Plattenküche

Wenn Sie mit ddrescue nicht nur eine Partition, sondern gleich den ganzen Datenträger gesichert haben, können Sie mit fdisk -l kopie.img überprüfen, ob die Partitionstabelle noch vorhanden und korrekt ist. Sie erhalten dann eine Liste mit allen Partitionen. Die Nummern hinter den Namen in der ersten Spalte entsprechen den jeweiligen Zahlen der Gerätedateien.

Bei einer Platte mit der neueren GPT-Partitionstabelle verwenden Sie gdisk, das Sie unter Umständen erst noch über den Paketmanager nachinstallieren müssen. Unter Ubuntu steckt es im Paket gdisk. Eine Aufstellung der Partitionen im Image liefert das Kommando gdisk -l kopie.img.

Fundstücke

Wenn Sie eine oder mehrere Partitionen vermissen, setzen Sie Testdisk auf das Image an. Dieses Programm versucht Partitionen aufzuspüren und wiederherzustellen. Testdisk müssen Sie über den Paketmanager nachinstallieren, unter Ubuntu steckt es im Paket testdisk. Anschließend nennen Sie dem Werkzeug lediglich den Dateinamen der Image-Datei, rufen also testdisk kopie.img auf.

Sie landen jetzt in der textbasierten Benutzeroberfläche aus Abbildung 5. Im oberen Teil präsentiert Testdisk noch einmal die Image-Datei. Stellen Sie sicher, dass unten der Punkt [Proceed] hervorgehoben ist, und rufen Sie ihn mit der Eingabetaste auf. Jetzt müssen Sie testdisk mitteilen, ob die Festplatte bereits die moderne GPT nutzt. In diesem Fall wählen Sie den Punkt [EFI GPT], andernfalls seinen Kollegen [Intel]. Abschließend starten Sie die [Analyse].

Abbildung 5: In Testdisk wählen Sie einen Punkt mit den Pfeiltasten, die Eingabetaste löst die entsprechende Aktion aus.

Testdisk fasst jetzt im oberen Teil die aktuelle Situation zusammen. Fehlende oder doppelt aufgeführte Partitionen weisen auf einen Defekt hin. Starten Sie in diesem Fall [Quick Search]. Testdisk geht jetzt auf die Suche und listet anschließend alle gefundenen Partitionen auf (Abbildung 6). Via [P] sehen Sie sich die Dateien und Verzeichnisse der entsprechenden Partition an, die Navigation erfolgt mit den Pfeiltasten und Eingabe. Mit [Q] geht es wieder zurück zur Aufstellung aller Partitionen.

Abbildung 6: Testdisk hat hier die fehlende primäre Partition wiederentdeckt.

Hat das Werkzeug bereits alle Partitionen aufgespürt, aktivieren Sie [Write]. Vermissen Sie noch eine oder mehrere Partitionen, wählen Sie [Deeper Search]. Testdisk führt dann eine tiefergehende Analyse durch, die etwas länger dauert. Sie fördert unter Umständen uralte Partitionen zutage, die sich sogar teilweise überlappen können. Steuern Sie in der Liste die bislang vermisste Partition an, im Zweifelsfall müssen Sie raten.

Über die Pfeiltasten können Sie aus der Partition eine primäre oder logische machen. Diese Partition stellt dann Testdisk gleich wieder her. Alle Partitionen mit einem D in der ersten Spalte ignoriert Testdisk, sie bleiben folglich gelöscht. Wenn Sie zufrieden sind, drücken Sie die Eingabetaste und lassen die neue Partitionstabelle mit [Write] speichern.

In jedem Fall bestätigen Sie die Rückfrage mit [Y] und aktivieren Ok. Über [Quit] springen Sie immer wieder ein Menü zurück, bis sich Testdisk schließlich beendet.

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