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© Gennadiy Poznyakov, 123RF

Aufgaben professionell organisieren

Rundum organisiert

Nitro ist eine modern gestaltete Anwendung für die Verwaltung von Aufgabenlisten. Sogar eine Synchronisation zwischen verschiedenen Systemen bringt das kostenlose Programm mit.

Die Geschmäcker und Arbeitsansätze in Sachen Aufgabenplaner fallen recht unterschiedlich aus. Der eine benötigt einfach nur ein Blatt Papier oder ein langes Dokument in einer Textverarbeitung, um sich dort das Wichtigste zu notieren. Der andere führt ein dickes Zeitplanbuch mit sich oder nutzt eine Software, die eine feste Struktur vorgibt, damit er sich an alle Tätigkeiten und Aufgaben erinnern kann.

Nitro [1] ist ein Aufgabenplaner, der sich in vielerlei Hinsicht von anderen Programmen unterscheidet. Vor einigen Jahren sorgte ein neuer Ansatz namens "Getting Things Done" (GTD, [2]) für frischen Wind in der Welt der Zeitplanung. Er sieht vor, Aufgaben nach Arbeitsmitteln, die für deren Erledigung notwendig sind, oder auch nach Orten zu kategorisieren, anstatt den Aktivitäten eine Priorität zuzuweisen. Um private und berufliche Herausforderungen unter einen Hut zu bekommen, landen die Aufgaben dann auf unterschiedlichen Listen.

Nitro unterstützt einen solchen Ansatz, ohne sich allerdings sklavisch daran zu halten: Während der Erfinder der Methode davon spricht, dass eine Vergabe von Prioritäten nicht notwendig wäre, ermöglicht Nitro neben einer Priorisierung auch das Setzen von Fälligkeitsdaten.

Nitro ist auf dem aktuellen Softwaremarkt eine Ausnahmeerscheinung, denn das Programm gibt es lediglich als Einzelanwendung für Linux und für den Mac. Windows-Nutzer müssen auf die entsprechende Erweiterung für Googles Chrome-Browser zurückgreifen oder ihre Aufgaben ausschließlich online im Browser verwalten. Wer sich für die Nutzung im Web-Interface interessiert, wird von den Entwicklern nicht durch einen langen Registrierungsprozess geführt: Ein Benutzerkonto bei Dropbox oder Ubuntu One genügen bereits.

Installation

Es gibt zwei Wege, um die aktuelle Version von Nitro unter Ubuntu zu installieren. Am einfachsten gelingt das Einrichten, indem Sie in das Software-Center wechseln und dort nach dem Eintrag "Nitro" suchen: Die App wird hier zwar zum Kauf angeboten, tatsächlich kostet die Nutzung jedoch nichts. Als Alternative zum Software-Center bieten die Entwickler auch die Installation aus einem persönlichen Programmarchiv (PPA) an (Listing 1).

Listing 1

$ sudo add-apt-repository ppa:cooperjona/nitrotasks
$ sudo apt-get update
$ sudo apt-get install nitrotasks

Nach dem Einrichten der Software suchen Sie in der Dash nach Nitro und führen das Programm aus. Ein zunächst noch leeres Programmfenster begrüßt Sie. Stellen Sie am besten als Erstes die Oberfläche auf die deutsche Sprache um. Dazu klicken Sie auf das Symbol mit den Zahnrädern. Wechseln Sie jetzt in das Register Language, und klicken Sie auf den Link für Deutsch.

Anders als Sie dies vermutlich gewohnt sind, erfolgt die Änderung der Oberfläche jetzt nicht unmittelbar nach der Auswahl. Verlassen Sie den Dialog, und beenden Sie das Programm. Sobald Sie Nitro das nächste Mal starten, wurden die Änderungen übernommen, und Sie sehen alle Menüs in Deutsch.

Aufgaben anlegen

Nitro bietet zum Erfassen neuer Aufgaben verschiedene Methoden an: Klicken Sie in der Symbolleiste auf Hinzufügen, nutzen Sie alternativ File | Hinzufügen oder – das funktioniert am schnellsten – verwenden Sie das Tastenkürzel [Strg]+[N]. Die Software legt jetzt eine Schablone für eine neue Aufgabe an.

Notieren Sie dort zunächst den Betreff, also den eigentlichen Aufgabentext. Experten sind sich übrigens darin einig, dass es motivierender wirkt, wenn Sie auch eine aktive Formulierung finden (etwa "Bildschirmfoto Nitrotask anlegen!"). Mit einem Druck auf den Tabulator setzen Sie die Schreibmarke in das nächste Feld.

Wie viele andere Aufgabenprogramme auch unterstützt Nitro die Organisation der Einträge mittels Tags, also Schlagwörtern (Abbildung 1). Diese trennen Sie bei der Eingabe durch Kommas voneinander. Anschließend führt ein erneuter Druck auf [Tab] inkonsequenterweise nicht dazu, dass Sie das nächste Feld mit der Tastatur ausfüllen können: Dort treffen Sie die Wahl zwischen den Prioritätsstufen, die Nitro kennt. Allerdings müssen Sie zur Bearbeitung die Maus bemühen. Ein weiterer Druck auf [Tab] führt Sie in das Feld mit der Fälligkeit. Im kleinen Kalender, den Nitro jetzt einblendet, bewegen Sie sich jetzt wieder ganz intuitiv mit den Tasten (Abbildung 2).

Abbildung 1: Nitro beherrscht die Organisation von Aufgaben nach Prioritäten und Tags.
Abbildung 2: Beim Anlegen einer neuen Aufgabe unterstützt Sie Nitro auch durch das Einblenden eines kleinen Kalenders.

Im letzten Feld des Aufgabendialogs tragen Sie optional eine Notiz zur Aufgabe ein – also eine etwas ausführlichere Beschreibung, was Sie erledigen müssen, oder einen kurzen Hinweis auf das gewünschte Arbeitsergebnis. Am Ende drücken Sie [Esc] oder klicken mit der Maus außerhalb des Dialogs. Sie können jetzt bereits die nächste Tätigkeit erfassen.

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