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© Medialinx AG

Kurzvorstellung Mageia 4

Vier gewinnt

Mageia 4 verbessert den Installationsablauf und erweitert das Software-Angebot der Distribution.

Das Mageia-Projekt [1] entstand im September 2010 mit dem Ziel, die Distribution Mandriva Linux unabhängig von dem ins Trudeln gekommenen Unternehmen weiterzuführen. Seit der Veröffentlichung des ersten Releases im Mai 2011 erfreut sich Mageia wachsender Beliebtheit und hat mittlerweile einen festen Platz in den Top 5 des Rankings auf Distrowatch [2].

Mit der Veröffentlichung von Mageia 4 bleibt das Projekt seinem Ziel treu, eine Distribution zu erstellen, die für Um- und Einsteiger einfach zu handhaben ist, ohne dem erfahrenen Benutzer die Vielfältigkeit eines Linux-Systems vorzuenthalten.

Wie üblich gibt es Mageia 4 in verschiedenen installierbaren Live- sowie dedizierten Installer-Varianten für 32- und 64-Bit-Systeme (siehe Tabelle "Mageia-Installationsmedien") – Sie haben also schon vor dem Download eine breite Auswahl vor sich [3]. Bei allen Mageia-Medien handelt es sich um sogenannte Hybrid-ISOs, die sich einfach mittels des Kommandozeilen-Befehls dd auf einen USB-Stick kopieren lassen, um sie dann von dort aus zu installieren [4].

Bei Mageia müssen Sie sich vor dem Herunterladen nicht auf einen Desktop festlegen: Mittels der bereitgestellten Meta-Pakete lässt sich jederzeit ein anderer Desktop nachinstallieren. Hierbei entspricht zum Beispiel ein Gnome-Desktop, der mittels des Meta-Pakets task-gnome einer installierten KDE-Live-DVD hinzugefügt wurde, exakt jenem Desktop, der auf einer installierten Gnome-Live-DVD zu sehen wäre.

Mageia-Installationsmedien

Typ Umfang 32 Bit 64 Bit Anmerkung
Installationsmedien
DVD 4,2 GByte X X viele Desktops, breite Software-Auswahl
Dualarch-DVD 1 GByte X X 32+64 Bit, nur XFCE
Netzwerk-CDs 23 bis 74 MByte X X mit / ohne unfreier Firmware
Live-Medien
CD 700 MByte X nur Englisch, KDE oder Gnome
DVD 1,4 GByte X X alle Sprachen, KDE oder Gnome

Die Installation

Den Installer haben die Entwickler für Mageia 4 etwas überarbeitet, wobei jedoch das gewohnte Look & Feel erhalten blieb. Bereits im Bootmenü des Installers treffen Sie verschiedene Einstellungen, etwa mittels [F2] die Auswahl der Sprache für die Installation.

In den weiteren Schritten partitionieren Sie die Festplatte und wählen dann die zu benutzenden Software-Quellen, wobei sich weitere Medien einrichten lassen wie etwa ein FTP-Server. Danach legen Sie fest, welche der auf den angegebenen Medien verfügbaren Repositories Sie nutzen möchten (Abbildung 1). Vorgegeben sind hier die Repos Core und Non-free der Installations-DVD.

Anschließend können Sie eine Auswahl der zu installierenden Software treffen. Wie bei den früheren Mageia-Versionen haben Sie in Sachen Desktop die Auswahl zwischen KDE, Gnome oder einem selbst definierten Desktop. Bei der benutzerdefinierten Variante zeigt der Installer eine Übersicht der einzelnen Paketgruppen, aus der Sie dann nach eigenem Ermessen auswählen. Daneben besteht auch die Möglichkeit zur individuellen Paketauswahl.

Der Installer von Mageia 4 gliedert die Paketgruppen grob in Arbeitsplatzrechner, Server und Graphische Arbeitsoberfläche (Abbildung 2). Diese neue Einteilung erhöht die Übersichtlichkeit – insbesondere, weil die letzte Sektion nun eine bei Weitem größere Anzahl an Möglichkeiten bietet.

Nach dem Einrichten der Pakete treffen Sie noch einige Einstellungen wie die Wahl des zu installierenden Bootloaders sowie Benutzernamen und Passwörter. Zum Abschluss liefert der Installer einen Überblick über alle Einstellungen und erlaubt noch einmal Anpassungen. Während des gesamten Installationsablaufes können Sie immer die zum jeweiligen Schritt gehörende Hilfe-Seite [5] öffnen.

Eine weitere Neuerung in Mageia 4: Ein Willkommens-Bildschirm (Abbildung 3) bietet nach dem ersten Login einen Überblick über die wichtigsten Werkzeuge und die wichtigsten Anlaufstellen für das neue System.

(U)EFI

Mageia 4 unterstützt standardmäßig noch kein UEFI. Das Mageia-Wiki liefert aber eine Anleitung, wie man Mageia mit UEFI nutzen kann [6]. Mageia 5 soll nativen UEFI-Support erhalten, eine Unterstützung von Secure Boot ist allerdings auch in Zukunft nicht vorgesehen.

Das Mageia-Kontrollzentrum

Zu den herausragenden Merkmalen von Mageia zählt das noch von Mandriva geerbte Mageia-Kontrollzentrum (Abbildung 4). Hier nehmen Sie an zentraler Stelle die gesamte Konfiguration des Systems vor. Dabei lassen sich alle Werkzeuge auch einzeln aufrufen. Die meisten Tools bieten außerdem eine Ncurses-basierte Schnittstelle und lassen sich daher auch ohne X-Server nutzen.

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