Herzensangelegenheit

Eine Besonderheit stellt das Herz-Icon dar: Ein Mausklick darauf öffnet eine Webseite, auf der Sie eine Spende an das Calibre-Projekt tätigen können. Das böte die Chance, die vielen Kleinigkeiten zu würdigen, die Calibre zu einem ausgezeichneten Programm zum Verwalten für digitale Bibliotheken machen.

An manchen Stellen meinten es die Entwickler aber etwas zu gut: So verwandelt eine Funktion die Nachrichten angegebener Webseiten auf Knopfdruck in ein E-Book. Ein Feedreader wäre hier bei den meisten Benutzern wohl die offensichtlichere Wahl zum Lesen von News.

Das Programm erscheint im täglichen Einsatz weitgehend selbsterklärend. Das Interface haben die Entwickler eingedeutscht, sodass es hier keine großen Hürden gibt. Wer dennoch Informationen benötigt, die darüber hinausgehen, der wirft einen Blick in die Hilfe. Diese liegt allerdings wiederum nur in Englisch vor.

Hinter der Schaltfläche mit dem kleinen Doppelpfeil oben rechts verbergen sich weitere Optionen. Dazu zählt etwa die Möglichkeit, Bücher aus dem Bestand zu entfernen, die Dateien der Calibre-Bibliothek zu verwalten, den Inhalt der Bibliothek auf der Festplatte zu speichern, mit anderen Personen Bücher zu teilen oder Einstellungen zu verändern.

All diese nützlichen Kleinigkeiten verbergen sich zu Recht hinter der einzelnen Schaltfläche: Die ständig sichtbaren Icons stellen in der Tat alle wichtigen Funktionen für den täglichen Umgang mit der Bibliothek bereit. Das vereinfacht den Einsatz.

Fazit

Calibre erweist sich als leistungsfähige Bibliothekssoftware, welche die eigene E-Book-Sammlung aufgeräumt bereitstellt und bei Bedarf die Lektüre auf einfache und gründliche Weise in die verschiedenen Formate wandelt.

Im Test trug Calibre sogar dazu bei, Fehler im Format bei einem vorhandenen E-Book aufzudecken und zu beseitigen. Letzteres erledigen Sie allerdings nicht in Calibre selbst, sondern mit einem entsprechenden Editor, wie etwa LibreOffice in Kombination mit dem Plugin eLAIX (siehe Artikel in dieser Ausgabe).

Als wichtig für Bücherwürmer erweist sich unter Umständen das Auffinden digitaler Lektüre im Internet. Wer dabei die Auswahl der zu durchsuchenden Quellen auf ein vernünftiges Maß reduziert, ertrinkt auch nicht in der Flut der Ergebnisse. 

Der Autor

Karl Sarnow schreibt seine E-Books mit LibreOffice als normale Office-Dateien. Das Konvertieren in PDF und HTML übernimmt ebenfalls die freie Büro-Suite. Mit Calibre verwaltet er die verschiedenen Versionen und testet die Anzeige der unterschiedlichen Formate.

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