Aktuelle Software im Kurztest

Angetestet

Terminalemulator Lterm 1.3.0, Datenbank-Frontend SQLite Studio 2.1.5, Online-Radio Streamtuner 2.1.2, Remote-Destop-Viewer TurboVNC 1.2.2

Schnellverbinder

Lterm**1.3.0 hilft beim Verwalten von Remote-Verbindungen via SSH oder Telnet. Bei Bedarf erweitern Sie es um neue Protokolle.

Greifen Sie regelmäßig über die Kommandozeile auf entfernte Systeme zu, bietet sich der Terminalemulator Lterm als hilfreiches Tool zum Verwalten der Verbindungen an. Das Tool versteht sich auf SSH- und Telnet-Zugänge, öffnet aber bei Bedarf auch eine Shell auf dem lokalen Rechner. Das Programm pflegt keine eigene Implementation des SSH- oder Telnet-Protokolls, sondern greift für den Verbindungsaufbau auf die bewährten Konsolen-Clients zurück. Die setzt die Software folglich voraus, um seine Aufgabe zu erfüllen. Dies ist besonders beim Auftreten von Sicherheitslücken von Vorteil, da die Entwickler der Clients in der Regel schnell reagieren. Aufgrund der Tatsache, dass die Software auf andere Tools zugreift, haben Sie so die Möglichkeit, Lterm um beliebige Protokolle zu erweitern.

Die jeweiligen Einstellungen erfolgen in der Konfiguration von Lterm unter dem Menüpunkt Connections. Dort vergeben Sie einen eindeutigen Namen für die Verbindung und hinterlegen alle zugehörigen Daten sowie bei Bedarf weitere Notizen. Für die eigentliche Terminalemulation greift das Programm auf Xterm zurück. Bevorzugen Sie einen moderneren Emulator, tauschen Sie einfache den entsprechenden Eintrag in der Konfiguration aus. Das Tool verwaltet jede Emulation einer aktiven Verbindung in einem eigenen Reiter. Auf diese Weise öffnen Sie beliebig viele Verbindungen gleichzeitig und wechseln zwischen diesen. Mit der Option Save Sessions speichern Sie alle aktiven Verbindungen ab. Das Programm baut diese beim nächsten Start dann automatisch wieder auf. Bei vielen aktiven Sitzungen sind Sie so schnell wieder einsatzbereit. Damit Sie keine Aktion in einer Sitzung verpassen, bietet Lterm eine Alarmfunktion, die den jeweiligen Reiter blau färbt, sobald darin etwas passiert.

Lterm 1.3.0

Lizenz: GPLv3

Quelle: http://lterm.sourceforge.net/

Datenverwalter

SQLite Studio**2.1.5 macht Datenbank-Einsteigern das Leben leicht: Aufgaben wie das Anlegen von Tabellen, das Einfügen oder Löschen von Daten sowie das Erweitern der Struktur gelingen mit wenigen Mausklicks.

Das schlanke Datenbanksystem SQLite erfreut sich großer Beliebtheit und kommt bei vielen kleineren Programmen als Backend zum Einsatz. Wollen Sie einen direkten Blick in die Dateien werfen oder diese bearbeiten, greifen Sie am besten zu SQLite Studio: Das Tool bietet in einer einzigen ausführbaren Datei eine intuitive grafische Oberfläche zum Verwalten entsprechender Datenbanken und steht für alle gängigen Plattformen bereit. Nach dem Start präsentiert sich eine übersichtliche Oberfläche. In der Baumstruktur am linken Fensterrand sehen Sie eine Liste aller verwalteten Datenbanken samt der enthaltenen Tabellen und Views. In der Mitte wechseln Sie über Reiter zwischen den Ansichten Struktur, Daten, Indizes, Trigger und DDL.

