Angetestet

Aktuelle Software im Kurztest

17.04.2014

Sicherungskünstler

Mit Autoarchive 1.1.0 automatisieren Sie Ihre Datensicherungsstrategie effizient und brauchen keinen Daten-GAU mehr zu fürchten.

Als Backup-Programm für die Konsole möchte Autoarchive, kurz: Aa, das Erstellen von Sicherungen so einfach wie möglich gestalten – angefangen bei der Konfiguration. Alle für das Erstellen einer Sicherung notwendigen Einstellungen und Eckdaten fasst Aa in einer sogenannten Spezifikationsdatei zusammen, die sich in die Bereiche Content und Archive gliedert. Im Letzteren legen Sie beispielsweise fest, welches Kompressionsprogramm zum Einsatz kommt, in welchem Verzeichnis die Sicherung landet, und ob es sich um eine inkrementelle oder eine Vollsicherung handelt. Der Content-Bereich bezieht sich hingegen auf die zu sichernden Daten. Hier legen Sie den Namen des Backups sowie die zu sichernden respektive zu ignorierenden Dateien fest. Sie starten die Sicherung anschließend, indem Sie Aa mit dem Label der Sicherung als Parameter aufrufen. Neben den Spezifikationsdateien nutzt Aa eine globale Konfigurationsdatei, die einen General- und einen Archive-Bereich enthält. Letzterer ähnelt jenem in den Spezifikationen und legt lediglich Standardwerte für die dortigen Einstellungen fest. Der General-Bereich hingegen bestimmt, wo Aa seine Spezifikationen und Konfigurationen sucht (Vorgabe: ~/.config/aa). Darüber hinaus können Sie per Kommandozeilenparameter alle Einstellungen der Spezifikationen überschreiben. Geschickt in ein eigenes Skript integriert oder mit Cron kombiniert, lässt sich so die regelmäßige Datensicherung bequem automatisieren. Für das Wiederherstellen der Daten fühlt sich Autoarchiver jedoch nicht zuständig: Hier müssen Sie mit Tar selbst Hand anlegen. Eine umfassende Dokumentation des Programms samt Beispielen finden Sie auf der Projektseite, für schnelle Hilfestellungen steht die Manpage zur Verfügung.

Autoarchive 1.1.0

Lizenz: GPLv2

Quelle: http://autoarchive.sourceforge.net

Dateijongleur

Der Gnome Commander 1.4.0 sorgt für 90er-Jahre-Feeling auf dem Desktop. Dabei bietet der Norton-Commander-Klon neben den gewohnten Funktionen auch zahlreiche neue Optionen.

Als Dateimanager im Stil des klassischen Norton Commander präsentiert sich der Gnome Commander, kurz: Gcmd. Wie das Original bietet auch er eine zweigeteilte Ansicht, die den Inhalt eines Laufwerks oder Verzeichnisses darstellt. Der Funktionsumfang von Gcmd geht jedoch über eine reine Portierung des Originals hinaus. In Gcmd können Sie die Ansichten beliebig wechseln, Dateien oder Verzeichnisse löschen, kopieren, umbenennen oder verschieben. Auch Dateiverknüpfungen und Zugriffsrechte passen Sie mit dem Tool bequem an. Zudem stellt Gcmd einen integrierten Dateibetrachter zur Verfügung, der die meisten gängigen Text- und Bildformate und anzeigt. Für das Bearbeiten von Dateien greift das Programm auf externe Tools wie Emacs oder Gedit zurück. Diese und andere Hilfsprogramme legen Sie in den Einstellungen fest. Darüber hinaus suchen Sie mit Gcmd in Verzeichnisbäumen nach Einträgen, vergleichen Ordnerinhalte oder legen Symlinks an. Wie das Original bietet auch Gcmd eine Eingabezeile für CLI-Befehle. Per Lesezeichenfunktion gelangen Sie mit wenigen Klicks von jedem beliebigen Punkt auf der Festplatte in das gewünschte Verzeichnis, das sich auch auf einem Remote-System befinden darf: Dazu nutzt Gcmd Samba-Freigaben und FTP-Verbindungen über das virtuelle Dateisystem GnomeVFS. Daneben lassen sich externe Verzeichnisse auch via SSH und WebDAV einbinden. Gcmd läuft zwar prinzipiell in jeder GUI, entfaltet seinen vollen Funktionsumfang jedoch erst mit Gnome. Hier können Sie mittels Dritt-Tools sogar Dateien aus Gcmd via E-Mail versenden.

