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© macor, 123RF

Mit Synkron Ordner und Dateien synchronisieren

Gleichmacher

Für das schnelle Backup zwischendurch sind herkömmliche Backup-Programme zu schwergewichtig. Mit Synkron halten Sie auch kleine Datenbestände mit ein paar Mausklicks stets aktuell.

Backup-Lösungen für große Netze oder Arbeitsgruppen finden sich unter Linux in großer Zahl. Doch wenn Sie nur schnell einige Ordner mit privaten Daten sichern wollen oder Sicherungskopien derselben Dateien stets synchron halten möchten, erscheinen herkömmliche Backup-Programme oft hoffnungslos überdimensioniert. Hier hilft die kleine Qt-Applikation Synkron [1] weiter und bietet zudem durch Sonderfunktionen genug Potenzial, um auch größere Datenbestände aus verschiedenen Quellen stets auf dem gleichen Stand zu halten.

Unkompliziert

Synkron lässt sich bei allen größeren KDE-basierten Distributionen aus den Software-Repositories installieren und legt im Menü Dienstprogramme | Archivierung einen entsprechenden Starter an. Unter Arch Linux und Derivaten wie Manjaro oder Antergos finden Sie Synkron im AUR [2]. Falls Ihre Distribution das Programm noch nicht eingepflegt hat, steht der Quellcode auf der Projektseite zum Download bereit.

Der erste Start der Software führt in ein aufgeräumtes Programmfenster, in der zwei Eingabebereiche für Pfadangaben als wichtigstes Element zentral in der Mitte stehen. Hier geben Sie die beiden abzugleichenden Ordner ein, über die Schaltfläche Durchsuchen rechts daneben erledigen Sie dies bequem per Maus. Mit Neu aus der Symbolleiste öffnen Sie weitere Tabs für zusätzliche Synchronisationsprofile.

Abbildung 1: Synkron sichert ausgewählte Dateien und Verzeichnisse in einem Rutsch.

Die Software startet nach einem Klick auf die Schaltfläche Synchronisiere unten rechts im Programmfenster den Abgleich der Daten. Synkron zeigt dabei in Listenform alle Arbeitsschritte an, wichtige Ereignisse markiert es farblich: Rot signalisiert das Auftreten von Fehlern, Grün eine problemlose Synchronisation (Abbildung 1). Ein Klick auf den Button Analyse liefert eine Ansicht der erfolgreich abgeschlossenen Aufgaben sowie ein Protokoll der bei der Sicherung einzelner Dateien aufgetretenen Fehler.

Möchten Sie aus einem Datenpfad nicht sämtliche Dateien sichern, dann definieren Sie unter Erweitert Ausschlusskriterien oder geben spezielle Anweisungen für den Datenabgleich vor. Im Kontextmenü wählen Sie durch Setzen eines Häkchens verschiedenste Optionen: So klammern Sie an dieser Stelle beispielsweise leere Unterverzeichnisse vom Datenabgleich aus, stellen das rekursive Sichern der Daten gleich ganz ab oder schließen versteckte Dateien und Verzeichnisse im Abgleich mit ein.

Einfach oder mehrfach

Damit Sie bei unterschiedlich zu sichernden Daten nicht immer wieder die Einstellungen von Synkron aufs Neue ändern müssen, legen Sie mit dem Schalter Neu aus der Werkzeugleiste oder über das Menü Tab | Neu weitere Profile an. Die anfangs fortlaufend benannten Reiter taufen Sie über das unmittelbar unter dem Reiter angeordnete Feld entsprechend ihrer Aufgabe um.

In neuen Reitern konfigurieren Sie wie gewohnt das Backup, das fertige Profil speichern Sie anschließend über das Menü Tab | Speichere Tab als SLIST-Datei auf der Festplatte ab. Die gesicherten Tabs holen Sie bei Bedarf über Tab | Lade Tab wieder zurück. Damit Sie nicht jede Synchronisierungsaufgabe einzeln von Hand starten müssen, führen Sie die Synchronisierung aller geöffneten Reiter mittels Datei | Synchronisiere alle über das Menü aus.

Nutzen Sie Synkron intensiv, um große Datenbestände auf unterschiedlichen Datenträgern zu synchronisieren, und verwenden daher entsprechend viele Profile, dann fällt es schwer, im Dialog Lade Tab die Übersicht zu behalten. Für eine bessere Organisation aller Backup-Jobs laden Sie mit SyncView aus der Werkzeugleiste eine Listenansicht mit allen abgespeicherten Aufgaben. Aus dieser heraus starten und stoppen Sie einzelne Jobs oder öffnen mittels Bearbeiten die jeweiligen Einstellungen (Abbildung 2).

Um gleich eine ganze Reihe von Dateien und Ordnern zu sichern, nutzen Sie in der Schalterleiste den Knopf Multisync. Das nun ebenfalls in einem Reiter angelegte Profil erlaubt es, mehr als nur ein Verzeichnis als Quelle zu benennen, indem Sie im Bereich Quellen durch einen Klick auf Hinzufügen die einzelnen abzugleichenden Datenbestände auswählen. Letztendlich bestimmen Sie unter Ziel den Speicherort der Mehrfachsicherung.

Abbildung 2: In der SyncView-Ansicht bekommen Sie einen Überblick über die von Ihnen angelegten Profile.

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