Der Reiter Struktur zeigt den Aufbau der ausgewählten Tabelle oder deren Views an. Im Reiter DDL finden Sie das zugehörige SQL-Statement, mit dem Sie bei Bedarf dieses Objekt erzeugen. Möchten Sie einen Blick auf den Inhalt einer Tabelle werfen, erledigen Sie das im Reiter Daten. Falls Sie die Tabelle mit Indizes oder Triggern ausgestattet haben, finden diese sich in den restlichen Reitern. SQLite Studio bietet die Möglichkeit, neue Datenbankobjekte wie Tabellen, Views, Indizes oder Trigger auch ohne SQL-Kenntnisse anzulegen. Das Programm unterstützt Sie mit einem gut strukturierten Formular, in dem Sie lediglich die gewünschten Elemente auszuwählen brauchen. Dabei zeigt SQLite Studio den zugehörigen SQL-Code an. Über eine umfangreiche Exportfunktion speichern Sie den Inhalt der Datenbank als SQL-Statements, Dbase-Datei oder in den Formaten CSV, HTML, JSON, PDF oder XML zum Weiterverarbeiten. Als Formate für den Import stehen lediglich SQL, CSV und Dbase bereit.

SQLite Studio 2.1.5

Lizenz: GPLv2

Quelle: http://sqlitestudio.pl

Radioripper

Mit Streamtuner2 2.1.3 hören Sie bequem Online-Musik von zahlreichen internationalen Stationen und verwalten sie zentral.

Musik immer und überall hören – damit locken viele Online-Radios und Streaming-Dienste ihre Kunden. Die meisten bieten dafür Programme zur Wiedergabe im Browser an. Bevorzugen Sie native Software oder eine Vielzahl von Audio-Quellen, dann ist Streamtuner das Richtige für Sie. Das Python-Programm bietet eine GTK-basierte Benutzeroberfläche zum Verwalten der Online-Sender. Im Paket finden sich bereits zahlreiche international beliebte Online-Radiosender, wobei das Angebot von Shoutcast über Jamendo und iTunes RS bis zu Youtube reicht. Nach dem Start wählen Sie über einen Reiter die Audio-Quelle aus. Streamtuner2 zeigt dann alle dort verfügbaren Programme. Eine Liste mit Kategorien am linken Fensterrand hilft beim Eingrenzen und der Suche nach dem gewünschten Programm.

Wollen Sie nicht jedes Mal aufs Neue suchen, legen Sie den Kanal einfach als Lesezeichen ab. Um das gewünschte Programm zu hören, brauchen Sie nur noch auf die Schaltfläche zum Abspielen zu drücken. Das Programm selbst bringt keine Funktionen zum Dekodieren der Daten mit; dafür greift es auf bewährte Tools wie Audacious für Audiodateien oder VLC und Totem für Videos zurück. Bei Youtube-Videos kommt außerdem noch das Programm Youtube-dl zum Einsatz. Die Software bietet auch eine Aufnahmefunktion, wofür sie Programme wie Streamripper nutzt. Über ein Timer-Plugin besteht die Möglichkeit, die Aufnahme zeitlich zu steuern. Eine Möglichkeit, eigene Sender hinzuzufügen, bietet die Streamtuner2 jedoch nur indirekt an: Sämtliche Radio-Sender sind als Python-Module implementiert.

Streamtuner2 2.1.3

Lizenz: Public Domain

Quelle: http://milki.include-once.org/streamtuner2/

Bildbeschleuniger

TurboVNC**1.2.2 besticht durch Geschwindigkeit, verschlüsselte Kommunikation via SSH sowie umfangreiche Methoden zum Authentifizieren. Für den Einsatz in modernen Netzen unterstützt es IPv6.

Wie der Name bereits andeutet, handelt es sich bei TurboVNC um eine Variante des bekannten Virtual Network Computing. Das Turbo im Namen signalisiert, dass die Entwickler bei diesem Ableger besonderen Wert auf Geschwindigkeit und Kompression der Daten legen. Das wirkt sich besonders auf das Übertragen von 3D-Elementen aus. Das Programm ist keine völlige Neuentwicklung, sondern basiert im Kern auf TightVNC 1.3, das besonders für seine Kompression bekannt ist. Das TurboVNC-Paket besteht aus den Programmen Xvnc, Vncserver, Vncviewer, Vncpasswd und Vncconnect.