Gnome-Commander 1.4.0

Lizenz: GPLv2

Quelle: http://gcmd.github.io/

URL-TÜV

Mit Linkchecker 9.0 gehören verwaiste Links in den Lesezeichen oder auf der Website der Vergangenheit an. Auch auf Fehler in Webseiten weist das Programm hin.

Das in Python implementierte Tool Linkchecker prüft die Verweise in einer Webseite oder übergebenen Datei auf ihre Verfügbarkeit und achtet dabei auch gleich auf Fehler im HTML-Code. Es beschränkt seine Prüfung jedoch nicht auf HTTP/HTTPS-Seiten, sondern klopft auch Links zu FTP-, Mail- oder News-Servern ab. Um den Vorgang abzukürzen, teilt Linkchecker die Arbeit in mehrere Threads auf. Übergeben Sie dem Programm eine URL zur Prüfung, arbeitet es sich rekursiv durch alle Links der Seite und zeigt per Highlighting, wo es auf Fehler stößt. Neben einer grafischen Linkchecker-Version für den interaktiven Einsatz steht auch eine Kommandozeilen-Variante für automatisierte Prüfungen oder die Integration in eigene Skripte bereit. Letztere fasst das Prüfungsergebnis in einer Report-Datei zusammen, die alle kontrollierten Links samt Fehlerbeschreibung umfasst. Als Format stehen dabei CSV, HTML, XML sowie SQL zur Auswahl. Der SQL-Report beinhaltet jedoch nur Insert-Statements, eine SQL-Datei mit der Definition zum Anlegen einer geeigneten Tabelle finden Sie im Verzeichnis config des Quell-Archivs. Um die Ausgabe übersichtlich zu halten, blenden Sie via ignore-Parameter bestimmte URLs aus und grenzen über reguläre Suchausdrücke die Suche auf Muster in der Webseite eingrenzen. Ein Blick in die Manpage zeigt die reichhaltigen Einstellungsmöglichkeiten von Linkchecker. Darüber hinaus finden Sie im Dokumentenverzeichnis des Quellarchivs einige Anwendungsbeispiele.

Linkchecker 9.0

Lizenz: GPLv2

Quelle: http://wummel.github.io/linkchecker/

Kommunikationszentrale

Mit PAC 4.5.3.5 verwalten Sie unter einem einheitlichen Interface sämtliche Remote-Verbindungen, unabhängig vom verwendeten Protokoll.

Von Putty und SecureCRT inspiriert, stellt der Perl Auto Connector PAC eine GTK-basierte Benutzeroberfläche zur Verfügung, in der Sie die gängigsten Remote-Zugriffsprotokolle wie Telnet, RDP, VNC und SSH bequem nutzen und verwalten. Dabei erfindet PAC das Rad nicht neu, sondern greift im Hintergrund auf die bewährten Konsolenprogramme zurück. Das Programm integriert sich nach dem Start als Icon in die Symbolleiste der Benutzeroberfläche. Über dessen Kontextmenü erhalten Sie direkten Zugriff auf alle konfigurierten Verbindungen. Letztere legt PAC in einer Baumstruktur am linken Fensterrand seines Hauptfensters ab. Hier navigieren Sie bequem durch die Liste und fassen einzelne Connections zu logischen Gruppen zusammen. Neben Verbindungseinstellungen wie Port, IP-Version oder Proxy können Sie auch Befehle definieren, die PAC vor oder nach der Verbindungsaufnahme ausführt. Eine integrierte Expect-Unterstützung erlaubt bei Konsolenverbindungen via Telnet oder SSH automatisch auf vordefinierte Eingabeaufforderungen zu reagieren. Beim Verwalten identischer Gegenstellen hilft eine Cluster-Funktion zur parallelen Administration mehrerer Rechner: Im Power Cluster Controller geben Sie Befehle ein, die auf allen Rechnern sofort ausgeführt werden. Die entfernten System lassen sich dazu bei Bedarf via Wake-on-LAN starten.

PAC 4.5.3.5

Lizenz: GPLv3

Quelle: https://sites.google.com/site/davidtv/

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