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Für den schnellen Dateiaustausch in kleineren, geschlossenen Netzwerken bietet Droopy 20131121 eine unkomplizierte, per Webbrowser nutzbare Alternative.

Mit Droopy laden Sie via Webbrowser bequem Dateien auf einen Rechner – ideal für den Datenaustausch im WG-Netz, in Ad-hoc-LANs oder auf LAN-Partys. Als privater Dropbox-Ersatz fürs Internet disqualifiziert Droopy allerdings seine rudimentären Benutzerauthentifizierung. Das Tool besteht aus einer einzigen ausführbaren Python-Datei. Ohne Parameter aufgerufen, lauscht Droppy auf Port 8000 auf eingehende Verbindungen. Rufen Sie den Port via Webbrowser auf, erscheint ein einfaches Upload-Formular. Optional dürfen Sie mittels der Parameter -m und -p die Formularseite mit Bildern oder einem Begrüßungstext versehen. Geben Sie nicht über -d ein explizites Speicherverzeichnis an, legt Droopy alle empfangenen Dateien im aktuellen Verzeichnis ab. Standardmäßig lehnt das Tool den Zugriff auf die hochgeladenen Dateien über die Formularseite ab. Sollen die Files aus dem Upload-Verzeichnis auch zum Herunterladen bereitstehen, müssen Sie beim Start den Parameter --dl angeben. Droopy listet dann alle enthaltenen Dateien im Formular unterhalb des Eingabefelds auf. Um eine oder mehrere Dateien mittels Droopy zu übertragen, genügt ein Klick auf den Knopf Browse: Es erscheint ein Datei-Dialog, in dem Sie die zu übertragenden Dateien auswählen. Anschließend starten Sie mittels Send die Übertragung. Um den Zugriff auf Droopy einzugrenzen, legen Sie über den Parameter -a eine einzelne Benutzerkennung samt Passwort fest – das Anlegen mehrerer Benutzer klappt nicht. In der aktuellen Version unterstützt Droopy außerdem SSL-Verschlüsselung. Dazu geben Sie beim Start mit dem Parameter --ssl ein selbst signiertes Zertifikat an. Ebenfalls neu: Mit dem Parameter --chmod passen Sie die Zugriffsrechte der hochgeladenen Dateien an. Geben Sie den Parameter --save-config an, speichert Droopy die per Kommandozeile übergebene Konfiguration in der Datei $HOME/.droopy. Ein alternativer Name oder Speicherort lässt sich nicht angeben.

Droopy 20131121

Lizenz: New BSD License

Quelle: http://stackp.online.fr/?p=28

Tachometer

Mit Monitorix 3.4.0 behalten Sie die Auslastung des Rechners stets im Auge – auch aus der Ferne via HTTP. Das Tool überwacht auf Wunsch alle wichtigen Systemkomponenten.

Mit dem Perl-Programm Monitorix behalten Sie alle wichtigen Dienste und Systemressourcen im Blick. Es arbeitet dezent als Dienst im Hintergrund und erhebt seine Informationen unter anderem aus den Log-Dateien des Systems. Darüber hinaus enthält es eine Reihe von Checks, die Sie ganz nach Gusto aktivieren und konfigurieren. Die Einstellungen nehmen Sie in der Datei /etc/monitorix.conf vor. Dort legen Sie fest, welche Checks Monitorix aktivieren und als Grafik darstellen soll. Es gibt mehr als 25 mögliche Prüfpunkte, von der Systemlast über die Festplattenaktivität bis hin zu Kontrolle von Webservern und Datenbanken. Neuere Versionen unterstützen sogar die Hardware-Sensoren des Raspberry Pi, falls Monitorix auf diesem zum Einsatz kommt. Eine umfassende Liste aller Checks entnehmen Sie dem Bereich Features der Monitorix-Webseite. Jede Prüfroutine besitzt einen eigenen Bereich in der Konfigurationsdatei, in dem Sie Schwellwerte festlegen und Abfrageparameter angeben. Die erfassten Systemwerte legt Monitorix als RRD-Dateien unter /var/lib/monitorix/ ab und verwendet sie als Basis für die grafische Darstellung im Webbrowser. Die Statistiken ermöglichen eine Ansicht in mehreren Stufen: In der Vorgabe zeigt das Tool die tägliche Auslastung, es lassen sich aber auch Statistiken auf Wochen- oder Monatsbasis erzeugen. Frühere Monitorix-Versionen stellten für die Web-Präsentation lediglich eine CGI-Datei bereit und erforderten das Installieren eines Webservers. Seit Version 3.0 besitzt Monitorix eine eigene HTTP-Engine und stellt die Statistiken auf Port *8000 bereit.

