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© Bertvthul, sxc.hu

Punktgenau

Mit Urban Lightscape nachträglich die Belichtung korrigieren

19.12.2013
Mit Urban Lightscape setzen Sie gezielt dezente Highlights und verwandeln so einen einfachen Schnappschuss in einen echten Hingucker.

Sie haben ein tolles Motiv gefunden und es technisch einwandfrei aufgenommen. Am Rechner geöffnet, fällt dann auf, dass es doch wieder Ecken gibt, die überstrahlt sind, und bei einigen schwarzen Stellen bleibt unklar, was dort genau zu sehen sein müsste.

An dieser Stelle tritt nun Urban Lightscape [1] auf den Plan: Mit dem Werkzeug nehmen Sie keine globalen Korrekturen an der Helligkeit vor, sondern nur dort, wo es notwendig ist. Dazu dienen Kontrollpunkte, die den U-Point-Kontrollen in der Nik Collection [2] vom Ansatz her ähneln.

Installation

Urban Lightscape gibt es in Versionen für Windows, Mac und Linux. Während für die Windows- und Mac-Versionen Lizenzgebühren anfallen, steht das Programm für Linux-Anwender kostenlos bereit – allerdings nicht als Binärpaket, sondern im Quellcode. Dadurch dürfte die Installation gerade Fotografen, denen ja der Ruf einer gewissen Technikfeindlichkeit anhaftet, nicht so leicht fallen, nicht zuletzt, da der reibungslose Ablauf einige Abhängigkeiten mit sich zieht.

Glücklicherweise existiert jedoch ein PPA-Archiv [3], das die Installation für weniger technikaffine Anwender vereinfacht. Ein kurzer Ausflug auf die Kommandozeile ist dennoch notwendig. Für die Installation geben Sie die drei Zeilen aus Listing 1 im Terminal ein. Danach starten Sie das Programm durch die Eingabe des Programmnamens urbanlightscape auf der Kommandozeile.

Listing 1

$ sudo add-apt-repository ppa:dhor/myway
$ sudo apt-get update
$ sudo apt-get install urbanlightscape

Bildformate

Zunächst einmal gilt es, die Fotos zu laden. Ein Drag & Drop aus dem Dateimanager funktioniert nicht, es bleibt nur der Weg über den Datei-Dialog. Dort haben Sie eine Reihe Formate zur Auswahl, darunter JPEG, PNG, TIFF und verschiedene Windows-Formate. Die Formate aus Photoshop sowie RAW-Dateien fehlen in der Auswahl.

Allerdings überraschte die Software im Test: Beim Einsatz des Eintrags All files ließen sich problemlos RAW-Bilder einer Canon-Kamera laden und mit dem Programm bearbeiten.

Erste Schritte

Haben Sie das erste Foto geladen, steht der Arbeit nichts mehr im Wege. Vielleicht wundern Sie sich, dass Sie auf der Oberfläche nur wenige Bedienelemente finden. Das hat seine Richtigkeit, denn es gibt hier nichts weiter zu aktivieren oder nachträglich zu installieren. Das Programm glänzt durch einen sehr einfachen Aufbau (Abbildung 1).

Abbildung 1: Auf der Oberfläche tummeln sich ein paar Regler, mit denen Sie das Ergebnis beeinflussen.

Einen ersten Kontrollpunkt legen Sie auf einfache Weise an: Sie klicken dazu doppelt auf eine Stelle im Bild, die Sie anpassen möchten. Nach einem kurzen Augenblick erscheint dort der Kontrollpunkt, den Sie an einem kleinen Kreis mit einer laufenden Nummer erkennen (Abbildung 2).

Abbildung 2: Ein Doppelklick auf eine gewünschte Stelle im Bild erzeugt einen neuen Kontrollpunkt.

Indem Sie beim Doppelklick abschließend die Maustaste gedrückt halten, haben Sie die Möglichkeit, den Kontrollpunkt zu beeinflussen. Ziehen Sie die Maus nach oben, erhöhen Sie die Helligkeit, ziehen Sie den Zeiger nach unten, erscheint der Punkt und der benachbarte Bereich etwas dunkler (Abbildung 3). Über weitere Kontrollpunkte, von denen Sie beliebig viele einfügen dürfen, verleihen Sie dem Bild die passende Balance bei der Helligkeit (Abbildung 4).

Abbildung 3: Durch Ziehen mit der Maus nach oben oder unten passen Sie die Helligkeit am Kontrollpunkt und rundherum an.
Abbildung 4: Durch eine größere Zahl an Kontrollpunkten steuern Sie die Verteilung der Helligkeit im Bild sehr präzise.

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