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Pannenhelfer

Fehlersuche in Kontact, Akonadi und Nepomuk

18.06.2014
KDEs Groupware-Client Kontact glänzt zwar mit beeindruckender Funktionsvielfalt, produziert jedoch gelegentlich auch ärgerliche Fehler. Kein Problem – wenn Sie wissen, wo Sie hinlangen müssen.

E-Mail, Kontakte, Kalender, Aufgaben, Notizen, (RSS-)Nachrichten und Journale (Tagebücher) – schon das Standard-Spektrum der Kontact-Module (Abbildung 1) lässt ahnen, dass hier eine Software werkelt, die weit mehr bewerkstelligt als nur E-Mails zu verwalten. Wer dann seinen Account konfiguriert, der findet in den Tiefen der Einstellungsdialoge für jedes dieser Module eine meist lange Liste zusätzlicher Dienste, die zum Einbinden bereitstehen.

Abbildung 1: Kontact will nicht nur einen Mail-Client bieten, sondern ein Personal Information Management (PIM), klassisch Groupware genannt.

Unüberschaubar

Doch nicht alle der zahlreichen Konfigurationsoptionen, Einrichtungsdialoge und Module arbeiten ohne Fehler. Generell gilt: Je neuer das im Standardumfang der KDE SC enthaltene Kontact [1] ausfällt und je länger ein Modul schon dabei ist, umso besser funktioniert es. Im Falle der Kalendermodule (Abbildung 2) heißt das: Bei Google, Facebook, Kolab und den verschiedenen Arten, Termine in Dateien zu speichern, sollten nur wenige Probleme auftreten. Eine Anbindung an Microsofts Exchange-Server verwarfen die Entwickler übrigens mangels Nachfrage wieder.

Abbildung 2: Alleine für das Kalendermodul stehen zahlreiche zusätzliche Komponenten zum Einsatz bereit.

Die unüberschaubare Vielfalt stellt aber nicht das einzige Problem dar: Viele der Einstellungen und Dialoge tauchen auch an anderer Stelle erneut oder in anderer Ausprägung wieder auf – etwa in der Systemsteuerung, in Setup-Wizards oder den Diagnosetools.

Akonadi

Besonders wenn ein Anwender mehrere Accounts verwendet, werkelt im Hintergrund eine ganze Palette von Diensten, die die Suche, das Indizieren und Speichern der Daten übernehmen. Im Rahmen des semantischen Desktops, den KDE anstrebt, unterstützen vor allem vier Dienste beziehungsweise Programme Kontact und KDE: Akonadi, Nepomuk, Soprano und Virtuoso.

Vereinfacht erklärt liefert Akonadi [2] als Speicherdienst die Storage-Engine für die Daten, wobei es Informationen desktopweit und eindeutig adressierbar bereitstellt. Damit sind alle Akonadi-tauglichen Anwendungen in der Lage, unkompliziert Daten miteinander zu teilen und zu ändern. Das nach einer afrikanischen Gottheit benannte Akonadi beispielsweise holt die E-Mails ab, checkt Kalendereinträge und speichert Adressbücher.

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