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© Colin Broug, sxc.hu

Loops & Co. bearbeiten mit Giada

Klopfzeichen

Loops und Effekte gehören zum Handwerkszeug des modernen DJs. Diese Kunst beherrscht Giada perfekt.

Hinter Giada verbirgt sich ein kleines Stück Musik-Software, das sich für vielfältige Zwecke eignet. Hauptsächlich zur Arbeit mit Loops konzipiert, macht es aber auch als Drum-Einheit eine gute Figur und erleichtert die Integration in andere Projekte über VST und MIDI.

Das Programm verfolgt das Rezept "einfache Oberfläche, geringe Systembelastung, maximale Möglichkeiten". Beim ersten Start macht sich das bemerkbar: Sie sehen mehr oder weniger einen grauen Kasten mit ein paar wenigen Bedienelementen – eine Oberfläche, die ganz anders wirkt, als die vieler anderer Musikprogramme (Abbildung 1). Aber sobald Sie sich mit Giada vertraut gemacht haben, fällt der Umgang damit in der Regel leicht.

Abbildung 1: Giadas Benutzerschnittstelle weicht optisch stark von jener anderer Programme ab, erweist sich aber in Bezug auf die Funktionalität durchaus als durchdacht.

Installation

Die Drum-Applikation steht auf der Projekt-Website http://www.giadamusic.com für Linux, Windows und Mac OS X bereit. Für Linux gibt es DEB-Pakete, die sich unter anderem für Ubuntu und Derivate eignen, und zwar sowohl als 32- als auch als 64-Bit-Variante. Die Entwickler bezeichnen die 64-Bit-Variante allerdings als experimentell. Dies bestätigte sich im Test: Derzeit neigt die Software noch zu Hängern und Abstürzen. Benutzer anderer Distributionen weichen auf die Installation aus dem Quellcode aus. Eine Suche in den gängigen RPM-Ressourcen ergab, dass dort überwiegend ältere Giada-Versionen vorliegen, deren Einsatz sich nicht unbedingt empfiehlt.

Erste Töne

Starten Sie Giada, finden Sie den bereits angesprochenen grauen Kasten auf dem Bildschirm, den einige Kästchen und Symbole zieren. Um den ersten Sound zu laden, klicken Sie auf Add new channel und anschließend auf Sample channel. Andernfalls erzeugen Sie einen Midi-Kanal für entsprechende Signale.

Über einen rudimentären Datei-Dialog öffnen Sie nun die gewünschte Audiodatei, die in einem unkomprimierten Format vorliegen sollte, wie WAV oder AIFF. MP3-Dateien eignen sich nicht für den Einsatz mit dem Programm.

Bevor Sie darangehen, die nächsten Segmente zu importieren, lohnt es sich, den neuen Sound und die Verbindung zum Audiosystem zu testen. Dazu spielen Sie die importierten Daten ab, indem Sie auf das ganz links stehende Quadrat neben dem Sound klicken, in Giada-Sprechweise: auf den Kanal.

Der erste Beat

Oberhalb der Kanäle sehen Sie einen Balken mit vier Kästchen, die einzelne Beats im jeweiligen Takt repräsentieren. Darüber sitzt das Steuerpult mit der Schaltfläche für Play/Pause und einem, der die Position auf den ersten Beat zurücksetzt. Der Kreis signalisiert die Aufnahme für Ereignisse, der Punkt die Audio-Aufnahme.

Mit Giada sind Sie aber nicht auf die standardmäßig konfigurierten vier Beats beschränkt. Über die Konfiguration des Sequenzers oberhalb der Beat-Anzeige stellen Sie die Taktung und eben auch die Anzahl der Beats für die Sequenz ein. Dies geschieht entweder in Zahlenwerten über ein Eingabefeld oder mittels der beiden Schalter hinter der Anzeige, mit der Sie bei Bedarf im laufenden Betrieb die Anzahl der Schläge anpassen.

Wählen Sie etwa die Einstellung 16/4, stehen vier Takte mit vier Schlägen bereit. Auf Wunsch offeriert Giada auch ein Metronom. Sie aktivieren es, indem Sie den unscheinbaren Schalter betätigen, der auf OFF steht.

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