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© Scott Betts, 123RF

Sammlungen unterschiedlichster Typen verwalten mit Gcstar

Sammelstelle

Viele Menschen frönen einer Sammelleidenschaft. Das pfiffige Tool Gcstar sorgt dafür, dass Sie stets den Überblick über Ihre Kollektionen behalten.

Von Autokennzeichen über Filme bis hin zu Zeitschriften: Es gibt faktisch kaum etwas, das man nicht sammeln kann. Doch bei besonders eifrigen Sammlern geht mit der Zeit oft der Überblick verloren, welche "Schätzchen" die Sammlung bereits umfasst und welche noch fehlen. Damit Sie gar nicht erst in solche Verlegenheiten kommen, benötigen Sie nur zweierlei: Linux und die Sammlungsverwaltung Gcstar.

Gcstar findet sich in den Repositories der meisten Distributionen und lässt sich daher in aller Regel bequem mit wenigen Mausklicks auf die Festplatte packen. Falls die von Ihnen verwendete Distribution Gcstar noch nicht kennt: Sie finden den Quellcode des Programms samt ausführlicher Installationsanweisungen unter http://www.gcstar.org. Nach erfolgreicher Installation rufen Sie Gcstar über einen entsprechenden Starter im Untermenü Büroprogramme auf.

Gut vorbereitet

Die Software möchte beim Start zunächst wissen, welche Sammlung Sie verwalten wollen. Dazu öffnet Gcstar eine Auswahlliste mit einer stattlichen Anzahl bereits vordefinierter Kollektionstypen (Abbildung 1). Findet sich das Genre Ihrer Sammelleidenschaft nicht unter den Vorlagen, entwerfen Sie eine eigene Struktur dafür, indem Sie auf die Schaltfläche Neuer Sammlungstyp klicken. Anschließend können Sie in einem übersichtlichen Fenster eine entsprechende Datenbank generieren.

Abbildung 1: Gcstar bringt bereits Vorlagen für verschiedenste Sammlungstypen mit.

Alle vordefinierten Typen verfügen bereits über eine individuelle Datenbankstruktur, sodass Sie gleich mit der Eingabe beginnen können. Wir wollen eine Filmsammlung in das System aufnehmen und aktivieren daher die bereits vorhandene Vorlage. Gcstar weist nun etwas verklausuliert auf Urheberrechte von Drittanbietern hin und stellt in zwei horizontal am oberen Bildschirmrand befindlichen Menü- und Schalterleisten verschiedene Verwaltungs- und Navigationsoptionen bereit.

Über den Button + Hinzufügen erfassen Sie nun den ersten Film. Die Software öffnet dazu im rechten Bereich des Programmfensters die vorhandene Datenbankstruktur mit den einzelnen Feldern, links erscheinen in einer Listenansicht die erfassten Filme. Damit die Ansicht nicht zu unübersichtlich ausfällt, haben die Entwickler die Datenbank in verschiedene Kategorien eingeteilt. Im Programmfenster repräsentieren dies die horizontal angeordneten Reiter Allgemein, Details, Verleih und Markierungen.

Zunächst geben Sie in der Gruppe Allgemein im Feld Neuer Film den Filmtitel ein. Anschließend klicken Sie auf die rechts daneben befindliche Schaltfläche Internetsuche. Gcstar durchforstet nun mehrere Online-Datenbanken nach dem eingegebenen Titel und zeigt das Ergebnis in einem weiteren kleinen Fenster an.

Indem Sie dort einen der Vorschläge auswählen und auf OK klicken, übernehmen Sie die zugehörigen Daten in Ihre Datenbank, und zwar – sofern vorhanden – inklusive Inhaltsangabe sowie aller relevanten Daten wie Erscheinungsdatum, Regisseur, Filmlänge und gegebenenfalls Altersfreigabe. Existieren mehrere Ausgaben des gleichen Films, lassen Sie sich über die Vorschaufunktion die einzelnen Editionen anzeigen und wählen dann die korrekte aus (Abbildung 2).

Abbildung 2: Auch James Bond zeigt sich bei Gcstar integrationswillig.

Zur Auswahl einer Online-Quelle bietet Gcstar eine stattliche Anzahl internationaler Datenbanken an. Sie erreichen das entsprechende Auswahlmenü über das Schraubenschlüssel-Symbol (Ändern der Programmeinstellungen) in der Schalterleiste. Im Einstellungsfenster wählen Sie nun links den Reiter Internet und öffnen das Auswahlfeld Seite zum Bezug von Informationen aus der Gruppe Datenimport.

Sofern Sie hier die Option Fragen (Alle Seiten) einstellen, liefert Ihnen die Software beim Aufruf eines Filmtitels über die Schaltfläche Internetsuche eine Liste der vorhandenen Online-Datenbanken. Dabei zeigt Gcstar auch die jeweilige Sprache an, sodass Sie bequem die passende(n) Quelle(n) aussuchen können. Möchten Sie eine der Datenquellen zum Standard für die Internet-Recherche befördern, dann setzen Sie dazu ein Häkchen vor Gewählte Seite für zukünftige Suchen verwenden.

Nach dem Herunterladen der Informationen können Sie fehlende Angaben – meist handelt es sich dabei um die Altersfreigabe, das Genre und das Herkunftsland des Films – manuell eintragen. Sobald Sie die Daten vervollständigt haben, speichern Sie die Datenbank mit einem Klick auf das Disketten-Symbol (Speichern) unter Angabe von Pfad- und Dateiname ab.

Audiospuren und Untertitel

Üblicherweise kommen aktuelle Filme ausländischer Produktionen meist mit mehreren Audiospuren auf der Video-DVD oder Blu-ray-Disk. Zudem weisen die Scheiben neben den Audio-Synchronisationen in unterschiedlichen Sprachen oft noch Untertitelspuren auf. Um auch diese Daten in der Sammlungsverwaltung zu erfassen, müssen Sie die entsprechenden Untertitel und Sprachvarianten in Gcstar eingeben.

Dazu wechseln Sie im Programmfenster in den Reiter Details und öffnen das Ausklappmenü Sprachen. Nun können Sie in den beiden Feldern Audio und Untertitel die jeweiligen Daten eingeben. Auf ähnliche Weise nehmen Sie auch im Hauptmenü unter Land und Genre entsprechende Eintragungen vor – viele Online-Datenbanken liefern diese Angaben nicht. Gcstar übernimmt diese Daten ohne gesondertes Speichern.

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