AA_sxc-755972_StephanieBerghaeuser.jpg

© Stephanie Berghäuser, sxc.hu

Audiodaten abspielen im Terminal

Einfache Freuden

,
Schlank, schnell und effizient: Audioplayer für die Konsole ebnen den direkten Weg zum Hörerlebnis.

Linux steht für Vielfalt – auch in Sachen Audioplayer. Die Auswahl und der Einsatz geeigneter Software fällt allerdings angesichts der Vielfalt [1] etwas schwer. Wer sich für eines der Programme entscheidet, legt in der Regel Wert auf Alltagstauglichkeit und unkomplizierte Bedienung über die Tastatur. Alle vorgestellten Programme stehen als Paket für Debian 7 "Wheezy" und häufig für andere Linux-Distributionen in einer stabilen Variante bereit.

Geht es nur darum, Audiodateien abzuspielen, und das möglichst ohne viel Schnickschnack drumherum, dann fallen die Anforderungen sehr niedrig aus. Die Bedienkonzepte und Tastenkombinationen der getesteten Programme fallen höchst unterschiedlich aus und bieten durchaus Überraschungen. Einige Programme ordnen einer Funktion mehrere Tasten zu und erlauben es, die Tastenkombinationen nach Belieben anzupassen.

Funktionen

Zu den grundlegenden Funktionen zählen das Abspielen der Audiodatei, das Unterbrechen und Anhalten sowie das Vor- und Zurückspringen. Darüber hinaus bietet es Komfort, die Lautstärke direkt aus der Applikation zu regulieren. Alternativ nutzen Sie die Werkzeuge des Systems (siehe Kasten "Volume regeln"). Das Zusammenstellen, Bearbeiten und Abspielen von Wiedergabelisten (Playlists) gehört ebenfalls zu den gewünschten Features, alles andere zum Wunschkonzert.

Volume regeln

Am besten nutzen Sie zur Lautstärkeregelung entweder Alsamixer [4] oder Aumix [5] aus den Paketen alsa-utils beziehungsweise aumix.

Bei Alsamixer regulieren Sie die Lautstärke über die Pfeiltasten oder die entsprechenden Bewegungstasten, die dem Konzept des Editors Vim folgen. Den Wert für die Lautstärke lesen Sie als Zahlenwert unterhalb des Reglers ab.

Bei Aumix wählen Sie als Erstes mit den Pfeiltasten den gewünschten Kanal aus. Danach regeln Sie dessen Lautstärke ebenfalls mit den Pfeiltasten – nach links für leiser und nach rechts für lauter.

Alle getesteten Programme geben Audiodaten im Format MP3 und Ogg-Vorbis wieder, einige Kandidaten auch weitere Formate. Die Audiodaten wählen Sie direkt über die Ncurses-basierte Oberfläche der Programme aus oder übergeben diese beim Start auf der Kommandozeile als Parameter.

Die meisten Programme akzeptieren dabei die Daten entweder als einzelne Datei, komplettes Verzeichnis oder als URL eines Streams über das Internet, obwohl die einzelnen Funktionen teils etwas versteckt sind.

Tags

Viele Formate enthalten Meta-Informationen. Die einzelnen Programme verwenden die Metadaten der Audiodateien zur Anzeige in den Übersichten. Um zu prüfen, ob die Informationen vorhanden sind, nutzen Sie das Programm Mp3info [2] aus dem gleichnamigen Paket. Beim Aufruf geben Sie dazu den Namen der MP3-Datei als Parameter mit (Abbildung 1). Für das Ogg-Format nutzen Sie stattdessen das Programm Ogginfo [3] aus dem Paket vorbis-tools. Es funktioniert analog.

Abbildung 1: Mp3info zeigt Informationen zur ausgewählten MP3-Datei: Titel, Interpret, Album, Nummer des Stücks, Jahr der Veröffentlichung und Genre.

Diesen Artikel als PDF kaufen

Express-Kauf als PDF

Umfang: 5 Heftseiten

Preis € 0,99
(inkl. 19% MwSt.)

LinuxCommunity kaufen

Einzelne Ausgabe
 
Abonnements
 
TABLET & SMARTPHONE APPS
Bald erhältlich
Get it on Google Play

Deutschland

Ähnliche Artikel

  • Töne aus der Muschel
    Musikgenuss erleben ohne Maus und klickbare Oberfläche, aber mit einem Bedienkonzept, die an Texteditoren der Vi-Klasse erinnert, inklusive Fernsteuerung und viel Komfort – das bietet der Player Cmus.
  • Ogg Vorbis komprimiert Audiodateien
    KDE-Anwender können Musik-CDs mit Bordmitteln in komprimierte Audiodateien auf der Festplatte umwandeln – zum Beispiel ins freie Ogg-Vorbis-Format.
  • Acht MP3-Player mit OGG-Vorbis-Support im Test
    Sie sind klein, hübsch und gar nicht teuer: MP3-Player mit Support für das freie OGG-Vorbis-Format. LinuxUser hat acht Geräte für Sie getestet.
  • Abgespielt
    Finden Sie Amarok zu wuchtig und Rhythmbox oder Audacious zu altbacken? Dann könnte Ihnen der innovative Audioplayer Musique gefallen.
  • Spritziges Trio
    Wer mit seinem MP3-Player nicht nur Musik hören möchte, wird an den hier vorgestellten drei Geräten Gefallen finden. Sie bringen alle einen Tochscreen mit und unterstützen die freien Formate OGG-Vorbis und Flac.
Kommentare

Infos zur Publikation

LU 12/2017: Perfekte Videos

Digitale Ausgabe: Preis € 5,95
(inkl. 19% MwSt.)

LinuxUser erscheint monatlich und kostet 5,95 Euro (mit DVD 8,50 Euro). Weitere Infos zum Heft finden Sie auf der Homepage.

Das Jahresabo kostet ab 86,70 Euro. Details dazu finden Sie im Computec-Shop. Im Probeabo erhalten Sie zudem drei Ausgaben zum reduzierten Preis.

Bei Google Play finden Sie digitale Ausgaben für Tablet & Smartphone.

HINWEIS ZU PAYPAL: Die Zahlung ist ohne eigenes Paypal-Konto ganz einfach per Kreditkarte oder Lastschrift möglich!

Stellenmarkt

Aktuelle Fragen

Huawei
Pit Hampelmann, 13.12.2017 11:35, 2 Antworten
Welches Smartphone ist für euch momentan das beste? Sehe ja die Huawei gerade ganz weit vorne. Bi...
Fernstudium Informatik
Joe Cole, 12.12.2017 10:36, 2 Antworten
Hallo! habe früher als ich 13 Jahre angefangen mit HTML und später Java zu programmieren. Weit...
Installation Linux mint auf stick
Reiner Schulz, 10.12.2017 17:34, 3 Antworten
Hallo, ich hab ein ISO-image mit Linux Mint auf einem Stick untergebracht Jetzt kann ich auch...
Canon Maxify 2750 oder ähnlicher Drucker
Hannes Richert, 05.12.2017 20:14, 4 Antworten
Hallo, leider hat Canon mich weiterverwiesen, weil sie Linux nicht supporten.. deshalb hier die...
Ubuntu Server
Steffen Seidler, 05.12.2017 12:10, 1 Antworten
Hallo! Hat jemand eine gute Anleitung für mich, wie ich Ubuntu Server einrichte? Habe bisher...