Das Eingemachte

Was sich wirklich hinter den einzelnen Menüpunkten verbirgt, zeigt das Gnome-Menü-Konfigurationsprogramm Alacarte. Unter Eigenschaften stehen dort die aufgerufenen Skripts, die das Know-how der Entwickler enthalten. Sie liegen großenteils unter /opt/ und lassen sich bei Bedarf anpassen.

Für die Software greifen die Entwickler auf die unterschiedlichsten Repositories zurück. So Integriert OpenArtist PPAs von "Karmic" bis "Precise" und bindet dabei auch Quasi-Rolling-Releases ein. Das macht es möglich, auch viele neuere Programmversionen zu verwenden, als die ursprünglich von Ubuntu LTS vorgesehenen. So bietet OpenArtist auch einen ziemlich aktuellen Kernel 3.8.0 in den Varianten Generic, Lowlatency und als signierte Varianten an. Gimp ist beispielsweise in der erst kürzlich erschienen Version 2.8.6 mit an Bord.

Fazit

Nach einen mit OpenArtist verbrachten Wochenende ist der Autor versucht zu sagen, es handle sich bei der Distribution und ein großes, intelligent gemachtes Online-Spiel. Es gibt wirklich viel zu entdecken und auszuprobieren. Zwar funktioniert nicht alles auf Anhieb, aber meist lässt es sich mit ein wenig Kopf- und Handarbeit zum Laufen bringen.

OpenArtist taugt jedoch für viel mehr als nur kreative Spielereien, so etwa zum Reparieren beschädigter Systeme. Über die größtenteils sehr gut gepflegten Repositories stehen auch hochaktuelle Kernel und Programme zur Verfügung. Wegen der wirklich großen Programmvielfalt wendet sich diese Distribution allerdings eher an fortgeschrittene Anwender. 

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