Freies Fernsehen mit MediathekView

Buntes aus der Anstalt

Mit MediathekView greifen Sie unkompliziert auf die Mediatheken der öffentlich-rechtlichen Sender aus Deutschland und Österreich zu. Mit dem Programm sehen Sie die Sendungen nicht nur an, sondern laden sie auch herunter.

Alle öffentlich-rechtlichen Sender verfügen über mehr oder weniger übersichtliche Mediatheken, in denen sie die Sendungen meistens eine Woche lang nach Ausstrahlung für die Wiedergabe über das Internet zugänglich machen. Die oft umständliche Bedienung und fehlende Möglichkeiten zum Herunterladen der Filme konterkarieren diese an sich guten Absichten. Genau diese Mängel gleicht das Programm MediathekView [1] aus.

Vorbereitungen

Die Java-Applikation erfordert die entsprechende Runtime-Umgebung in der Version 7. Zum Abspielen der Streams benötigt die Software darüber hinaus den VLC-Player, den Sie über den Paketmanager der verwendeten Distribution installieren. Um MediathekView zu starten, enthält dessen ZIP-Archiv das Skript MediathekView__Linux.sh. Sofern es Ausführrechte besitzt, startet die Applikation nach einem Klick darauf.

Möchten Sie MediathekView zusätzliche Parameter übergeben, rufen Sie es auf der Kommandozeile auf. Mit -M startet das Programm mit maximiertem Hauptfenster, -auto aktiviert ein automatisches Update der Filmlisten, -alles lädt die verfügbaren Daten sämtlicher Sender. Der Parameter -noGui aktualisiert nur die Listen der Sendungen, verhindert aber das Öffnen des Hauptfensters.

Start

Nach dem Start begrüßt Sie die wenig spektakuläre Oberfläche. Als Erstes lädt das Programm die Listen mit den Sendungen, was abhängig von der Internetverbindung und dem Zeitpunkt des letzten Aktualisierens etwas dauert. MediathekView speichert die durchaus umfangreichen Daten (rund 50 MByte) im Home-Verzeichnis unter .mediathek3/. Momentan unterstützt MediathekView die Sender ARD, ZDF, Arte, 3Sat, SWR, BR, MDR, NDR, WDR, HR, RBB, ORF und SF.

Nach dem Start beginnen Sie in der Regel direkt mit der Suche. Dazu tragen Sie ein Stichwort oder Textteil aus dem Titel der gesuchten Sendung in das bereits aktivierte Feld Thema oder Titel ein. Das führt in vielen Fällen zu einer überschaubaren, manchmal jedoch einer sehr großen Menge an Treffern (Abbildung 1).

Abbildung 1: Nutzen Sie bei der Suche häufig verwendete Stichworte, fallen die Listen mit den Ergebnissen schnell unübersichtlich aus.

Bei Bedarf sortieren Sie die Trefferliste anhand der Spalten, was die Übersicht teils deutlich erhöht. Über der Spalte Dauer identifizieren Sie recht schnell eine Vielzahl von sehr kurzen Beiträgen – oft handelt es sich dabei um Vorschauen für Filme. Um diese herauszufiltern, bietet es sich an, mit dem Schieberegler Mindestlänge einen Bereich um die erwartete Länge vorzugeben.

Ein Doppelklick auf einen der angezeigten Einträge startet den VLC-Player mit dem Beitrag. Das nach links zeigende grüne Dreieck macht das Gleiche, ebenso ein entsprechender Eintrag im Kontextmenü. Alternativ bietet die Software die Möglichkeit, Sendungen herunterzuladen, was Sie mit dem roten runden Knopf erledigen. Zu den einzelnen Filmen zeigt das Programm Informationen an, die der Sender bereitstellt (Abbildung 2).

Abbildung 2: Zu einigen Filmen bieten die Sender detailliertere Informationen an.

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