Das Aussehen ändern

Bei Bedarf ändern Sie das Aussehen eines Nodes über verschiedene Attribute. Dazu kommt beispielsweise shape=box zum Einsatz. Bei den Formen gilt es, zu beachten, dass bei manchen der Text über die Linie der Box hinausragt. Dies gehört zu den bislang ungelösten Problemen der Automatik. Hier müssen Sie dann noch einmal Hand anlegen, indem Sie die Größe der Form anpassen.

Die Textfarbe setzen Sie über color, die Farbe für den Hintergrund mit fillcolor. Das Programm erlaubt Farbnamen, Farbwerte in HTML-Manier (#F101FF) sowie Farbnummern. Die Angabe von fillcolor wirkt allerdings nur, wenn Sie den Style auf style=filled setzen. Eine Übersicht über die Farben finden Sie online [3].

Die Breite und Höhe für einen Node bestimmt die Software in der Regel automatisch. Mit den Attributen height und width legen Sie bei Bedarf Mindesthöhe und Mindestbreite fest. Setzen Sie das Attribut fixedsize=true für den Node, so interpretiert das Programm die beiden Werte als gesetzt und überschreitet diese nicht. Die Angabe der Größen erfolgt in Inch.

Über das Attribut style legen Sie außerdem das Aussehen (die Art des Rahmens) eines Nodes fest. Als mögliche Formen kennt Graphviz durchgezogen, mit abgerundeten Ecken, gepunktet, gestrichelt oder fett (Abbildung 3). Mit dem Attribut peripheries=2 zeichnet die Software eine doppelte Linie, mit style=invis verstecken Sie einen Node.

Abbildung 3: Über das Attribut style verändern Sie das Aussehen der Nodes.

Die Schriftart für das Label legen Sie mit dem Attribut fontname fest, die Schriftgröße mit dem Attribut fontsize. Das Attribut fontpath definiert, in welchen Verzeichnissen das Programm nach den Fonts sucht. Alternativ verwenden Sie die Umgebungsvariablen DOTFONTPATH oder GDFONTPATH.

Sie beschriften einen Node entweder über seinen Namen oder über das Attribut label. Dabei bestimmen Sie zusätzlich mit labelloc, wo der Renderer den Text positioniert. Dabei sorgt t dafür, dass der Text oben ("top") steht, b setzt ihn nach unten ("bottom"). Tragen Sie bei labeljust ein r ein, erscheint der Text rechts ausgerichtet, bei l links ausgerichtet. Ohne weitere Angabe zentriert Graphviz ihn.

Edges ändern

Was für Schriften und Boxen klappt, funktioniert auch bei Linien: Deren Aussehen modifizieren Sie ebenfalls mit dem Attribut style. Wie bei den Linien von Nodes besteht hier die Möglichkeit, diese durchgezogen, fett, gestrichelt, gepunktet oder unsichtbar zu gestalten (Abbildung 4).

Abbildung 4: Ebenso wie die Kästen verändern Sie das Aussehen der Linien bei Bedarf über Attribute.

Für die Farbe verwenden Sie die gleichen Werte wie bei Nodes. Für Anfang und Ende der Linie stehen verschiedene Symbole bereit. Über das Attribut arrowhead definieren Sie die Spitze und über arrowtail den Fuß eines Pfeils. Mit arrowsize verändern Sie bei Bedarf die Form von dessen Spitze.

Über dir legen Sie die Richtung fest (both für beide, forward (Standard), back für umgedreht). Mittels none erzeugen Sie eine Linie ohne Spitze. Eine umfangreiche Übersicht finden Sie online [4].

Mit dem Attribut headclip=false und tailclip=false legen Sie fest, dass die Linie nicht bis zum Außenrand des Nodes läuft, sondern bis in dessen Mitte. Standardmäßig bildet die Software für jede Linie einen neuen Verbindungspunkt am Rand des Nodes. Möchten Sie mehrere Punkte zusammenfassen, weisen Sie diesen den gleichen Wert für sametail beziehungsweise samehead zu (Beispiel: sametail=gruppeA, Abbildung 5).

Abbildung 5: Bei Bedarf fassen Sie Verbindungspunkte zusammen, um eine Grafik übersichtlicher zu gestalten.

Graphviz bietet drei Möglichkeiten, um eine Verbindungslinie zu beschriften: Mit dem Attribut label setzen Sie den Text in die Mitte der Linie. Über headlabel landet die Beschriftung am Kopf der Linie. Durch das Platzieren am Kopf oder am Fuß kommt es aber unter Umständen dazu, dass der Text zu nahe an der Linie oder am Node liegt. Hier helfen die Attribute labelangle und labeldistance weiter.

Sie dürfen alle drei Arten der Beschriftung gleichzeitig verwenden. Mit dem Attribut decorate=true sorgen Sie dafür, dass das Programm den Text unterstreicht, und mit labelfloat=true erlauben Sie das Überlappen, was dazu führt, dass das Diagramm kompakter ausfällt.

Zusätzlich können Sie den Text mit den Attributen labelfontcolor, labelfontname und labelfontsize anpassen. Mit dem Attribut labelangle und labeldistance legen Sie fest, wo die Applikation den Text platziert. Dabei kommen Polarkoordinaten zum Einsatz. Dabei setzt labelangle den Winkel in Grad und labeldistance den Skalierungsfaktor für den Abstand zum Node.

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