Ausgabe

Im letzten Reiter, Ausgabe, stellen Sie ein, in welcher Form Photivo Bilder ausgibt. Die meisten Einträge fallen selbsterklärend aus. RGB-Kurve entspricht der normalen Werte-Kurve und interferiert mit der L*-Kurve. Relativ große Auswirkungen hat auch die sRGB-Gamma-Kompensation, die Sie allerdings nicht aktivieren müssen.

Der gewählte Ausgabefarbraum legt fest, wie Photivo die Bilddaten in die Ausgabedatei konvertiert. Die fünf Varianten sRGB, sRGBlinear, ProPhotoRGBlinear, AdobeRGBlinear und WideGamutRGBlinear unterscheiden sich insbesondere der in Menge der darstellbaren Farben. Wide-Gamut-RGB umfasst gut drei Viertel aller in LAB definierten Farben, sRGB nur ein Drittel, Adobe-RGB immerhin die Hälfte [9]. Wide-Gamut-Farbräume ergeben nur bei 16-Bit-Ein- und Ausgabedaten Sinn. Adobe-RGB kommt vor allem für die Druckausgabe zum Einsatz, da es Grüntöne besser wiedergibt.

Bei den Ausgabeeinstellungen bietet Photivo neben den üblichen 8-Bit-Formaten von PNG und TIFF auch 16-Bit-Varianten sowie PPM an. Nur diese Formate garantieren eine maximale Qualität der Ausgabe, wenn auch zu Lasten einer wesentlich höheren Dateigröße.

Fazit

Mit Photivo erhalten Sie ein leistungsfähiges Werkzeug zum Verbessern von (RAW-)Bildern an die Hand, das Sie nach einer gewissen Einarbeitungsphase sicher nicht mehr missen möchten. Dabei schließt das Programm eine Lücke zwischen reinen RAW-Konvertern und der klassischen Bildbearbeitung. Korrekturen anhand der RAW-Bilder erledigen Sie am besten bereits vor der eigentlichen Bildbearbeitung mit Gimp in Photivo, wobei sich die hohe Bearbeitungsgeschwindigkeit als vorteilhaft erweist. Es bleibt eigentlich nur zu wünschen, dass die Photivo-Entwickler auch gleich noch den Code von Luminance-HDR [7] in das Programm aufnehmen. 

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