Optionen in Gruppen zusammen. Eine oben horizontal im Fenster verlaufende Symbolleiste verzweigt in die Untergruppen. Im Gegensatz zu anderen Oberflächen konfigurieren Sie in diesem Dialog zusätzlich das Platzieren der Fenster oder das Verhalten des Clips. Ausgeprägte optische Gimmicks, wie fliegende Desktop-Würfel oder explodierende Fenster, stehen hier aber nicht bereit (Abbildung 2).

Abbildung 2: Die Konfiguration von Window Maker nehmen Sie mithilfe eines grafischen Tools vor.

Weitere Möglichkeiten ergeben sich im Menü Preferences. Hier haben Sie unter anderem die Möglichkeit, ein Backup der Desktop-Einstellungen anzufertigen. Auf diese Weise stellen Sie Optionen bei Bedarf wieder her. Das spart gegenüber dem erneuten Konfigurieren Zeit. Zusätzlich legen Sie in diesem Menü über den Eintrag AutoStart fest, welche Applikationen beim Start des Desktops automatisch mit hochfahren. Der Fenstermanager unterscheidet dabei in zwei getrennten Einträgen zwischen aktiven und ruhenden Startskripten.

Um ein solches Skript von der Gruppe Enabled in die Sektion Disabled zu verschieben oder umgekehrt, klicken Sie lediglich einmal mit der rechten Maustaste auf den betreffenden Eintrag. Die Routine verschiebt anschließend dieses Skript in die andere Gruppe (Abbildung 3). In der Gruppe AutoStart dürfen Sie eigene Skripte einbinden oder vorhandene bearbeiten. Außerdem können Sie mithilfe des Dateimanagers Thunar über den Menüpunkt Preferences | AutoStart | Browse Folder die Liste der Skripte einsehen (Abbildung 4).

Abbildung 3: Mithilfe eines eigenen Menüs legen Sie fest, welche Skripte automatisch starten.
Abbildung 4: Thunar ermöglicht den Überblick über die Skripte.

Um das Dock mit Applikationen zu füllen, die das Monitoring des Systems erleichtern, geht Window Maker Live einen einfachen Weg: Eine stattliche Anzahl solcher Apps finden Sie im Menü Applications | Dockapps. Nach der Auswahl integrieren Sie das entsprechende Symbol, indem Sie es mit der linken Maustaste festhalten und dorthin ziehen. Bereits vorhandene Symbole verschieben Sie, indem Sie das gewünschte Symbol mit gedrückter linker Maustaste an die neue Position rücken. Einige der Apps setzen entsprechende Hardware und teils einen Zugang zum Internet voraus.

Weitere Werkzeuge zur Administration des Systems finden Sie im Untermenü Applications | Administration. Hier besteht die Möglichkeit, den Zugang zum LAN zu konfigurieren, die Runlevel einzelner Applikationen zu ändern oder zusätzliche Geräte einzubinden. In Form von Synaptic steht hier zudem das von Debian her bekannte grafische Frontend zum Paketmanagement bereit.

Beabsichtigen Sie, einzelne Ordner des Systems für andere Computer im Intranet freizugeben, so bietet Window Maker Live mit dem Eintrag Shares Configuration in diesem Menü eine Möglichkeit, Inhalte über NFS oder das SMB-Protokoll zugänglich zu machen.

Software

Window Maker Live verfügt bereits in der Grundausstattung über einen großen Bestand an Software. Dabei haben die Entwickler ein verstärktes Augenmerk auf Programme für den Einsatz im Alltag gelegt. Viele täglich anfallende Aufgaben erledigen Sie daher mit dem System, ohne etwas zusätzlich zu installieren.

Neben einem umfangreichen Bestand an Anwendungen für Büroarbeiten und Applikationen für gängige Onlinedienste bietet die Distribution einige Tools für die Pflege des Systems: So steht mit Back In Time [2] eine Software für das Backup und mit Bleachbit [3] ein Programm zum Löschen obsoleter Daten bereit.

Über das Frontend Synaptic haben Sie Zugriff auf den Softwarebestand von Debian, wobei Window Maker Live bei Bedarf Applikationen aus verschiedenen Welten nutzt: Gnome- und KDE-Programme sind ebenso an Bord wie XFCE-Software. Spiele dagegen fehlen komplett, Software für den Einsatz von Cloud-Diensten installieren Sie bei Bedarf nach.

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