USB-Stick/CD-Modus

Die zweite Möglichkeit nennt sich USB Stick Mode und erfordert neben der bereits vorbereiteten CD einen USB-Stick. Dieser Modus eignet sich für Nutzer, die genutzte Anwendungen sowie die Ergebnisse der Sitzung speichern wollen und TCL auch an Rechnern verwenden, die nicht von USB booten. Dazu stecken Sie einen USB-Stick am Rechner an und booten TCL von einer CD.

Sobald beim Start die Bootparameter erscheinen, drücken Sie [Tab] und hängen an das Bootkommando den Parameter tinycore waitusb=10 an. Das hält den Bootprozess für 10 Sekunden an, um langsameren USB-Sticks Zeit zu geben, sich am Systembus zu registrieren. Per [Eingabe] fährt das System dann weiter hoch. Bei älteren USB-Sticks genügt ein Wert von 10 eventuell nicht, und Sie müssen auf 20 oder mehr Sekunden erhöhen.

Nach dem Start des Desktops rufen Sie in der Leiste am unteren Bildschirmrand den Dateimanager auf und navigieren darin zum Verzeichnis /mnt. Durch einen Klick auf das Plus-Zeichen davor sehen Sie nun den verbundenen USB-Stick. Sind mehrere Festplatten und/oder USB-Sticks angeschlossen, ergibt es Sinn, dem USB-Stick vorher einen eindeutigen Namen zu geben, sodass er sich leichter identifizieren lässt. Ansonsten hilft wieder der Befehl fdisk -l, um sicherzustellen, dass Sie auf das richtige Device schreiben.

Ein Rechtsklick auf das USB-Device öffnet die Option Create Directory, mit der Sie nun das Verzeichnis /tce erstellen. In diesem Ordner legt TCL zukünftig alle Anwendungen, Konfigurationen und gespeicherte Daten ab. Beim nächsten Start erkennt das System das Verzeichnis automatisch und stellt alle dort abgelegten Anwendungen zur Verfügung.

Vor dem Herunterfahren müssen Sie zum Speichern in der Leiste unten das Icon ganz links benutzen, um dann Backup Options | Backup auszuwählen. Nach Anwahl von sda1/tce oder der entsprechenden Bezeichnung des USB-Sticks und dem Bestätigen via OK speichert TCL alle Daten der Sitzung auf dem Stick. Lassen Sie diesen Schritt aus, gehen die Daten dieser Sitzung verloren.

USB-Stick-Boot-Modus

Der USB-Stick-Boot-Modus Modus speichert TCL und die Daten direkt auf dem USB-Stick und erspart somit das Booten von CD. Voraussetzung ist allerdings, dass der Rechner das Booten von USB-Geräten auch unterstützt. Nach dem Start des Desktops klicken Sie unten in der Leiste auf das Icon mit den beiden Halbkugeln und wählen im neuen Fenster den Punkt HD/USB Install (Abbildung 2).

Abbildung 2: Der integrierte Installer erlaubt es Ihnen, die Distribution mühelos mit Ihren Vorgaben auf einem USB-Stick zu installieren.

Danach öffnet sich ein weiteres Fenster, in dem Sie USB-HDD aktivieren. Steht dort in der obersten Zeile bereits /mnt/sr0/boot/core.gz und im Fenster darunter der USB-Stick als Removable Device, wählen Sie diesen aus. Ist die obere Zeile leer, tragen Sie dort /mnt/sr0/boot/core.gz manuell ein. Im nächsten Fenster wählen Sie ein Dateisystem, wobei Ext2 für einen USB-Stick am sinnvollsten erscheint, da das fehlende Journal Schreibzugriffe einspart.

Im darauf folgenden Fenster konfigurieren Sie die Boot-Optionen. Hier tagen Sie lang=de ein. Die weiteren angebotenen Optionen hängen Sie bei Bedarf durch Leerstellen voneinander getrennt an. Im nächsten Fenster aktivieren Sie die Optionen gemäß Ihren Wünschen. Wichtig ist wiederum die unterste Option, das Umschalten auf die deutsche Tastaturbelegung. Eine Anleitung, wie Sie diese permanent einrichten, finden Sie im TCL-Forum [5].

Die Boot-Optionen lassen sich auch später noch beim Hochfahren des Systems jeweils über [F2] bis [F4] anzeigen und auswählen. Das abschließende Fenster gibt einen Überblick über die gewählten Optionen; nach einem Klick auf Proceed startet die Setup-Routine mit dem Formatieren des USB-Sticks und überträgt danach das Abbild auf den USB-Stick. Von nun an startet der Rechner direkt vom Stick.

Ein weiterer Weg, TCL ohne CD zu nutzen, besteht darin, das Image in einer virtualisierten Umgebung wie Virtualbox oder KVM zu starten. Dabei gilt es lediglich, sicherzustellen, dass die VM die Daten an den USB-Stick im Gastsystem durchreicht. Dazu müssen Sie bei Virtualbox die Gasterweiterungen installieren und den USB-Modus in den Einstellungen auf USB 2.0 umstellen.

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