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© PinkyellJM, sxc.hu

OpenSuse 13.1 im Überblick

Immerwährendes Grün

Die OpenSuse-Entwickler haben sich mächtig ins Zeug gelegt und beinahe punktgenau das aktuelle Release 13.1 auf die Server geschoben. Unser Test zeigt, was Sie erwarten dürfen.

Acht Monate nach der Version 12.3 haben die Entwickler das Release 13.1 (siehe Kasten "Versionierung") der Community-Distribution OpenSuse [1] veröffentlicht – und liegen damit im Gegensatz zu den mehrfachen Verzögerungen bei OpenSuse 12.3 diesmal im Zeitplan. Wir haben die von vielen mit Spannung erwartete Distribution auf den Labortisch geholt.

Als wichtige Neuerungen der aktuellen Version der Allround-Distribution fällt neben den üblichen, recht umfangreichen Aktualisierungen bei den Paketen ein deutlich ausgebautes Angebot an Software auf sowie ein vornehmlich unter der Haube modernisiertes YaST. Hinzu kommen eine verbesserte Stabilität insgesamt und ein verlängerter Zeitraum für Updates. Außerdem bietet das neue OpenSuse eine bessere Unterstützung für Wayland, Android und ARM.

Versionierung

Sollten Sie sich wundern, dass nach OpenSuse 12.3 eine Version 13.1 folgt, werfen Sie einen Blick auf die Hinweise des vor etwas mehr als zwei Jahren geänderten Schemas, dem die Distribution nun folgt. Demnach gibt es keine Releases mit einer Null nach der Jahreszahl mehr. Dabei trägt das November-Release immer die 1, das im Juli die 2 und im März folgt die 3.

Qualität

Dass die Qualitätssicherung gute Arbeit geleistet hat, bestätigen unsere Tests rundum. Das war bei OpenSuse nicht unbedingt immer selbstverständlich, gab es doch im Zuge der Entwicklung je nach Version Höhen und Tiefen. Fairerweise bleibt aber festzuhalten, dass es an der Stabilität der Version 12.3 nicht viel zu bemängeln gab.

Nach den Auseinandersetzungen innerhalb der OpenSuse-Community, die im Zuge der Veröffentlichung der Vorgängerversion nach draußen gedrungen waren, ist das pünktliche Release ein positives Signal für mehr Einigkeit innerhalb der Entwicklergemeinschaft, was außerdem für mehr Qualität gesorgt hat.

Einen gewichtigen Anteil daran hat die Tatsache, dass außerdem eine bessere Qualität und Stabilität diesmal ganz oben auf der Prioritätenliste standen. Die mehr als 100 permanent an OpenSuse mitwirkenden Entwickler unter Leitung von Projektleiter Jos Poortvliet beseitigten im Rahmen eines "Beta Hackaton" [2] titulierten Qualitätssicherungs-Marathons 140 Fehler und untersuchten mehr als 400 weitere.

An den Qualitätsverbesserungen bei OpenSuse hat mit OpenQA [3] ein Mitte 2013 vorgestelltes Testsystem maßgeblichen Anteil, mit dem die Entwickler die Stabilität des Systems fortwährend überprüfen. Besonderes Augenmerk galt im Rahmen der Arbeiten dem Dateisystem Btrfs.

OpenSuse firmiert mittlerweile als reines Community-Projekt, an dem zwar einige Suse-Mitarbeiter auf freiwilliger Basis mitarbeiten, das Gros der Arbeit erledigen aber freie Entwickler. Das Unternehmen Suse mischt sich nur im Notfall ein. Insofern gleicht das Verhältnis von OpenSuse und Suse Linux Enterprise (SLE) in etwa dem von Fedora und Red Hat.

Datenträger

OpenSuse 13.1 steht wahlweise als installierbares Gnome- oder KDE-Live-Image sowie als klassisches DVD-Abbild für 32- und 64-Bit-Architekturen auf der Download-Seite [4] des Projektes bereit. Allerdings sind die beiden Live-Medien mit einer Größe von knapp 900 MByte vorrangig für USB-Flash-Medien optimiert und passen nicht auf eine gewöhnliche CD.

Das Team bietet zudem eine Rettungs-CD und ein Netinstall-Image an. Darüber hinaus gibt es OpenSuse schon seit der Version 12.2 in einer Version für Hardware, die auf der ARMv7-Architektur basiert. In den Paketquellen finden sich aber zusätzlich Pakete für ARMv6 und ARMv8.

Die ARMv6-Pakete zielen auf den Einsatz auf ARM-CPUs mit integrierter Floating Point Unit (FPU) ab. Sie bilden zudem die Basis für die vor Kurzem veröffentlichten Images für den Raspberry Pi [5]. Die ARMv8-Pakete adressieren lediglich Entwickler. Insgesamt gilt die Unterstützung für ARMv6 und ARMv8-A im Gegensatz zu jener für ARMv7-Systeme noch als experimentell.

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