Monitorix 3.4.0

Lizenz: GPLv2

Quelle: http://www.monitorix.org

Bibliothekar

Tmsu 0.3.0 bietet alle Vorzüge einer schlagwortbasierten Dateiverwaltung, ohne dabei das jeweilige File zu verändern. Das vereinfacht das Verwalten großer Dateiarchive enorm.

Die "Tag" genannten Dateimarkierungen kennen Sie sicher bereits von MP3-Dateien, wo sie das Verwalten großer Audio-Archive sehr erleichtern. Mit dem Tool Tmsu können Sie nun auch normale Dateien mit solchen frei definierbaren Schlagworten versehen. Die Originaldatei wird dabei nicht verändert – stattdessen erstellt Tmsu ein auf FUSE basierendes virtuelles Verzeichnissystem, in dem es die Tags verwaltet. Dabei legt es für jedes Schlagwort ein eigenes Unterverzeichnis an und erstellt dort Symlinks auf die Originaldateien. Vor dem ersten Einsatz von Tmsu müssen Sie daher einen Mount-Point anlegen, in den das Tool das virtuelle Dateisystem einhängt. Letzteres geschieht mit dem Aufruf tmsu mount Mount-Point. Anschließend verschlagworten Sie nach Herzenslust Dateien mittels des Aufruf tmsu tag Datei Tag. Mit tag --from übernehmen Sie die Schlagwortstruktur einer anderen Datei auf die aktuelle. Eine Liste aller vergebenen Tags liefert das Tool mit dem Befehl tags. Das stats-Kommando gibt Auskunft, welche Dateien Sie mit welchen Schlagworten markiert haben. Doppelte Tags zu einer Datei spüren Sie mit der Anweisung dupes auf und entfernen sie via untag. Das Zusammenführen zweier Tags gelingt mit dem Befehl merge. Mit files Tag gibt Tmsu alle Dateien aus, die Sie mit dem entsprechenden Schlagwort versehen haben. Eine Liste aller Tmsu-Befehle liefert die Manpage des Tools. Das Wiki auf der Projektseite bietet außerdem eine Schnellübersicht mit einer Reihe von Anwendungsbeispielen. Alle Informationen der markierten Dateien legt Tmsu als SQLite-Datenbank im Benutzerverzeichnis ab.

Tmsu 0.3.0

Lizenz: GPLv3

Quelle: https://bitbucket.org/oniony/tmsu/

Archivar

Als bequemer Wrapper für alle gängigen Konsolen-Packprogramme betätigt sich Z 2.7.0. So müssen Sie sich beim Auspacken keine Gedanken machen, welches Tool Sie benötigen.

An Kompressionsprogrammen besteht unter Linux kein Mangel: Jede Distribution liefert zahlreiche Derivate für die unterschiedlichsten Anwendungsgebiete. Jedes der Tools erfordert aber eigene Aufrufparameter. Das Shell-Skript Z vereinfacht nun das Handhaben aller Kompressionsprogramme, indem es ihre wichtigsten Funktionen unter einheitlichen Parametern zusammenfasst. Eigene Packroutinen besitzt Z nicht – stattdessen statteten die Entwickler das Tool mit Analysefunktionen aus, damit es selbst bei einem Aufruf ohne Parameter erkennt, was Sie tun möchten. Rufen Sie Z beispielsweise mit einem komprimierten Archiv auf, ermittelt es selbstständig dessen Format und entpackt es ins selbe Verzeichnis wie das Quellarchiv. Möchten Sie nur den Inhalt eines Archivs betrachten, geben Sie Z neben dem Archivnamen den Parameter -t mit. Übergeben Sie dem Tools statt eines Archivs ein Verzeichnis oder eine Datei, komprimiert es diese mittels compress und löscht die unkomprimierte Version; Verzeichnisse fasst es vorher mit tar zusammen. Bevorzugen Sie Gzip oder Bzip2 als Packer, legen Sie das mit dem Parameter -gz respektive -I fest. Finden sich die entsprechenden Tools auf dem System, lassen sich auch Archive in den Formaten LZIP, XZ, ZIP oder JAR erzeugen. In der Umgebungsvariable ZOPTS legen Sie Parameter fest, die Z bei jedem Start verwendet. Umgebungsvariablen anderer Kompressionsprogramme wie Gzip oder Zipopt dagegen ignoriert Z bewusst, um deren einheitliche Funktion auf allen Plattformen nicht zu unterlaufen.

Z 2.7.0

Lizenz: GPLv2

Quelle: http://www.cs.indiana.edu/~kinzler/z/

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