Den eigentlichen Server starten Sie recht einfach über das Skript vncserver. Falls noch keine Konfiguration existiert, startet er mit Standardeinstellungen und fragt ein Passwort ab. Standardmäßig lauscht er an allen Netzwerkschnittstellen auf Port 5900. Wünschen Sie eine andere Schnittstelle oder einen anderen Port, geben Sie dies beim Aufruf an. Parameter wie -geometry oder -depth nehmen Einfluss auf die Bildschirmauflösung und Farbtiefe. Permanente Anpassungen nehmen Sie in der Konfigurationsdatei /etc/turbovncserver.conf vor. Der Quellcode enthält eine gut dokumentierte Konfiguration als Vorlage.

Neben verbesserter Geschwindigkeit legen die Entwickler Wert auf Sicherheit. Dazu bietet TurboVNC eine Reihe von Möglichkeiten, den Zugang zum Server zu beschränken oder die Kommunikation zwischen Server und Client abzusichern. Da VNC von Haus aus keine verschlüsselte Übertragung kennt, greift TurboVNC hier auf das bewährte SSH-Protokoll zurück. Mit den Parametern -tunnel und -via weisen Sie vncviewer an, eine verschlüsselte Verbindung aufzubauen. Die Manpage des Tools enthält zu den Parametern Beispiele, die den Einsatz verdeutlichen. Beim Authentifizieren greift das Programm nicht nur auf seine eigene Datei mit Passwörten zurück, sondern nutzt bei Bedarf PAM-Module oder Einmalpasswörter. Beispiele finden Sie hier ebenfalls in der Manpage oder in der Dokumentation auf der Website. (agr)

TurboVNC 1.2.2

Lizenz: GPLv2

Quelle: http://www.turbovnc.org/

Diesen Artikel als PDF kaufen

Express-Kauf als PDF

Umfang: 2 Heftseiten

Preis € 0,99
(inkl. 19% MwSt.)

LinuxCommunity kaufen

Einzelne Ausgabe
 
Abonnements
 
TABLET & SMARTPHONE APPS
Bald erhältlich
Get it on Google Play

Deutschland

Ähnliche Artikel

Kommentare

Infos zur Publikation

LU 11/2017: Server für Daheim

Digitale Ausgabe: Preis € 8,50
(inkl. 19% MwSt.)

LinuxUser erscheint monatlich und kostet 5,95 Euro (mit DVD 8,50 Euro). Weitere Infos zum Heft finden Sie auf der Homepage.

Das Jahresabo kostet ab 86,70 Euro. Details dazu finden Sie im Computec-Shop. Im Probeabo erhalten Sie zudem drei Ausgaben zum reduzierten Preis.

Bei Google Play finden Sie digitale Ausgaben für Tablet & Smartphone.

HINWEIS ZU PAYPAL: Die Zahlung ist ohne eigenes Paypal-Konto ganz einfach per Kreditkarte oder Lastschrift möglich!

Stellenmarkt

Aktuelle Fragen

Lieber Linux oder Windows- Betriebssystem?
Sina Kaul, 13.10.2017 16:17, 3 Antworten
Hallo, bis jetzt hatte ich immer nur mit
IT-Kurse
Alice Trader, 26.09.2017 11:35, 2 Antworten
Hallo liebe Community, ich brauche Hilfe und bin sehr verzweifelt. Ih bin noch sehr neu in eure...
Backup mit KUP unter Suse 42.3
Horst Schwarz, 24.09.2017 13:16, 3 Antworten
Ich möchte auch wieder unter Suse 42.3 mit Kup meine Backup durchführen. Eine Installationsmöglic...
kein foto, etc. upload möglich, wo liegt mein fehler?
kerstin brums, 17.09.2017 22:08, 5 Antworten
moin, zum erstellen einer einfachen wordpress website kann ich keine fotos uploaden. vom rechne...
Arch Linux Netzwerkkonfigurationen
Franziska Schley, 15.09.2017 18:04, 0 Antworten
Moin liebe Linux community, ich habe momentan Probleme mit der Einstellung des Lan/Wlan in Arc...