Profiling

Viele professionelle Scanner bieten die Möglichkeit der Farbkalibrierung. Dazu bieten Hersteller – teils kostenpflichtig – eine IT8-Farbbeschreibungsdatei zusammen mit einer Farbschablone an. Aus diesen generiert das Programm eine passende ICC-Datei. Haben Sie mehrerer solcher Geräte im Einsatz, legen Sie unterschiedliche Dateien an.

Um ein Profil zu generieren, legen Sie die Schablone auf den Scanner und speichern die dazugehörige Datei unter dem Namen scanner.it8 im Vuescan-Verzeichnis ab. Nachdem die Vorschau erscheint, klicken Sie im Menü oben auf den Eintrag Profil und danach auf Scanner-Profil erstellen. Die Software legt nun eine Datei mit dem Namen scanner.icc an, die das Profil enthält.

Bei Einsatz mehrerer Scanner empfiehlt es sich, diese jeweils mit dem Namen des jeweiligen Scanners umzubenennen. Um das entsprechende Profil beim nächsten Programmstart zu laden, klicken Sie im linken Bereich des Fensters auf den Reiter Farbe und wählen in der Zeile Farbraum Scanner: den Eintrag ICC Profile. Die passende Datei laden Sie dann in der Zeile ICC-Profil Scanner: direkt darunter.

Test

Beim Test mit einem betagteren Umax-Astra-Scanner und einem neueren Epson-Perfection-Modell stachen signifikante Unterschiede ins Auge: Das ältere Umax-Gerät erfasste bei 600 dpi und einer Farbtiefe von 24 Bit eine A4-Seite in weniger als einer Minute, wobei es das System kaum beanspruchte. Das Epson-Modell benötigte nahezu die dreifache Zeit. Zudem ließ sich während des Vorgangs der Rechner, auf dem PCLinuxOS installiert war, nicht mehr flüssig bedienen.

Diese signifikanten Unterschiede in Bezug auf Verbrauch von Ressourcen und Geschwindigkeit sind – wie ein zusätzlicher Kurztest mit einem HP- und einem Microtek-Gerät zeigte – auf die genutzte Schnittstelle zurückzuführen: Während der HP- und der Epson-Scanner durch eine USB-2.0-Verbindung mit dem Hostrechner kommunizieren, verwendet der Umax-Scanner ebenso wie das ebenfalls ältere Microtek-Gerät einen SCSI-Hostadapter. Dieser bewältigt die großen anfallenden Datenmengen erheblich schneller und belastet durch die Eigenintelligenz zudem den Hostrechner deutlich weniger.

Qualitativ ließen sich bei allen Geräten keine Unterschiede bei den Ergebnissen ausmachen. Die Scans waren durchgängig farbtreu und bei niedrigeren Auflösungen im Fall von Farbbildern scharf. Bei Textvorlagen arbeiteten die Geräte deutlich schneller: So schaffte der Umax-Scanner eine komplett beschriebene A4-Vorlage in weniger als 20 Sekunden; die USB-Geräte benötigten dafür immerhin knapp unter einer Minute.

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