Suchen und finden

Die Nützlichkeit eines Aufgabenplaners steht und fällt mit seinen Such- und Sortierfunktionen. Gerade bei Nutzern, die sich stärker an der GTD-Methode orientieren, kommt es nicht selten vor, dass sich 100 oder mehr offene Aufgaben in der Software sammeln: Dieser Ansatz sieht zwingend vor, dass alle beruflichen und privaten Vorgaben möglichst vollständig in den Listen landen, damit der Nutzer den Kopf frei hat.

Zusätzlich zur Organisation der Aufgaben in Form von Listen lassen sich die Einträge in Nitro auch zusätzlich mit Tags versehen. Der Eingabebereich dazu befindet sich unmittelbar neben dem Betreff einer Aufgabe – Sie können die Angaben auch noch nachträglich editieren, indem Sie doppelt auf einen Aufgabeneintrag klicken. Die Tags trennen Sie während der Eingabe mit einem Komma voneinander ab.

Allerdings bietet Nitro keine Funktion zum automatischen Vervollständigen der Einträge. So sind Sie dazu gezwungen, die Tags immer auszuschreiben. Ein Tastendruck zu viel, und Sie legen aus Versehen ein weiteres Etikett an, obwohl Sie das gar nicht wollten – zum Beispiel Projekt und Projekte. Mit einem Mausklick rufen Sie alle Aufgaben mit dem gleichen Etikett auf, ein Klick auf ein Tag in einer Liste genügt dazu bereits.

Beeindruckend schnell arbeitet die eingebaute Suchfunktion des Programms. Drücken Sie [F], um die Schreibmarke im Suchfeld zu platzieren. Tragen Sie jetzt einen Begriff oder einen Teil davon ein. Die Suche beginnt unmittelbar, und Sie erhalten bereits nach der Eingabe der ersten Buchstaben eine Trefferliste. Die Suche bezieht sich dabei stets auf die gerade aktive Liste. Es ist also von Vorteil, wenn Sie die Suche stets mit [Strg]+[**4**],[F] beginnen, um die Liste aller Aufgaben zu aktivieren.

Um nach den Einträgen zu einem Tag zu suchen, stellen Sie dem gesuchten Wort das Kreuz (#) voran. Häufig genug ist man aber gar nicht auf der Suche nach einer bestimmten Aufgabe oder einem Schlagwort, sondern möchte sich eine Liste mit einem Filter ansehen. Auch daran haben die Entwickler von Nitro mit einer Funktion gedacht: Auf die Sortierung greifen Sie mit einem Klick auf die gleichnamige Schaltfläche in der Symbolleiste zu.

Insgesamt fünf Optionen stehen dabei zur Verfügung. So lassen sich die Einträge nach dem Titel, dem Fälligkeitsdatum oder der Priorität anzeigen. Zwei Einträge in der Liste weichen von den aus anderen Anwendungen bekannten Optionen ab: Aktivieren Sie Per Hand, so stellen Sie sich die Elemente ganz nach Wunsch zusammen. Im Grund besitzt die Funktion aber keine Bedeutung, da Sie die Elemente in einer Liste stets mit der Maus in eine andere Reihenfolge bringen können. Durch einen Bug behält Nitro die manuelle Sortierung auch nur temporär bei. Wenn Sie in einen anderen Bereich navigieren und wieder zurückkehren, hat sich der ursprüngliche Zustand wiederhergestellt.

Ein Filter, den es so in anderen Programmen nicht gibt, ist die Sortierung Magisch. Nitro versucht in diesem Fall die offenen Aufgaben so zu gruppieren, wie es aufgrund von Tags, Terminen und Prioritäten sinnvoll zu sein scheint. Probieren Sie es einfach einmal selbst aus: Neue Einsichten auf die erfassten Aufgaben sind damit garantiert.

Synchronisation

Momentan gibt es noch keine Version von Nitro, die sich auf einem Smartphone installieren lässt. Hier müssen Sie auf einen mobilen Browser ausweichen. Arbeiten Sie aber unter verschiedenen Betriebssystemen und an unterschiedlichen Rechnern, haben Sie die Möglichkeit, eine Synchronisation zwischen den Systemen einzurichten: Das funktioniert wahlweise per Dropbox oder Ubuntu One.

Das Einrichten geschieht in beiden Fällen auf die gleiche Weise: Sie klicken auf das Symbol mit den Zahnrädern, um die Einstellungen aufzurufen, und wechseln in das Register Sync. Entscheiden Sie sich jetzt zwischen dem Datenabgleich mittels Dropbox oder Ubuntu One (Abbildung 4). Sofern Sie noch kein Benutzerkonto bei einem dieser Anbieter haben, kann Nitro dieses auch gleich für Sie anlegen.

Abbildung 4: Sie treffen die Auswahl aus zwei Diensten, um die Aufgaben zwischen Systemen synchronisieren zu können.

Nach der Auswahl des jeweiligen Dienstes öffnet die App ein kleines Fenster, um eine URL beim Service aufzurufen. Melden Sie sich nun mit Ihren Zugangsdaten an. Nachdem Sie sich im System befinden, müssen Sie der App den Zugriff auf den Dienst gestatten (Abbildung 5). Achten Sie darauf, dass Sie eine Bezeichnung wählen, die Sie sich gut merken können: Wenn Sie später einmal den Zugriff durch externe Anwendungen auf den Cloud-Speicher unterbinden wollen, ist es ein Vorteil, wenn Ihnen noch einfällt, welche App oder welcher Computer Zugriff gehabt hat.

Abbildung 5: Sowohl Dropbox als auch Ubuntu One fragen nach, ob Sie den Zugriff auf die Daten zulassen wollen. Diesen Vorgang müssen Sie auf jedem System wiederholen.

Hat das System Ihre Freigabe akzeptiert, erhalten Sie den Hinweis, dass Sie das Fenster schließen können. Ab jetzt synchronisieren Sie den Datenbestand zwischen den verschiedenen Systemen. Die Freigabe müssen Sie auf jedem Rechner wiederholen, auf dem Nitro installiert ist. In den Optionen der Software haben Sie die Wahl zwischen einer manuellen Synchronisation oder dem Abgleich in regelmäßigen Abständen.

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