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© Liu Feng, 123RF

Ost-Import

Neuer Desktop: Deepin Desktop Environment

19.08.2014
Gnome verlor ab Version 3 viele Freunde, nicht zuletzt wegen seines umstrittenen Bedienkonzepts. In die Lücke stößt das ebenso elegante wie durchdachte Deepin Linux aus dem chinesischen Wuhan.

China, das traditionell offene Standards unterstützt, treibt seit Jahren mehrere innovative Projekte rund um Linux voran. Das Vorzeigeprojekt Deepin Linux (http://www.linuxdeepin.com) erschien kürzlich mit einem regelrechten Feuerwerk an Neuerungen. Insbesondere kommt Deepin 2014 mit einem ganz neuen Desktop, dem Deepin Desktop Environment (DDE), das an vielen Stellen von der Community bemängelte Defizite anderer Arbeitsoberflächen vermeidet. Der Fokus liegt dabei sowohl auf einem äußerst ästhetischen Erscheinungsbild als auch auf einer exzellenten Ergonomie.

Die unüberschaubare Vielzahl von multimedialen Programmen unter Linux veranlasste das Projekt, für das Betriebssystem eigene Multimedia-Anwendungen zu programmieren, die sich nahtlos in den Desktop einfügen. Zu guter Letzt ersetzt der sogenannte Deepin Store bei der Software-Installation das schon recht betagte grafische Synaptic. Mit all diesen Neuerungen gibt sich Deepin Linux nicht nur äußerst bedienerfreundlich, sondern entpuppt sich durch die elegante Arbeitsoberfläche auch als echter Hingucker.

Kleine Deepin-Historie

Als Hiweed Linux erblickte Deepin bereits vor rund zehn Jahren das Licht der Welt, damals als Debian-Derivat. Seitdem wechselte nicht nur der Name, sondern auch die Basis von Debian nach Ubuntu. Außerdem tauschten die Entwickler im Lauf der Zeit verschiedene Applikationen aus: So ersetzt LibreOffice heute das ursprünglich genutzte OpenOffice, Firefox tritt an die Stelle von Google Chrome, und als Standard-Mailprogramm kommt seit 2011 Thunderbird zum Einsatz. Offensichtlich waren die chinesischen Entwickler auch mit der neuerdings unter Linux zu beklagenden Zersplitterung der Desktop-Entwicklungen unzufrieden, wie die komplett neue Oberfläche DDE

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