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© Luciano De Polo, 123RF

Massenspeicher- und Datenpflege mit Parted Magic

Letzte Hilfe

Datenbestände wie Speicherkapazitäten nehmen rasant zu. Ärgerlich, wenn dann plötzlich die Festplatte streikt oder ein falsch eingegebener Befehl wichtige Daten löscht. Hilfe verspricht die Live-Distribution Parted Magic.

Der in den letzten Jahren explosionsartige Anstieg der Festplattenkapazitäten, gepaart mit immer besseren multimedialen Fähigkeiten herkömmlicher Computersysteme, führten zu einem starken Anwachsen der Datenbestände – auch in vielen Privathaushalten. Doch HD-Videos, verlustfreie Audio-Dateien und aufwendige Spiele zwingen dazu, sich mit der Sicherung der Daten eingehender zu beschäftigen. Viele gutgläubige Anwender kaufen dafür teure, oft auch noch jährlich kostenpflichtig zu erneuernde Software, die Backups eines Massenspeichers anfertigt.

Mit der Live-Distribution Parted Magic schaffen Sie sich diese Probleme dauerhaft vom Hals. Zwar verlangt der Maintainer seit Kurzem für seine unter http://partedmagic.com zum Download verfügbare Distribution einen Obolus, der sich aber mit knapp 5 Euro in Grenzen hält. Diese Praxis ist für GPL-lizenzierte Software zwar ungewöhnlich, aber durch die GNU Public License voll gedeckt.

Varianten

Die Distribution bietet Ihnen im Bootmanager Grub mehrere Startvarianten an: Sofern Sie das Betriebssystem auf einer älteren Maschine mit lediglich 512 MByte Arbeitsspeicher nutzen, wählen Sie die Startvariante Live with default settings 32 (für 32-Bit-Maschinen) oder Live with default settings 64 (für 64-Bit-PCs). Für aktuellere Computersysteme mit mehr Arbeitsspeicher eignen sich die Varianten Default settings 32 oder Default settings 64. Diese laden das gesamte Betriebssystem in den Arbeitsspeicher und beschleunigen dadurch die Arbeit enorm. Falls Sie nach dem Start einen schwarzen Bildschirm sehen, nutzen Sie die Alternativen Alternate graphical server 32 oder Alternate graphical server 64, die einen VESA-kompatiblen Grafiktreiber laden und eine Shell aufrufen.

Parted Magic bootet danach in einen etwas barock wirkenden grafischen Desktop, der bereits einige Programm-Icons auf der Arbeitsoberfläche bereithält: Zu den wichtigsten Vertretern zählen Disk Cloning, Partition Editor, Erase Disk, Disk Health und – sofern Sie mit Windows arbeiten – der Virus Scanner (Abbildung 1).

Abbildung 1: Links zu den wichtigsten Programmen hinterlegt Parted Magic bereits als Icons auf dem Desktop.

Systemcheck

Damit Sie im Fall von unerklärlichem Systemverhalten etwaigen Hardware-Defekten auf die Spur kommen, bietet Ihnen Parted Magic eine Reihe von Tools zum Prüfen der Systemintegrität an. Ein Klick auf das Icon System Profiler zeigt Ihnen zunächst die erkannte Hardware detailliert an. Daneben erlaubt das Programm auch das Benchmarking anhand spezieller Routinen (Abbildung 2).

Abbildung 2: Einen detaillierten Einblick in die Hardware des Rechners liefert der System Profiler.

Besteht speziell bei mobilen Computern der Verdacht, dass eine Überhitzung einzelner Bauteile Probleme verursacht, lesen Sie via Psensor die im Computer verbauten Temperatursensoren aus. Kommen Sie auch damit den Problemursachen nicht auf die Spur, so empfiehlt es sich, die Festplattenintegrität zu prüfen. Dazu klicken Sie auf das Icon Disk Health, welches Gsmartcontrol startet. Darin sehen Sie im Reiter Error Log gefundene Fehler. Über den Reiter Perform Tests stoßen Sie im Zweifelsfall eine Prüfung des Massenspeichers an (Abbildung 3).

Abbildung 3: Mit Gsmartcontrol kommen Sie eventuellen Festplattenproblemen schnell auf die Spur.

Im Menü System Tools finden Sie zusätzlich den Eintrag System Stability Tester (systester), der durch eingehende Tests Ihr System auf Hardware-Unzulänglichkeiten hin prüft. Zu guter Letzt prüfen Sie mit Test Audio aus dem Menü Multimedia auch die Audio-Hardware.

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